Sawiris zur FCL-Pattsituation: «Wenn es nicht mehr geht, muss man sich trennen»

FCL-Aktionär Samih Sawiris hat sich zu der vertrackten Situation im Verwaltungsrat des FC Luzern geäussert. Für ihn ist klar: Der Moment der Trennung ist gekommen. Nun müssten alle Beteiligte zum Wohl des FCL handeln.

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Samih Sawiris konnte die Wogen nicht glätten in der Teppich-Etage des FCL. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Andermatt, 21. April 2017)

Samih Sawiris konnte die Wogen nicht glätten in der Teppich-Etage des FCL. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Andermatt, 21. April 2017)

(stp) Im Verwaltungsrat des FC Luzern herrscht eisige Stimmung, nachdem Ende Oktober durchsickerte, dass vier von sechs Verwaltungsräte zurückgetreten sind. Der gordische Knoten hat sich seit diesem grossen Knall noch immer nicht gelöst.

Es ist klar: Das oberste Organ des FCL ist blockiert. Dies sieht auch Samih Sawiris so – einer der FCL-Hauptaktionäre. Am Freitagnachmittag sagte er gegenüber Blick, dass die Fronten nach wie vor verhärtet sind – und eine Verbesserung der Lage nicht in Sicht ist: «Ich bin eigentlich ein guter Mediator und Vermittler. Und ich war lange der Überzeugung, dass ich diesen Konflikt lösen kann». Das sich die Situation noch nicht verbessert hat, ist für ihn stossend. Sawiris kommt entsprechend zum Schluss:

«Es ist wie in einer Ehe. Wenn es nicht mehr geht, dann muss man sich trennen. Und an diesem Punkt sind wir.»

Grundsätzlich sei Sawiris für alle Möglichkeiten offen. Immerhin ginge es jetzt «nur noch um das Wohl des FC Luzern». Eine Möglichkeit ist für den ägyptisch-montenegrinischen Unternehmer allerdings undenkbar: «Ich möchte nicht Mehrheitsaktionär werden.» Weil Sawiris den Schweizer Pass nicht besitzt, wäre dies allerdings auch gar nicht möglich.

Kommentar

Dem FCL hilft nur Vernunft

Dramatik beim FC Luzern: Am Donnerstag wurden die Rücktritte von vier Verwaltungsratsmitgliedern bekannt. Findet man nicht einen Weg aus der vertrackten Situation, steht die Zukunft des Klubs auf dem Spiel.
Cyril Aregger