Seoane erteilt Absage – Zverotic überzeugt

Ex-FCL-Captain Gerardo Seoane (31) wechselt nicht zum FC Aarau, obwohl sich der FC Luzern mit dem Challenge-League-Verein über einen einjährigen Leihvertrag geeinigt hatte.

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Gerardo Seoane. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Gerardo Seoane. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Grund für die Absage Seoanes an den FC Aarau: Seoane wollte offenbar noch Handgeld. «Der Spieler verlangte einen zusätzlichen einmaligen Betrag, den wir finanziell nicht stemmen konnten. Solche Forderungen sind unüblich bei Leihverträgen», sagt Aarau-Sportkoordinator Urs Bachmann und ist «riesig enttäuscht», dass der Deal nicht zu Stande gekommen ist.

Enttäuschung hingegen reicht nicht aus, um die Gefühlslage von Walter Stierli zu beschreiben. Der FCL-Präsident ist wütend! «Das ist absolut inakzeptabel. Dieses Verhalten wird arbeitsrechtliche Konsequenzen haben», fährt Stierli mit schwerem Geschütz auf.
Seoane wird sich dadurch nicht so schnell beeindrucken lassen. Er hat einen gültigen Vertrag mit dem FCL bis 2014, und solange er alle Pflichten erfüllt, sitzt er am längeren Hebel.

Ein weiterer Interessent für Seoane ist momentan nicht in Sicht. Xamax-Sportchef Paolo Urfer stellt klar: «Gerardo Seoane spielt in unseren Überlegungen keine Rolle. Wir hatten keinen Kontakt.» Und so wird sich Seoane in naher Zukunft weiterhin darauf konzentrieren, die Trainingseinheiten mit der U 21 des FCL zu absolvieren.

Zverotic: Angebot von Leicester
Bei FCL-Aussenverteidiger Elsad Zverotic scheint hingegen alles rund zu laufen. Der Montenegriner, der mit dem FCL noch einen Vertrag bis zum Ende der heute beginnenden Super-League-Saison besitzt, hat die Verantwortlichen des englischen Zweitligisten Leicester City im Probetraining und in einem Testspiel überzeugt. Er kann mit einem Vertragsangebot rechnen. «Wir werden Zverotic nicht verschenken», gibt Stierli seiner Hoffnung auf eine angemessene Ablösesumme Ausdruck.

In Sachen Tomislav Puljic (27), der einen leistungsbezogenen Einjahresvertrag vom FCL auf dem Tisch liegen hat, hält Coach Rolf Fringer fest: «Unterschrieben ist noch nichts.»

skr