Luzern verliert Dernière im Gersag mit 0:5

Die Ära Gersag geht für den FC Luzern wenig ruhmreich zu Ende. Gleich mit 0:5 verliert der FCL gegen den FC Zürich im letzten Heimspiel der Saison. Was für eine Schmach. Das Meisterrennen bleibt damit offen.

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Renggli kommt gegen Aegerter einen Schritt zu spät. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Renggli kommt gegen Aegerter einen Schritt zu spät. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Sieg des FC Zürich fällt zwar etwas zu hoch aus, war schlussendlich aber klar verdient. Der FC Luzern zeigte beim letzten Spiel im Stadion Gersag besonders gegen Ende eine bedenklich schwache Leistung. Mit der 0:5 Niederlage waren die Luzerner weit davon entfernt, den Spielverderber im Meisterrennen zu spielen. Der Europaleague-Platz rückt für die Innerschweizer damit in weite Ferne.

Erste Halbzeit mit wenig Glanzlichtern

Schon in der ersten Halbzeit waren im Spiel der Luzerner viele Fehlpässe und Mühe im Spielaufbau auszumachen. Auch der FCZ spielte nicht dominant, gegen die stark ersatzgeschwächte Luzerner Mannschaft reichte der Auftritt aber allemal. So war es denn auch nicht unverdient, dass Nikci in der 31 Minute einen Schuss von Alphonse unhaltbar abfälschte. Chancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware.

Luzerns Präsident Walter Stierli (rechts) verabschiedet Elsad Zverotic (links) und Joao Paiva (mitte). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
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FCL Präsident Walter Stierli (mitte) bedankt sich bei den Verantwortlichen der Gemeinde Emmenbrücke für das Gastrecht. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Hakan Yakin (rechts) im Gespräch mit Massimo Busacca. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzerns Interimstrainer Christian Brand. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzern Assistenztrainer Stephan Lehmann und Hakan Yakin beim Einlaufen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Ein kleiner Fan. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Die FCL Fans zünden Rauchpetarden. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Das Stadion Gersag war im letzten Spiel der Saison ausverkauft. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzerns Präsident Walter Stierli. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Hakan Yakin (links) gegen Florian Stahel. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzerns Hekuran Kryeziu. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Christian Brand gibt Anweisungen an Hekuran Kryeziu. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
David Zibung kassiert mittels Penalty das 0:2 gegen Xavier Margairaz. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
FCL Fans zünden Pyros. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Daniel Gygax verfolgt das Spiel nach seiner Auswechslung von der Ersatzbank aus. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Die Spieler des FCL schwören sich auf das Spiel ein. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Im Duell: Daniel Gygax (am Boden) gegen Ricardo Rodriguez. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Daniel Gygax scheitert an Zürichs Johnny Leoni. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Nico Siegrist scheitert an Johnny Leoni. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzerns Hakan Yakin. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Alain Wiss, Oliver Strohhammer und Daniel Gygax (von links nach rechts) nach Spielende. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Daniel Gygax diskutiert mit Schiedsrichter Massimo Busacca. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzerns Daniel Gygax (links) gegen Zürichs Ricardo Rodriguez. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
FCL-Spieler Michel Renggli (rechts) im Duell mit Xavier Margairaz. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Nico Siegrist (am Boden) grätscht gegen Silvan Aegerter (Nr. 7). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzerns Nelson Ferreira (rechts) im Zweikampf gegen Mathieu Beda. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Zürichs Alexandre Alphonse (am Boden) erzielt das 1:0. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Nico Siegrist (mitte) und Ricardo Rodriguez (links) im Luftduell. Daniel Gygax beobachtet die Szenerie. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Silvan Aegerter (links) deckt den Ball vor Michel Renggli (rechts) ab. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Christophe Lambert, Hakan Yakin und Michel Renggli (von links nach rechts) verlassen das Spielfeld. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Enttäuschung bei Luzerns Hekuran Kryeziu nach Spielende. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Luzerns Präsident Walter Stierli (rechts) verabschiedet Elsad Zverotic (links) und Joao Paiva (mitte). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Guter Beginn - schlechter Lohn

Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Luzerner sichtlich, ihr Spiel nach vorne zu verbessern. Zeitweise konnten sie den FC Zürich dominieren. Die Ausbeute dieser Druckphase zu Beginn der zweiten Halbzeit war aber nur ein Lattenschuss von Siegrist in der 59 Minute. Auch sonst konnte Luzern noch einige gute Möglichkeiten kreieren, wirklich zwingend war jedoch keine davon.

