LUZERN - ZÜRICH 1:3: Die grosse Angst des FC Luzern vor dem Sieg

Der FC Luzern muss gegen Leader Zürich eine weitere bittere Heim­niederlage einstecken. In den letzten sieben Minuten machten die Zürcher aus einem 0:1 ein 3:1.

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Nelson Ferreira versucht es mit einem Fallrückzieher. (Bild EQ)

Nelson Ferreira versucht es mit einem Fallrückzieher. (Bild EQ)

Das letztplazierte Luzern spielte auch an diesem sonnigen Sonntag auf der Allmend einen erfrischenden und engagierten Offensivfussball – Tabellenführer Zürich dagegen enttäuschte schwer.

Einzig ein Kopfball an den Pfosten von Abdi nach sechs Minuten und ein Schuss an den Aussenpfosten von Stahel (44.) sorgten für Aufregung vor dem Luzerner Tor. Dann folgte das schönste Tor des Spiels kurz vor dem Pausenpfiff: Lukmon schleuderte einen Einwurf weit in den Zürcher Strafraum, via Kopf eines Verteidigers flog der Ball zum eingewechselten Milan Gajic an den Sechzehner, und der hämmerte den Ball volley an Goalie Leoni vorbei in die rechte hohe Torecke zum 1:0. Der Grossteil der fast 10'000 Zuschauer war zurecht begeistert.

Das typische Drehbuch zur Luzerner Niederlage
In der zweiten Halbzeit spielte dann nur noch eine Mannschaft: der FC Luzern. Paiva (48. und 60.), Frimpong (66.), Scarione mit einem Hammer-Freistoss aus 33 Metern (73.) und Seoane (73.) hätten längst zum 2:0 erhöhen müssen. Doch das Tor fiel nicht und das wurde bitter bestraft.

Zürich schien bereits angezählt, als der eingewechselte Adrian Nikci wie aus dem Nichts aber eiskalt zum 1:1 (85.) einschoss. Und nur zwei Minuten später foulte Zibung unnötig Alphonse: Abdi verwertete den fälligen Penalty sicher zum 1:2. Nikcis zweiter Treffer zum 1:3 in der Nachspielzeit war dann nur noch symptomatisch für die vergangenen 90 Minuten.

Von der Luzerner Allmend: Gusti Gretener / Zisch

Alles zur Luzerner Niederlage gegen Zürich und die Stimmen zum Spiel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.

FC Luzern - FC Zürich 1:3 (1:0)
Allmend. - 9655 Zuschauer. - SR Bertolini. - Tore: 45. Gajic 1:0. 85. Nikci 1:1. 87. Abdi (Foulpenalty) 1:2. 91. Nikci 1:3.

Luzern: Zibung; Lukmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Renggli (20. Gajic); Frimpong, Chiumiento (89. Ravasi), Scarione, Ferreira; Paiva (72. Tchouga).

Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler, Tihinen, Lampi; Okonkwo (75. Alphonse), Aegerter; Schönbächler (57. Margairaz), Abdi, Djuric (53. Nikci); Hassli.

Bemerkungen: Luzern ohne Lambert, Veskovac, Kukeli (alle verletzt), Diarra und Vergara (beide gesperrt). Zürich ohne Stucki, Chikhaoui, Büchel, Staubli und Tarchini (alle verletzt). 6. Kopfball von Abdi an den Pfosten. 44. Schuss von Stahel an den Aussenpfosten. Verwarnungen: 31. Schwegler. 46. Lustenberger. 55. Schönbächler. 71. Barmettler (alle wegen Fouls).