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Luzerner Schwachstrom-Start gegen Neuchâtel Xamax

Der FC Luzern unterliegt in seinem ersten Spiel der Rückrunde beim Tabellenletzten Xamax mit 1:2. Während der ersten 45 Minuten zeigen die Innerschweizer eine sehr uninspirierte Leistung.
Daniel Wyrsch, Neuchâtel
Luzerns Ruben Vargas (rechts) im Zweikampf mit Xamax-Topskorer Raphael Nuzzolo. (Bild: Valentin Flauraud/Keystone (Neuenburg, 10. Februar 2019))

Luzerns Ruben Vargas (rechts) im Zweikampf mit Xamax-Topskorer Raphael Nuzzolo. (Bild: Valentin Flauraud/Keystone (Neuenburg, 10. Februar 2019))

Hängende Köpfe beim FC Luzern nach dem Schlusspfiff im Regenmatch in der Maladière. Die Innerschweizer verlieren gegen das Tabellenschlusslicht Xamax mit 1:2. Das ist ein veritabler Fehlstart in die Rückrunde. «Wir waren im Gegensatz zu den Gastgebern nicht bereit, man spürte, dass Xamax bereits einen Match in den Beinen hatte», stellte FCL-Goalie David Zibung enttäuscht fest.

Der Kontrast war gross, schaute man in die strahlenden Gesichter der Xamaxiens. Sie errangen gegen Luzern erst den dritten Saisonsieg. Zum Saisonauftakt hatten sie im Juli den FCL bereits in der Swisspor-Arena 2:0 bezwungen. Der zweite Vollerfolg war ihnen Ende September beim 2:1-Heimsieg über Lugano gelungen. Seither hatten sie elf vergebliche Anläufe genommen, spielten sechsmal Unentschieden und verloren fünf Partien. Aufstiegstrainer Michel Decastel musste am letzten Dienstag nach drei Niederlagen hintereinander gehen, der 63-Jährige wurde durch den bisherigen Assistenten Stéphane Henchoz (44) ­ersetzt. Der 72-fache Schweizer Internationale sagte nach dem gelungenen Debüt als Xamax-Coach: «Das ist ein sehr wichtiger Sieg für die Mannschaft und den Verein. So zu starten ist ideal, jetzt wissen wir, dass wir die Chance haben, in der Super League zu bleiben.» Der Rückstand auf die zweitletzten Grasshoppers beträgt nur noch einen Punkt.

Die Noten:

