Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

So reagiert der FC Luzern

Stellungnahme Zu den Vorwürfen des Frauenvorstandes nimmt FCL-Kommunikationschef Max Fischer schriftlich Stellung. So habe die Integration auf die Saison 16/17 aus Sicht des FCL nicht stattgefunden, weil die finanzielle Unabhängigkeit nicht garantiert werden konnte. «Wenn die Vorstandsmitglieder, die jetzt sofort und zusammen zurücktreten, die Defizite decken, ist das zwar verdienstvoll, aber keineswegs eine nachhaltige Lösung», so Fischer. «Darunter verstehen wir regelmässige, gesicherte Einnahmen über einen längeren Zeitraum – zum Beispiel durch Sponsoren oder Werbepartner.»

Da dieser Nachweis nie geliefert werden konnte, seien seitens FCL auch nie Projektteams für den Integrationsprozess eingesetzt worden. Fischer bekräftigt, dass einzelne Investoren durchaus bereit gewesen wären, unabhängig von ihrem Engagement für die FCL Holding privat Geld einzuschiessen. «Aber diese Leute verlangten einen sauberen Businessplan mit Budget – den haben sie leider nie erhalten.» Wer diese Investoren sind, erläutert Fischer nicht.

Der Frauenvorstand gelangte ursprünglich mit einem Budget von 500 000 bis 750 000 an die FCL Innerschweiz AG respektive die FCL Holding AG. Die Zahlen bezogen sich auf alle vier Frauenteams im Spitzensport. Der FCL ist der Ansicht, für ein Nationalligateam reichten 150 000 Franken, 300 000 Franken seien schon ein «sehr schönes Budget». Er beruft sich dabei auf Aussagen von Franziska Schild, Ressortleiterin Mädchen- und Frauenfussball beim Schweizerischen Fussballverband. Nur mit mehr Geld könne man zwar einen Spitzenplatz anstreben, so Fischer. Aber wie bei den Männern gelte: «Irgendjemand muss das bezahlen.» Zur Vermutung des Frauenvorstandes, dass in erster Linie räumliche Gründe für die Nicht-Integration verantwortlich seien, schreibt Fischer: «Neben dem finanziellen Aspekt ist das Platzproblem auf der Allmend der Hauptgrund.»

Die harte Kritik am Frauenvorstand von CEO Marcel Kälin im «FCL Insider» – er bezeichnete den Rücktritt des Vorstands als «verantwortungslos» – relativiert Medienchef Fischer. «Einfach den Bettel hinschmeissen zeugt nicht von einer souveränen Haltung.» Das ändere aber nichts ­daran, dass auch der FCL die ­Verdienste und das finanzielle Engagement dieser Leute «ausserordentlich» schätze. (ca/reb)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.