NEUES STADION: FCL: Bis Sommer 2010 in den «Hexenkessel»?

Wenn der FCL eineinhalb Saisons auswärts spielt, sparen die Allmend- Investoren Millionen. Dafür zahlen sie auch etwas an die Kosten der Auslagerung.

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FCL-Goalie Dave Zibung: «Eine optimale Lösung». (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

FCL-Goalie Dave Zibung: «Eine optimale Lösung». (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Eineinhalb Saisons lang (von Frühling 2009 bis Sommer 2010) wird der FC Luzern seine Heimspiele in einem Ausweichstadion austragen. Dafür kann er viel früher als geplant, nämlich schon am 31. Juli 2010, in den Stadion-Neubau auf der Allmend einziehen. Was unsere Zeitung am Mittwoch meldete, stösst bei den FCL-Spielern auf grosses Interesse und Zustimmung.

«Für mich ist das eine optimale Lösung», sagt FCL-Captain und -Goalie Dave Zibung. «So erhalten wir unser neues Stadion mehr als ein Jahr früher als geplant; und in einem Ausweichstadion haben wir eine viel bessere Atmosphäre, als wenn wir während der Bauarbeiten in einem Provisorium auf der Allmend weiterspielen müssten.»

Noch keine offizielle Anfrage
Als Ausweichstadion steht für FCL-Präsident Walter Stierli das Gersag in Emmenbrücke im Vordergrund. «Wir sind orientiert, haben aber noch keine offizielle Anfrage erhalten», sagt dazu Emmens Finanzdirektor Urs Dickerhof. «Eine Anfrage kann erst nach weiteren vertieften Abklärungen erfolgen», erklärt Walter Stierli. Wie reagiert der 1.-Liga-Club FC Emmenbrücke auf das mögliche temporäre Gastrecht des grossen FCL? «Wir wollen zunächst wissen, wie weit unser eigener Betrieb eingeschränkt wird», sagt FCE-Präsident Bruno Rogger.

Das Gersag-Stadion bietet zurzeit 3000 Stehplätze und 523 Sitzplätze an. Laut Stierli wäre mit provisorischen Tribünen ein Ausbau auf 8500 Plätze (3500 Sitzplätze, 5000 Stehplätze) möglich. Die FCL-Eintrittspreise wären im Gersag die gleichen wie heute auf der Allmend, sagt Stierli: «Eine Ermässigung liegt nicht drin, im Vergleich zu anderen Spitzenklubs haben wir heute schon moderate Preise.» Einen Rabatt wird es auch für die rund 3000 Saisonkarten-Inhaber nicht geben. «Wir können ihnen im Ausweichstadion aber einen Sitzplatz garantieren», sagt Stierli. Für Matchbesucher ohne Saisonkarte stehen die diesbezüglichen Chancen deutlich schlechter als auf der Allmend, wo es 6000 Sitzplätze gibt. Stierli: «Möglich, dass im Ausweichstadion keine Sitzplätze mehr in den freien Verkauf kommen.»

Geschenk an Emmen
Gemäss dem FCL-Präsidenten kostet der notwendige Ausbau der Gersag-Stadioninfrastruktur rund 5 Millionen Franken. Darin inbegriffen ist eine den Anforderungen der Super League genügende Flutlichtanlage für fast 1 Million Franken. «Wir würden sie der Gemeinde Emmen als Besitzerin des Gersag-Stadions schenken», verspricht der FCL-Präsident. Er schwärmt geradezu von den Vorzügen des Gersag-Stadions: «Das wird ein Hexenkessel.»

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.