Mehmedis starke Schlussphase

Die endgültige Wende wurde dann in der 77 Minute eingeläutet. Renggli agierte im Strafraum zu ungestüm und holte Alphonse von den Beinen. Den anschliessenden Elfmeter verwandelte Margairaz sicher zum 0:2. Und danach ging es Schlag auf Schlag. Die Luzerner Abwehr war öfters überfordert und der wunderbare Schuss von Mehmedi aus rund 20 Metern liess Zibung keine Chance. Das 0:3 in der 80 Minute war bereits die Vorentscheidung. In der 84 Minute legte Mehmedi mit dem 0:4 nach wunderbarer Vorarbeit von Rodriguez nochmals nach und kurz vor Schluss traf schliesslich Djuric zum Endresultat von 0:5. Was für eine Schmach für die Luzerner.

Meisterrennen wieder offen

Nachdem der FC Basel gegen St. Gallen nicht über ein 0:0 hinauskam, wird es in der letzten Runde nochmals spannend. Die bedien Spitzenmannschaften trennt nur noch einen Punkt und Zürich konnte dank dem hohen Sieg im Torverhältnis einiges gut machen. Basel muss also am Mittwoch gegen Luzern gewinnen, wollen sie sicher Meister werden. Der FC Zürich spielt zuhause gegen Thun - ein direkter Konkurrent von Luzern um den Europaleague-Platz. Die Luzerner liegen nach dem heutigen Spieltag einen Punkt hinter Thun auf dem sechsten Tabellenrang. Mindestens Fünfer müssten sie werden, wollen sie sich eine kleine Chance auf die Europa-League erhalten.

bep

Einen ausführlichen Bericht, Analysen und Bewertungen zum Spiel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Luzern - FC Zürich 0:5 (0:1)

Gersag, Emmenbrücke. - 8700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Busacca.

Tor: 31. Nikci (Alphonse) 0:1. 78. Margairaz (Foulpenalty) 0:2. 80. Mehmedi (Nikci) 0:3. 84. Mehmedi (Rodriguez) 0:4. 89. Djuric (Drmic) 0:5.

Luzern: Zibung; Lambert (79. Ianu), Urtic, Puljic, Fanger; Renggli, Kryeziu; Ferreira, Hakan Yakin, Gygax (74. Pacar); Siegrist.

FC Zürich: Leoni; Stahel, Beda, Raphaël Koch, Rodriguez; Nikci (83. Kukuruzovic), Aegerter, Margairaz, Djuric; Schönbächler (61. Mehmedi), Alphonse (88. Drmic).

Bemerkungen: Luzern ohne Bento, Claudio Lustenberger, Paiva, Prager, Sorgic, Gabriel Wüthrich, Veskovac und Kukeli (alle verletzt) sowie Zverotic (nicht im Aufgebot), Zürich ohne Barmettler und Teixeira (beide gesperrt) sowie Chermiti, Zouaghi und Chikhaoui (alle verletzt). 31. Zibung lenkt Schuss von Beda an die Latte (am Ende des Angriffs trifft Nikci zum 1:0). 53. Pfostenschuss von Alphonse. 59. Lattenschuss von Siegrist. 90. Pfostenschuss von Ianu. Verwarnungen: 4. Fanger (Foul). 14. Alphonse (Foul). 40. Gygax (Foul). 57. Raphaël Koch (Foul). 62. Djuric (Reklamieren).

si