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Luzerns praktisch unmöglicher Spagat

Daniel Wyrsch
«In den nächsten zehn Tagen ist die athletische und konditionelle Arbeit wichtig.» sagt FCL-Captain Claudio Lustenberger.

«In den nächsten zehn Tagen ist die athletische und konditionelle Arbeit wichtig.» sagt FCL-Captain Claudio Lustenberger.

Beim FCL-Trainingsauftakt regnete es am Mittwochmorgen in Strömen. Nur eine Handvoll Zaungäste und zehn Medienschaffende standen am Kunstrasen auf der Allmend-Süd. Die erste Übungseinheit leitete wie vom Verein angekündigt der bisherige Assistent von Ex-Cheftrainer Gerardo Seoane, Michael Silberbauer, zusammen mit U21-Coach Michel Renggli. Der frühere Luzern-Captain Renggli hatte schon in der Vergangenheit immer mal wieder das ehemalige Trainerduo Markus Babbel/Patrick Rahmen unterstützt. Im Januar war der 38-Jährige auch mit dem damaligen Neo-Cheftrainer Seoane ins Trainingslager nach Marbella geflogen, um die Mannschaft zu trainieren.

Die Erfahrung und Abgeklärtheit von Renggli ist gerade jetzt in dieser ungemütlichen Lage ohne Cheftrainer Gold wert für den FC Luzern. Er war denn auch der einzige Protagonist, der in den Trainingspausen mit launigen Sprüchen ein Lächeln in die Gesichter der Spieler zauberte. Sonst war die Stimmung nicht nur wegen des Wetters doch eher trist.

Trainingsstart des FCL unter der Leitung von Michael Silberbauer (rechts) und Michel Renggli. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Dave Zibung (links) bespricht sich mit Goalie-Trainer Lorenzo Bucchi. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Michael Silberbauer (links) im Gespräch mit Christian Schneuwly. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Lockeres Einlaufen zum Trainingsauftakt. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
U21-Torhüter Nicolas Staubli (19) trainierte am Mittwoch mit der 1. Mannschaft mit. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))

Michael Silberbauer bespricht sich mit Investor Marco Sieber. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Christian Schneuwly, Yannick Schmid, Claudio Lustenberger, Shkelqim Demhasaj, Christian Schwegler und Lucas Alves beim Lauftraining. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Ruben Vargas (links) gegen Pascal Schürpf. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Stefan Wolf (links) gegen Daniel Follonier (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Haben sichtlich Spass: Ruben Vargas (links) und Lucas Alves (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Oliver Custodio, Pascal Schürpf und Simon Grether (von links). (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Assistenztrainer Michael Silberbauer (links) und Christian Schwegler (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
(Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 13. Juni 2018))

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Trainingsauftakt beim FC Luzern

In den letzten drei Wochen hat der Vorsaison-Dritte der Super League einen qualitativen Aderlass erlebt, der wohl seinesgleichen in der gesamten 117-jährigen FCL-Geschichte sucht. Mit Mittelfeldchef Hekuran Kryeziu (25, zum Cupsieger FC Zürich), Trainer Gerardo Seoane (39, zum Titelverteidiger YB) und schliesslich vorgestern Torhüter Jonas Omlin (24, zum FC Basel) haben gleich drei Erfolgssäulen der Rückrunde ihren Heimatverein verlassen.

Vision 2021 mit dem Slogan «Pokale feiern» geht kaum auf

Die Hiergebliebenen machten gute Miene zum bösen Spiel. Sportchef Remo Meyer (37) wurde gefragt, ob der Spagat zwischen «Ausbildungsverein», der die besten Leute ziehen lassen müsse, und «Titelanspruch» (gemäss Vision 2021: «Wir wollen Pokale feiern») überhaupt zu schaffen sei. Er antwortete, dass Titelvisionen für ihn selbstverständlich seien: «Ich probiere immer, die sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir möglichst erfolgreich sein können.»

Captain Claudio Lustenberger (31) verbreitete gute Stimmung: «Unsere gute Rückrunde ist immer noch präsent.» Er sei motiviert, nach dreieinhalb Wochen Ferien wieder ins Training einzusteigen. Zudem hätten sie vor einem Jahr mit Goalgetter Marco Schneuwly und Markus Neumayr ebenfalls zwei wichtige Stützen verloren. «Schliesslich konnten wir diese Abgänge damals auch kompensieren.» Und wegen des fehlenden Cheftrainers würde er sich jetzt nicht den Kopf zerbrechen. «In den nächsten zehn Tagen ist die athletische und konditionelle Arbeit wichtig, jeder Spieler muss physisch in Form kommen.» Da sei die Präsenz des Chefcoaches noch nicht gefragt. «Danach ist es sicher gut, wenn wir bald wissen, wer unser neuer Trainer ist», meinte Lustenberger. (dw)

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