Proschwitz: Keine Sekunde für den FC Luzern

Ein geglückter Transfer sieht anders aus! Der FCL holt Nick Proschwitz, damit dieser 10, 12 Tore schiessen soll. Doch Proschwitz wird wohl gar nicht spielen.

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Der FC Luzern hatte den 24-jährigen deutschen Stürmer Nick Proschwitz bereits für die kommende Saison engagiert, als Trainer Rolf Fringer Anfang Mai entlassen wurde. Damit fiel Proschwitz unerwartet zwischen Stuhl und Bank: Denn Fringer-Nachfolger Murat Yakin setzt nicht auf Proschwitz, dessen Trainer er zuletzt beim FC Thun war. «Wir wollen Proschwitz an einen anderen Klub abgeben oder mindestens ausleihen», sagt FCL-Präsident Walter Stierli, «die Leih-Klausel haben wir bei jedem Spieler im Vertrag.» Das lässt darauf schliessen, dass Proschwitz keine Sekunde für den FC Luzern spielen wird. Stierli: «Tendenziell ist das richtig.»

Proschwitz, der 1,92 m grosse, kopfballstarke Mittelstürmer, der letzte Saison in der Super League acht Tore für den FC Thun und ein Jahr zuvor mit 23 Treffern für den FC Vaduz Torschützenkönig in der Challenge League wurde, weilt zurzeit im bayrischen Oberfranken bei seinen Eltern in den Ferien. Am Telefon gibt sich Proschwitz, an dem gemäss «Blick» inzwischen Aufsteiger Servette grosses Interesse haben soll, zugeknöpft, sagt zuerst nur: «Keine Ahnung, was der FCL mit mir vorhat. Da müssen Sie den Trainer fragen.»

Und das sagt Trainer Muratt Yakin zum «Fall Proschwitz»: «Es ist nichts anderes als fair von mir, dass ich Proschwitz die schwierige Situation erklärt habe. Da er in Thun einer meiner Spieler war, weiss ich ganz genau, was er zu bieten hat.» Von den anderen FCL-Spielern müsse er sich jetzt zuerst ein Bild machen. «Das wird auch für mich spannend. Schliesslich wird es für mich sehr schnell darum gehen, ein Kader von 28, 29 Spielern auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren», sagt Yakin. Proschwitz wird einer jener Spieler sein, die aus dem Kader fallen dürften.

Turi Bucher

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.