Suche nach dem FCL-Retter läuft weiter

Mike Hauser ist am Mittwoch weiter unter Hochdruck auf der Suche nach einem neuen FCL-Trainer. Es gebe schwierige Faktoren, sagt der FCL-Präsident und dürfte damit die Verhandlungen mit Bernard Challandes meinen. Als Alternativen möglich sind Andy Egli oder Ciriaco Sforza.

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Mike Hauser: «Wir müssen jetzt vorwärts machen.» (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Mike Hauser: «Wir müssen jetzt vorwärts machen.» (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

«Ich wäre selber froh, wenn wir möglichst bald den neuen Trainer vorstellen könnten, aber es gibt einige schwierige Faktoren», sagt Luzerns Präsident Mike Hauser kurz vor dem Mittag am Telefon. Er ist spürbar beschäftigt. «Wir müssen vorwärtsmachen.» Er ist dennoch zuversichtlich, recht schnell eine Lösung zu finden. Deadline für die abgeschlossene Nachfolgeregelung des am Dienstag freigestellten Ryszard Komornicki ist Samstag. «Dann wird der neue Mann in Sion an der Seitenlinie stehen», verspricht Hauser. Der FCL-Mediensprecher René Baumann sagte kurz nach dem Mittag: «Wir warten zur Zeit noch auf den Bescheid von mehreren Kandidaten.»

Offensichtlich möchte Bernard Challandes nicht nur als Feuerwehrmann eingreifen. Nach erfolgtem Ligaerhalt will der 61-jährige Neuenburger auch in der neuen Saison FCL-Trainer bleiben. Die Pläne von Alex Frei dürften allerdings vorsehen, dass dann Heiko Vogel (37) übernimmt. Der Ex-Basel-Coach wird kaum dazu zu bewegen sein, jetzt schon die heikle Aufgabe in Luzern zu übernehmen.

Durch diese Pattsituation und den Zeitdruck wird ein Engagement von anderen Kandidaten immer wahrscheinlicher: Die früheren FCL-Trainer Andy Egli und Ciriaco Sforza stehen auf der Liste. Über Sforza, der in der Saison 2008/09 nach einem Fehlstart selber seinen Rücktritt angeboten hatte, sagt Ehrenpräsident Walter Stierli: «Ciri Sforza ist einer der besten Trainer, die der FC Luzern je gehabt hat.» Auch Egli ist für Investoren-Präsident Stierli «durchaus ein Trainerkandidat, der vorstellbar ist».

Nur geringe Aussenseiterchancen werden Hanspeter Latour und zwei anderen Ex-Luzern-Trainern eingeräumt: Der bei den Fans äusserst beliebte Aufstiegscoach René van Eck will seinen Vertrag bei Alemannia Aachen bis Saisonende erfüllen - und Urs «Longo» Schönenberger käme wohl nur im Notfall in Frage. Ähnlich wie U-21-Coach Christian Brand.

Übrigens: Der neue Sportdirektor Alex Frei (ab 15. April im Amt) fliegt heute mit dem FC Basel zum Viertelfinal-Hinspiel der Europa League nach London, wo am Donnerstag (21.05 live SRF info) Tottenham Hotspur wartet. Nebenbei ist Frei telefonisch in die FCL-Trainersuche involviert. Ein Zustand, der nicht gerade leistungsfördernd sein dürfte.

Daniel Wyrsch/shä

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