David Zibung, Torhüter, Note 4 In seinem 500. Pflichtspiel ist er bei den Gegentoren schuldlos, er zeigt einige gute Paraden, aber ist bei Flanken nicht immer sicher.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)David Zibung, Torhüter, Note 4
In seinem 500. Pflichtspiel ist er bei den Gegentoren schuldlos, er zeigt einige gute Paraden, aber ist bei Flanken nicht immer sicher.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Christian Schwegler, rechter Verteidiger, Note 3,5Er überzeugt mit kämpferischem Einsatz und Einwürfen, spielerisch jedoch offenbart er Defizite.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Christian Schwegler, rechter Verteidiger, Note 3,5
Er überzeugt mit kämpferischem Einsatz und Einwürfen, spielerisch jedoch offenbart er Defizite.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Lucas Alves, Innenverteidiger, Note 3Bei Velosos Freistoss aus über 30 Metern verliert er Ademi aus den Augen, prompt erzielt der Mittelstürmer das 1:0 für Xamax.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Lucas Alves, Innenverteidiger, Note 3
Bei Velosos Freistoss aus über 30 Metern verliert er Ademi aus den Augen, prompt erzielt der Mittelstürmer das 1:0 für Xamax.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Lazar Cirkovic, Innenverteidiger, Note 3Xamax-Topskorer Nuzzolo schiesst ihm zwischen den Beinen durch das 2:0. Wie Alves geht er zu wenig aggressiv zur Sache. (Bild: Valentin Flauraud / Keystone)Lazar Cirkovic, Innenverteidiger, Note 3
Xamax-Topskorer Nuzzolo schiesst ihm zwischen den Beinen durch das 2:0. Wie Alves geht er zu wenig aggressiv zur Sache.
(Bild: Valentin Flauraud / Keystone)
Silvan Sidler, linker Verteidiger, Note 4Der U21-Internationale wirkt von Anfang an bereit, schiesst gefährlich aus der Distanz (16.) und ist offensiv wie defensiv präsent.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Silvan Sidler, linker Verteidiger, Note 4
Der U21-Internationale wirkt von Anfang an bereit, schiesst gefährlich aus der Distanz (16.) und ist offensiv wie defensiv präsent.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Simon Grether, defensives Mittelfeld, Note 3,5Lange ist er ein Aktivposten, spielt intelligent. Nach der Verwarnung (78.) checkt er Serey Die (84.) und sieht zu Recht die gelb-rote Karte.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Simon Grether, defensives Mittelfeld, Note 3,5
Lange ist er ein Aktivposten, spielt intelligent. Nach der Verwarnung (78.) checkt er Serey Die (84.) und sieht zu Recht die gelb-rote Karte.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Marvin Schulz, defensives Mittelfeld, Note 3,5Zu viele seiner Zuspiele sind zu ungenau, mit dem 1:2-Anschlusstor (80.) gelingt ihm erst spät ein positives Ausrufezeichen.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Marvin Schulz, defensives Mittelfeld, Note 3,5
Zu viele seiner Zuspiele sind zu ungenau, mit dem 1:2-Anschlusstor (80.) gelingt ihm erst spät ein positives Ausrufezeichen.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Ruben Vargas, rechtes Mittelfeld, Note 4Er gehört zu den wenigen Lichtblicken beim FCL; spielt einen starken Assist, aber vergibt selbst mehrere gute Chancen.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Ruben Vargas, rechtes Mittelfeld, Note 4
Er gehört zu den wenigen Lichtblicken beim FCL; spielt einen starken Assist, aber vergibt selbst mehrere gute Chancen.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Christian Schneuwly, offensives Mittelfeld, Note 3Die Automatismen greifen beim Captain noch nicht wie gewohnt, zu viele seiner Pässe und Flanken landen beim Gegner.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Christian Schneuwly, offensives Mittelfeld, Note 3
Die Automatismen greifen beim Captain noch nicht wie gewohnt, zu viele seiner Pässe und Flanken landen beim Gegner.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Pascal Schürpf, linkes Mittelfeld, Note 3Fehlstart des letztjährigen Überfliegers ins Jahr 2019. Mit einem Fehlpass leitet er das 0:2 ein, nach der Pause bleibt er draussen.(Bild: Valentin Flauraud / Keystone)Pascal Schürpf, linkes Mittelfeld, Note 3
Fehlstart des letztjährigen Überfliegers ins Jahr 2019. Mit einem Fehlpass leitet er das 0:2 ein, nach der Pause bleibt er draussen.
(Bild: Valentin Flauraud / Keystone)
Tomi Juric, Mittelstürmer, Note 4Der Australier rackert vorne und schafft so Räume für die Mitspieler, kommt allerdings nur zu zwei späten Abschlüssen (83./92.).(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Tomi Juric, Mittelstürmer, Note 4
Der Australier rackert vorne und schafft so Räume für die Mitspieler, kommt allerdings nur zu zwei späten Abschlüssen (83./92.).
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Blessing Eleke, Stürmer und Flügel, Note 4Der für Schürpf eingewechselte Nigerianer bringt nach der Pause sofort Schwung in den Angriff. Ein Luxus, wenn man ihn 45 Minuten lang draussen lässt.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Blessing Eleke, Stürmer und Flügel, Note 4
Der für Schürpf eingewechselte Nigerianer bringt nach der Pause sofort Schwung in den Angriff. Ein Luxus, wenn man ihn 45 Minuten lang draussen lässt.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Shkelqim Demhasaj, Stürmer, Note 4Er macht das Luzerner Spiel nach seiner Einwechslung (64.) sofort schneller, kommt zu mehreren Chancen und leitet das 1:2 ein.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Shkelqim Demhasaj, Stürmer, Note 4
Er macht das Luzerner Spiel nach seiner Einwechslung (64.) sofort schneller, kommt zu mehreren Chancen und leitet das 1:2 ein.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
(nicht bewertbar: Olivier Custodio). Auf dem Bild: Choreographie der FCL-Fans zum 500. Spiel von David Zibung. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)(nicht bewertbar: Olivier Custodio). Auf dem Bild: Choreographie der FCL-Fans zum 500. Spiel von David Zibung.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
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Die Noten der FCL-Spieler gegen Neuchâtel Xamax

