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Neuling Tsiy William Ndenge fühlt sich beim FCL bereits wohl

Der FC Luzern leiht Valeriane Gvilia in der Rückrunde an Polens Erstligisten Gornik Zabrze aus. Mit Tsiy William Ndenge dürfte ein anderer Mittelfeldspieler im Trainingslager in Marbella richtig Fuss fassen.
Daniel Wyrsch, Marbella
Dynamischer Tsiy William Ndenge am Freitag im ersten Training auf der Anlage im La Cala Golfhotel Spa de Mijas (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (11. Januar 2019)

Dynamischer Tsiy William Ndenge am Freitag im ersten Training auf der Anlage im La Cala Golfhotel Spa de Mijas (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (11. Januar 2019)

Tsiy William Ndenge (21) musste während des Interviews am Flughafen herzhaft lachen. Seine Luzerner Mitspieler Lucas Alves, Ruben Vargas und Marvin Schulz hatten ihm schmunzelnd zugehört, wie er unserer Zeitung ein Interview gab. Ndenge bestätigte den Eindruck: «Wir haben es gut miteinander, in unserem Team hat es lustige, positive Leute.»

Er habe sich in der Mannschaft des FC Luzern sofort wohl gefühlt, sagte Ndenge. Dabei war die erste Zeit nach seinem Transfer von Borussia Mönchengladbach zum FCL schwierig für den Mittelfeldspieler, der im defensiven wie im offensiven Zentrum eingesetzt werden kann. Noch während der Vorbereitung im Sommer bei Gladbach hatte er einen Innenbandanriss erlitten. Aufgrund der Diagnose nahm er die Verletzung als eher harmlos wahr. Dabei täuschte sich der frühere deutsche U20-Nationalspieler mit kamerunischen Wurzeln. «Ich wollte im Training zu früh zu viel, so musste ich in Luzern gleich zweimal unerwartete Rückschläge hinnehmen.»

Zeit der Verletzungen soll endlich vorbei sein

Erst seit dem Jahresanfang 2019 kann Ndenge nun uneingeschränkt alle Übungen mitmachen. «Ich bin froh darüber, gleichzeitig hoffe ich, dass die Zeit der Blessuren vorüber ist.»

Am letzten Dienstag gab Tsiy William Ndenge gar seinen Einstand im FCL-Dress. Bei der 1:2-Niederlage auf dem Krienser Kunstrasen zeigte er eine ordentliche Leistung. Der 1,88 Meter grosse Fussballer mit athletischer Postur und guter Technik strahlt auf und neben dem Platz eine positive Präsenz aus. «Wir werden an Tsiy noch viel Freude haben», hatte Sportchef Remo Meyer fast schon gebetsmühlenhaft wiederholt, als er im Herbst oft auf den Dauerabwesenden Ndenge angesprochen wurde. Der Mittelfeldmann selbst meinte über seine ersten 45 Minuten beim FCL: «Ich habe schon gemerkt, dass ich lange weg war. Trotzdem war es schön, endlich wieder auf dem Platz zu stehen und mitzuspielen.»

Die Spiele seines neuen Arbeitgebers hatte er zur Genüge von der Tribüne anschauen müssen. «Wie alle anderen in der Mannschaft, möchte ich am 3. Februar beim Rückrundenstart zu Hause gegen Sion auf dem Feld stehen», beantwortete er die entsprechende Frage mit der Zurückhaltung eines Teamplayers. Der Durchbruch bei Gladbach schaffte er nicht, statt Bundesliga kickte er in der niederländischen Ehrendivision bei Roda Kerkrade. Die gesamte Vorsaison spielte er durch, erzielte zwei Tore und gab zwei Assists. Doch stieg er mit Roda ab. Im Camp in Marbella will er beim FCL Fuss fassen. Er freut sich auf das angenehme Klima in Südspanien, «aber ich hätte auch auf Schnee weitertrainiert. Was zählt, ist beschwerdefrei sein.»

Tsiy William Ndenge auf dem Weg zum Golfhotel, wo die Luzerner bis nächsten Freitag untergebracht sind. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Mijas, 11. Januar 2019))

Tsiy William Ndenge auf dem Weg zum Golfhotel, wo die Luzerner bis nächsten Freitag untergebracht sind. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Mijas, 11. Januar 2019))

Weiler: «Gvilia hat seine Chancen nicht genutzt»

Gar nicht mehr ins Trainingslager gereist ist Valeriane «Vako» Gvilia (24). Wie von unserer Zeitung angekündigt , wechselt der georgische Internationale per sofort leihweise zum polnischen Erstdivisionär Gornik Zabrze. Bis im Sommer soll der zentrale Mittelfeldmann in Polen zu Spielpraxis kommen. Gvilia kämpft lieber in Osteuropa beim Vorletzten Gornik Zabrze (Platz 15 von 16 Clubs) gegen den Abstieg, als in Luzern unter Weiler eine weitere Halbsaison nur vereinzelt zum Einsatz zu kommen.

René Weiler ist ein kompromissloser Trainer, er sagte auf dem Hinflug nach Malaga: «Gvilia hat seine Torchancen nicht genutzt. Sonst wäre vielleicht alles anders gelaufen, und er hätte sich im Erfolgsfall dank wachsendem Selbstvertrauen wohl durchgesetzt.» Letztlich sei der Spieler, der in Luzern noch einen bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag hat, an der grossen Konkurrenz im Mittelfeldzentrum gescheitert, erklärte Weiler.

Der Kampf um die Plätze im Mittelfeld heizt nun Ndenge noch mehr an. Er, der seinen ersten Vornamen Tsiy über der Rückennummer 13 trägt, «weil das ein besonderer und seltener Name ist», wie er mit Stolz feststellt.



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