Margiotta ist gegen YB erneut Ersatz - darum verzichtet Häberli auf den FCL-Topskorer

Obwohl der Italiener Francesco Margiotta mit drei Toren und fünf Assists der Topskorer des FC Luzern ist, wird er am Samstag gegen den Meister Young Boys trotz zahlreichen gesperrten und verletzten Luzern-Profis zu Spielbeginn wieder auf der Ersatzbank sitzen.

Daniel Wyrsch
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Francesco Margiotta (26) war im vergangenen Sommer der Königstransfer von FCL-Sportchef Remo Meyer. Doch am Samstag (19.00) im Match in Bern gegen den Tabellenführer YB wird der Ex-Lausanner gemäss Trainer Thomas Häberli zum dritten Mal hintereinander nur Ersatzspieler sein. Dabei fallen mit den verletzten Christian Schwegler, Otar Kakabadse, Marvin Schulz und Tsiy Ndenge sowie den gesperrten Idriz Voca, Silvan Sidler und Blessing Eleke sechs bis sieben Stammkräfte aus.

Offensivkraft Francesco Margiotta spielt gerade keine Hauptrolle beim FCL.

Offensivkraft Francesco Margiotta spielt gerade keine Hauptrolle beim FCL.

Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 9. November 2019)

«Er bleibt für uns ein wichtiger Offensivspieler, aber er passt nicht zum Defensivspiel, das wir derzeit praktizieren müssen», begründet Häberli die erneute Reservistenrolle seines besten Skorers. Margiotta leide unter der aktuellen Personalsituation. Vor allem der defensive Mannschaftsteil sei immer wieder von Verletzungen betroffen. Bei den Gesperrten ist mit Eleke aber auch ein Stürmer, der in Bern seine zweite Spielsperre absitzt und im letzten Vorrundenmatch am Sonntag in einer Woche zu Hause gegen den FC Basel wieder einsetzbar ist.

Häberli erklärt Margiotta die derzeitige Ersatzrolle nicht

Hat Thomas Häberli, dessen Jobsicherheit nach fünf Niederlagen in Serie und dem Abrutschen auf Tabellenplatz 8 nicht eben gross ist, mit Francesco Margiotta über dessen neue Rolle auf der Bank gesprochen?

«Nein, er weiss es, er ist Profi-Fussballer», antwortet Häberli.

Für Beobachter ist diese Art Zusammenarbeit zwischen Trainer und Leistungsträger erstaunlich, insbesondere, weil der Turiner Margiotta gerade alles andere als einen glücklichen Eindruck macht.