Xamax-Präsident Binggelis Schocktherapie hat gewirkt

Auf die Schultern klopfen kann sich auch Xamax-Präsident Christian Binggeli. Der 65-jährige Klubpatron hat nach dem Trainerwechsel gesagt, dass er seiner Equipe einen Elektroschock versetzen wollte. Seine Massnahme ist zumindest gegen Luzern aufgegangen. Die Neuenburger waren angeführt vom Basler Leihprofi Geoffroy Serey im Mittelfeld deutlich aggressiver ans Werk gegangen als die in der ersten Halbzeit sehr zurückhaltenden Gäste. Bei denen hatte es offensichtlich keinen Stromstoss gegeben, man muss eher von einer Schwachstrom-Darbietung der Luzerner im ersten Match des Jahres 2019 sprechen. Unsortiert präsentierte sich die Abwehr, als Xamax-Mittelfeldmann Max Veloso in der 25. Minute einen Freistoss aus über 30 Metern Entfernung in den Luzerner Strafraum schlug. Mittelstürmer Kemal Ademi lenkte den Ball mit dem ausgestreckten rechten Fuss zum 1:0 ins Tor, Innenverteidiger Lucas Alves stand als Zuschauer daneben. Eine Viertelstunde später schaffte es Linksaussen Pascal Schürpf vor dem eigenen Sechzehner nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Stattdessen passte er in die Füsse von Serey Die, der Raphael Nuzzolo bediente. Der Xamax-Topskorer liess gleich drei Luzerner stehen und schoss zwischen den Beinen von Innenverteidiger Lazar Cirkovic hindurch platziert zum 2:0 ein. Weiler sprach später von einer Vorentscheidung in diesem ungleichen Duell. Auf der einen Seite stand Xamax, das unbedingt die drei Punkte wollte, auf der anderen Seite der FCL, der ein bisschen mitspielte. Weiler: «Wir hatten Schwierigkeiten in der ersten Halbzeit, waren weniger aufsässig als Xamax, so haben wir dem Gegner zu viele Freiheiten gelassen.»

Erst mit den Einwechslungen der Stürmer Blessing Eleke (46. für Schürpf) und Shkelqim Demhasaj (64. für Christian Schneuwly) kam bei Luzern Leben in die Offensive. Die sonst uninspirierten Innerschweizer hatten vor der Pause einzig dank Flügel Ruben Vargas und Aussenverteidiger Silvan Sidler vereinzelt gute Aktionen. Doch weil später Demhasaj am starken Xamax-Goalie Laurent Walthert scheiterte (71.) und Vargas sich den Ball kurz darauf zwar ­optimal präparierte, dann aber in den Nachthimmel schoss (73.), reichte es am Schluss nur zum 1:2-Anschlusstreffer. Für dieses einzige FCL-Erfolgserlebnis am gestrigen Tag zeichnete der sonst unter Form spielende Mittelfeldmann Marvin Schulz verantwortlich. Er schloss eine schnelle Kombination über Demhasaj und Vargas in der 80. Minute ab.

Bereits am Mittwoch (18.45 Uhr) folgt das Heimspiel gegen Sion. Dann wird Mittelfeldspieler Simon Grether gesperrt fehlen. Der sonst abgeklärte Basler holte sich gestern zu allem Ungemach mit Fouls die gelb-rote Karte (78./84.).

Die Tore:

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