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Interview

Sportkoordinator Remo Meyer: «Die Spieler sind Profi genug»

Der FC Luzern hat die Vorbereitung auf die neue Saison ohne Cheftrainer und ohne Torhüter Nummer 1 aufgenommen. Sportkoordinator Remo Meyer beantwortet die zehn brennendsten Fragen zur ungemütlichen Situation des Super-League-Klubs.
Daniel Wyrsch
Sportchef Remo Meyer steht beim FCL-Trainingsstart den Medien Rede und Antwort. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))

Sportchef Remo Meyer steht beim FCL-Trainingsstart den Medien Rede und Antwort. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))

Ohne Cheftrainer den Trainingsauftakt für die nächste Saison zu bestreiten, ist das unangenehm und setzt kein positives Signal an die Spieler und Mannschaft?

Überhaupt nicht, ich habe ein Trainerteam mit Michel Renggli, Michael Silberbauer, Christian Schmidt und Lorenzo Bucchi, das toll zusammenarbeitet und dem wir vertrauen. Der Trainingsbetrieb ist gesichert. Wir arbeiten die ersten zehn Tage im physischen Bereich. Die Spieler sind Profi genug, die wissen, dass nun die körperlichen Grundlagen für die Saison geschaffen werden. Für sie und uns ist es zurzeit nicht entscheidend, wann der neue Cheftrainer kommt. Das kann in einem Tag, in fünf oder in zehn Tagen sein. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen. Wichtig ist, dass wir den richtigen Mann nach Luzern holen. Wir müssen vom Trainer überzeugt sein, er muss zu uns passen. Der Entscheid muss reifen.

Michael Silberbauer, der bisherige Assistent von Ex-Cheftrainer Gerardo Seoane, und U21-Coach Michel Renggli sind nicht im Besitz der geforderten Uefa-Pro-Lizenz. Also könnten beide nicht zum Cheftrainer befördert werden?

Es wird keiner unserer eigenen Coaches zum Trainer der Super-League-Mannschaft ernannt. Michael Silberbauer ist an der Ausbildung zur Uefa-Pro-Lizenz, er wird nicht unser neuer Cheftrainer.

Es hat Absagen gegeben. So haben sich der frühere FCL-Meisterspieler Stefan Marini sowie der Ex-Profi Thomas Häberli aus Ballwil entschieden, beim Verband und beim FC Basel zu bleiben. Suchten Sie zuerst am falschen Ort?

Von Absagen sprechen die Medien. Ich weiss am besten, mit wem ich gesprochen habe. Ich weiss am besten, ob jemand ein Angebot bekommen hat. Bis jetzt habe ich keinen Trainer dem Verwaltungsrat als Nachfolger von Gerardo Seoane vorgeschlagen.

Trainingsstart des FCL unter der Leitung von Michael Silberbauer (rechts) und Michel Renggli. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Dave Zibung (links) bespricht sich mit Goalie-Trainer Lorenzo Bucchi. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Michael Silberbauer (links) im Gespräch mit Christian Schneuwly. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Lockeres Einlaufen zum Trainingsauftakt. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
U21-Torhüter Nicolas Staubli (19) trainierte am Mittwoch mit der 1. Mannschaft mit. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))

Michael Silberbauer bespricht sich mit Investor Marco Sieber. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 13. Juni 2018))
Christian Schneuwly, Yannick Schmid, Claudio Lustenberger, Shkelqim Demhasaj, Christian Schwegler und Lucas Alves beim Lauftraining. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Ruben Vargas (links) gegen Pascal Schürpf. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Stefan Wolf (links) gegen Daniel Follonier (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Haben sichtlich Spass: Ruben Vargas (links) und Lucas Alves (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Oliver Custodio, Pascal Schürpf und Simon Grether (von links). (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
Assistenztrainer Michael Silberbauer (links) und Christian Schwegler (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 13. Juni 2018))
(Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 13. Juni 2018))

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Trainingsauftakt beim FC Luzern

Sie stehen aber in Gesprächen und haben einen Plan?

Ich habe einen Plan, ich bin in intensiven Gesprächen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich auf einem guten Weg bin, damit wir bald den neuen Trainer verpflichten können.

Wie sieht das Profil des künftigen FCL-Coaches aus?

Der Trainer muss sicher von seiner Persönlichkeit her zum Verein passen. Er muss die Mannschaft weiterentwickeln und die einzelnen Spieler weiterbringen. Vor allem die jungen Spieler muss er ausbilden und weiterentwickeln. Ob er ein junger oder ein alter Coach, einer aus der Schweiz oder aus dem Ausland ist, das ist nicht so entscheidend.

Stammtorhüter Jonas Omlin wechselte zum FC Basel. Sucht Luzern eine neue Nummer 1?

Fakt ist, dass wir einen neuen Goalie ­holen wollen. Priorität hat aber jetzt die Verpflichtung des Cheftrainers. Mit ihm möchte ich mich gerne austauschen, ­darum schieben wir die Wahl des neuen Torhüters etwas hinaus.

Könnte der langjährige Stammgoalie David Zibung wieder zum Thema für die Nummer 1 werden?

Dave ist sicher ein sehr wichtiger Bestandteil des Teams, ob nun als Nummer 1 oder als Nummer 2. Er hat seinen Job als Ersatztorhüter hinter Jonas Omlin die letzten eineinhalb Jahre hervorragend gemacht. Auch neben dem Platz hat sich David Zibung immer eingebracht. Tatsache ist, dass wir einen Torhüter holen. Plan A ist, dass dieser Zuzug in Zukunft unsere neue Nummer 1 wird.

Der 20-jährige Keeper Simon Enzler nahm am FCL-Traingsauftakt teil. Wird er in der neuen Saison an den SC Kriens ausgeliehen?

Es ist geplant von uns, zusammen mit Simon, dass er in der Challenge League Spielpraxis sammeln und Rhythmus holen soll. Allerdings sind die Formalitäten noch nicht erledigt. Für Simon Enzler wird sich bei uns jedoch nichts ändern, wenn wir einen neuen Goalie holen und die Positionen 1 und 2 besetzt sind.

Von aussen hat man den Eindruck, dass der FCL anders als die Topklubs YB und Basel erst reagiert, wenn ein herausragender Profi wie Jonas Omlin abgeworben wird. Seit wann suchen Sie Omlins Nachfolger?

Wir sind seit letzten Sommer und seit der Winterpause daran, einen Torhüter zu finden. Wir haben die Entwicklung von Jonas Omlin natürlich auch gesehen, während bei David Zibung der Vertrag im nächsten Sommer ausläuft.

Warum hat man den Vertrag mit Konditionstrainer Christian Schmidt letzten Herbst ohne Bekanntgabe um drei Jahre verlängert?

Wir sind sehr zufrieden mit Christian, er hat unser volles Vertrauen, bereits vorher hatte er einen Dreijahresvertrag. Beim Konditionstrainer haben wir eine ganz andere Strategie, da verfolgen wir immer eine mehrjährige Planung. Mit einem Cheftrainer hat das nichts zu tun, er arbeitete mit Seoane gut zusammen.

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