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Valeriane Gvilia, der Spielgestalter mit Rückstand

Beim 4:2-Sieg des FCL gegen Lugano stand der Georgier Valeriane Gvilia wieder in der Startelf. Anders als einige Fans kann er verstehen, dass er in den ersten beiden Spielen auf der Bank sass.
Raphael Gutzwiller
«Es geht nicht um meine Leistung», sagt Valeriane Gvilia. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 4. August 2018))

«Es geht nicht um meine Leistung», sagt Valeriane Gvilia. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 4. August 2018))

Es war eine grosse Erleichterung spürbar bei den Spielern des FC Luzern in den Katakomben der Swisspor-Arena am Samstagabend. Endlich waren die ersten Punkte der Saison da. Soeben hatte der FCL den FC Lugano mit 4:2 besiegt. Es war der erste Sieg unter dem neuen Trainer René Weiler. Die Spieler klatschten sich ab, machten Witze, die Stimmung war gelöst.

Als Valeriane Gvilia auf die wartenden Journalisten zulief, strahlte er übers ganze Gesicht. Der georgische Internationale hatte beim Sieg gegen Lugano zwar wenig spielentscheidende Offensivaktionen, er war in anderen Partien seit seiner Verpflichtung im Winter auch schon auffälliger gewesen. Aber dennoch war dieses Spiel eine grosse Genugtuung für den 24-Jährigen gewesen. Endlich stand er in der Startelf. Er war der prominenteste Ersatzspieler des FC Luzern gewesen in den ersten beiden Saisonpartien. Gegen Xamax (0:2) sass er 90 Minuten auf der Bank, gegen Thun (1:2) wurde er eingewechselt.

«Ich habe einfach weitergearbeitet»

Aus Fan-Kreisen wurde der neue Trainer Weiler denn auch bereits dafür kritisiert, dass er den Winter-Königstransfer auf der Bank schmoren liess. Der Künstler im FCL-Mittelfeld sagte nach dem Spiel selber, dass er sich gar nicht gross damit beschäftigt habe. Stattdessen verwies der georgische Nationalspieler darauf, dass er Anfang Juni noch Test-Länderspiele bestritten habe. «Deshalb bin ich erst zwei Wochen später in die Vorbereitung eingestiegen, ich hatte deshalb einen Rückstand. Und zum Saisonstart war ich sicher noch nicht bei 100 Prozent. Deshalb konnte ich die Entscheidung des Trainers verstehen und habe fleissig weitergearbeitet», sagte Gvilia.

Der Spielgestalter mit grossem technischen Talent war gegen Lugano nicht ganz so auffällig, wie etwa noch in der Rückrunde unter Gerardo Seoane. Aber das war ihm nach dem Spiel egal. «Es geht nicht um meine Leistung, wichtig ist, dass wir gewonnen haben», sagte Gvilia, dessen Englisch inzwischen beinahe akzentfrei ist. Noch im März hatte er für die Interviews einen russisch sprechenden Übersetzer benötigt. Und er sagt sogar: «Ich kann auch ein bisschen deutsch. Aber das Interview machen wir lieber auf Englisch.»

Zu seiner Rolle im Team gefragt, erklärt der spielstarke Techniker, dass er sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellen möchte. «Mein Ziel ist es, der Mannschaft zu helfen.» So wie er das sagt, glaubt man ihm, dass es sich nicht nur um eine Floskel handelt. In der erfolgreichen Rückrunde unter Seoane galt Gvilia neben den defensiv denkenden Zentralen Idriz Voca und Hekuran Kryeziu als offensiver Spielgestalter. Die beiden Luzerner Eigengewächse hielten dem Georgier den Rücken frei. Trainer Weiler ist dagegen weniger Fan davon, zwei klassische Sechser aufzustellen. Nach dem Abgang von Kryeziu nominiert er auf dieser Position Filip Ugrinic, der seine Stärken vermehrt in der Offensive sucht. Dementsprechend habe sich seine Rolle verändert, erklärt Gvilia. «Jeder Trainer hat unterschiedliche Ideen, die er ins Team einbringen möchte. Ich ordne mich da unter.»

Untypisch für einen Spielmacher versteht sich Gvilia in erster Linie als Teamplayer. Auch deshalb habe er sich gut ins Team eingegliedert. «Bereits vom ersten Tag an habe ich mir hier in Luzern zu Hause gefühlt. Ich bin sehr glücklich hier zu sein.» Und wenn er für seinen FC Luzern von Beginn an spielen darf, sowieso.

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