SICHERHEIT: FCL-Hochrisikospiele sollen alkoholfrei werden

Ab dem Herbst testet die Polizei bei als problematisch eingestuften Fussballspielen für ein Jahr ein Alkoholverbot. Auch der FCL soll mitmachen – oder aber für allfällige Einsatzkosten selber aufkommen.

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Beat Hensler, Präsident der Konferenz der Schweizer Polizeikommandanten. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Beat Hensler, Präsident der Konferenz der Schweizer Polizeikommandanten. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

«Wenn die Stadionbetreiber nicht mit uns zusammenarbeiten, dann wäre es sinnvoll, wenn sie die Polizeieinsätze künftig selber berappen», wird Beat Hensler, Präsident der Konferenz der Schweizer Polizeikommandanten, in der Gratiszeitung «.ch» zitiert.

Beim FCL, der gleichzeitig selber auch Stadionbetreiber ist, findet man das Alkoholverbot im Stadion bei Hochrisikospielen prinzipiell eine gute Sache. Mike Hauser, FCL-Verwaltungsrat, schränkt jedoch gegenüber «.ch» ein: «Wir werden daran nur teilnehmen, wenn noch andere Klubs mit von der Partie sind.»

Finanziell nicht tragbar
Von der Idee, die Polizeieinsätze, die gemäss Hensler Kosten von rund 100'000 Franken verursachen können, selber zu berappen, hält Hauser nichts, da dies finanziell gar nicht tragbar sei. So oder so werde man von Seiten des FCL alles daran setzen, um eine gute Zusammenarbeit mit der Polizei zu erreichen.

Stellt sich letztlich noch die Frage, welche Partien denn überhaupt als «Hochrisikospiele» einzustufen sind. «Das entscheiden wir kurzfristig und zusammen mit dem Stadionbetreibern», so Hensler. Diese hätten auch das letzte Wort: «Wir können den Verantwortlichen nichts befehlen.» Erste Gespräche mit den Stadionbetreibern sollen in den nächsten Wochen stattfinden.

scd