Murat Yakins Erfolg, Urs Fischers Mühe

Der FC Luzern muss gegen den FC Zürich nachlegen, wenn die Zentralschweizer den FC Basel wieder von der Spitze verdrängen wollen. FCZ-Trainer Urs Fischer spricht Klartext und will gegen den FCL zuschlagen.

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FCL-Trainer Murat Yakin (links) und FCZ-Trainer Urs Fischer. (Bild: Neue LZ / Keystone)

FCL-Trainer Murat Yakin (links) und FCZ-Trainer Urs Fischer. (Bild: Neue LZ / Keystone)

Mit einer leichten Aufgabe kann der FCL nicht rechnen. Die Defensiv-Künstler der Liga – nur sieben Gegentore in 13 Spielen – werden einem Kontrahenten gegenüber stehen, der sich mit aller Kraft aus der schwierigen Situation manövrieren will. «Wir wollen am Sonntag zuschlagen», kündigt FCZ-Coach Urs Fischer an. Luzerns Top-Klassierung überrascht ihn nicht: «Wer dort steht, hat nicht einfach nur Glück. Das ist kein Zufall, da muss Qualität vorhanden sein.»

Fischers klare Worte

Da sind die Sorgen von Urs Fischer selbstredend weitaus grösser als jene von Murat Yakin. Derweil der erfolgreiche FCL-Trainer zuletzt vor allem die (positiven) Spekulationen um seine (FCB-)Zukunft eindämmen musste, stand Fischer abermals im Bannstrahl der Kritiker. Auf einigen Portalen wurde die Frage aufgeworfen, wie lange er noch tragbar sei.

Ab und an fällt es dem FCZ-Coach schwer, die Kommentare der Beobachter zu akzeptieren: «Ich lasse es nicht zu, dass Leistungen von uns bewusst schlechtgeredet werden. Das stört mich gewaltig.» Die Vorstellung gegen Basel (0:1) sei unterbewertet worden. «Und in Thun wurden wir nicht dominiert. Gewonnen hat dort neben uns übrigens nur der FC Sion.»

Er beschönige überhaupt nichts. «Wir sind nach dem 2:0 in Thun auch nicht erleichtert. Wir konnten nur etwas ausschnaufen, mehr nicht.» Fischer ist trotz der Krise überzeugt, die Situation einigermassen entschärfen zu können. «Ich erreiche das Team nach wie vor. Und um genau das geht es.» Den Support des Präsidenten und Sportchefs schätzt Fischer, aber von übertriebenem Protektionismus will er nichts wissen: «Sie werden schon ihre Gründe haben, sich so zu verhalten. Das hat doch nichts mit meiner Vergangenheit zu tun!»

si

Hinweis:
Luzernerzeitung.ch berichtet ab 16 Uhr live vom Spiel des FC Luzern in Zürich.