SUPER LEAGUE
Da Cunhas Doppelpack bringt die elfte Saisonniederlage des FCL – dieser bleibt nahe an der Abstiegszone

Der FC Luzern beginnt in Lausanne ansprechend und spielt auch in der zweiten Halbzeit animiert nach vorne. Doch dazwischen schiessen die Lausanner zwei Tore und gewinnen die enge Partie 2:1.

Daniel Wyrsch aus Lausanne
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FCL-Goalie Marius Müller hat Glück, dass Schiedsrichter Urs Schnyder nach diesem Zweikampf mit Lausannes Stürmer Hicham Mahou zu seinen Gunsten Foul pfeift.

FCL-Goalie Marius Müller hat Glück, dass Schiedsrichter Urs Schnyder nach diesem Zweikampf mit Lausannes Stürmer Hicham Mahou zu seinen Gunsten Foul pfeift.

Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Lausanne, 3. April 2021)

Die entscheidende Szene

Der Ballverlust von Simon Grether ermöglicht Lausanne in der 40. Minute das 2:0. Toichi Suzuki bedient Lucas Da Cunha, der die Vorlage zu seinem zweiten Treffer in diesem Match nützt.

Der Kurzbericht

Die Gäste aus der Innerschweiz beginnen ansprechend, haben während der ersten halben Stunde deutlich mehr Ballbesitz. Doch mit einem Kopfball von Pascal Schürpf in der 12. Minute nur eine einzige Chance, die Kugel geht allerdings knapp am Tor vorbei.

Effizienz beweisen die Lausanner in der 31. Minute: Lucas Da Cunha zieht aus 25 Metern mit seinem starken linken Fuss ab, der Ball landet unhaltbar zum 1:0 im Luzerner Netz. