RANDALE: Stadionbetreiber starten externe Untersuchung

Nach den Randalen während des Fussballspiels YB - FC Luzern vom vergangenen Sonntag leiten die Stadionbetreiber und der Verein BSC YB eine externe Untersuchung ein. Die Vorkommnisse sollen lückenlos aufgeklärt werden.

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Das Stade de Suisse, wo sich der Vorfall abspielte. (Bild Michael Buholzer/Neue LZ)

Das Stade de Suisse, wo sich der Vorfall abspielte. (Bild Michael Buholzer/Neue LZ)

Aufgrund der verschiedenen Aussagen und trotz vorhandener Videobilder könne keine schlüssige Analyse der Vorkommnisse gemacht werden, teilte die BSC Young Boys Betriebs AG am Donnerstagabend mit. Wer die Untersuchung in welchem Umfang leiten soll war nicht in Erfahrung zu bringen.

Mehrere Verletzte
Am Sonntag während des Spiels YB - FCL hatten die Betreiber des Stade de Suisse die Sicherheitsleute im Stadion dazu aufgefordert, im Gästesektor ein Plakat zu entfernen. Dabei kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit den Fans des FC Luzern.
Mehrere Personen wurden verletzt.

Auf dem Plakat stand «www.nein-zu-polizeiwillkür.ch». Diese Internetseite wirbt für das Referendum gegen den Beitritt des Kantons Luzern zum Anti-Hooligan-Konkordat.

Plakatentfernung «falsch»
Gemäss dem Präsidenten der Fankommission der Swiss Football League, Jörg Häfeli, war der Einsatz der Sicherheitsleute korrekt. Falsch sei es hingegen gewesen, diese anzuweisen, das Plakat zu entfernen. Zu diesem Schluss war Häfeli nach der Visionierung von Videobildern vergangenen Mittwoch gekommen.

Am gleichen Tag erklärten die Stadionbetreiber, der Auftrag an die Sicherheitsleute sei unverhältnismässig gewesen. Sie würden das Geschehene bedauern. Die United Supporters Luzern ihrerseits kündigten Strafanzeigen gegen die Protectas an. Protectas ist die Sicherheitsfirma, die für die Stadionbetreiber arbeitet.

sda