Luzerner Polizei bewilligt Rückrunde für FCL

Die Luzerner Polizei erteilte dem FC Luzern die Bewilligung für die Rückrunde 2012/2013. Die Bewilligung sieht vor, dass für einzelne Sektoren systematische elektronische Zutrittskontrollen durchgeführt werden.

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Wie in Zug (Bild) wird es auch in Luzern elektronische Zutrittskontrollen geben. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Wie in Zug (Bild) wird es auch in Luzern elektronische Zutrittskontrollen geben. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Am 6. Februar bekam der FC Luzern von der Luzerner Polizei eine grundsätzliche Bewilligung für seine Heimspiele der Rückrunde zugesprochen, wie es in einer Mitteilung der Luzerner Polizei heisst. In einem Pilotversuch dürfen bei einzelnen Sektoren im Stadion systematische elektronische Zutrittskontrolle gemacht werden. Dabei werden Identitätsausweise von Personen mit der Hooligan-Datenbank des Bundes abgeglichen.

Technische Infrastruktur ist noch nicht bereit

In einer ersten Phase stellt das Bundesamt für Polizei (fedpol) die technischen Einrichtungen zur Verfügung. Damit sollen Personen, die mit einem Stadionverbot des Vereins oder mit einem polizeilichen Rayonverbot belegt sind, vom Stadion ferngehalten werden.

Die technische Infrastruktur sei noch nicht bereit und muss noch getestet werden. Deshalb gelten die Massnahmen erst ab dem zweiten Heimspiel gegen den FC Thun vom 2. März. In Absprache mit allen Beteiligten können während der Pilotphase weitere Versuche und Tests angeordnet werden.

Bisherige Massnahmen werden fortgesetzt

Fortgesetzt werden die bisherigen Massnahmen, wie der Ausschank von alkoholfreiem Bier in einzelnen Sektoren sowie die flächendeckende Videoüberwachung. Weitergeführt werden auch Personenkontrollen durch den privaten Sicherheitsdienst des FC Luzern.

Die Sicherheitsleute erhalten neu die Kompetenz, Besucherinnen und Besucher eines Spiels unabhängig von einem konkreten Verdacht durch Personen gleichen Geschlechts über den Kleidern am ganzen Körper nach verbotenen Gegenständen abzutasten.

Einvernehmliche Zusammenarbeit zwischen Behörden und FCL

Wie in der Mitteilung weiter geschrieben war, sei die Zusammenarbeit des FC Luzern mit den Behörden nach wie vor sehr einvernehmlich. Dies führte in der Vergangenheit zu einer vergleichsweise guten Sicherheitslage in Luzern.

Ein vor kurzem präsentierte Studie der Hochschule Luzern bestätigte denn auch, dass sich der weitaus grösste Teil der Matchbesucherinnen und -besucher in der Swissporarena sicher fühle. Mit den zusätzlichen Massnahmen setzen sich die Behörden das Ziel, das Polizeiaufgebot in Zukunft reduzieren zu können. 

Die Vereinsleitung des FC Luzern stehe einzig der Auflage der systematischen, elektronischen Eintrittskontrolle skeptisch gegenüber. Die nun folgende Pilotphase soll zeigen, ob sich diese Massnahme bewährt.

Die Wirkung der Massnahmen wird laufend auf ihre Wirkung im Hinblick auf gewaltfreie Spiele überprüft und ausgewertet. Für die Saison 2013/2014 wird die Luzerner Polizei dem FC Luzern aufgrund der Evaluation eine neue Bewilligung erteilen.

pd/ks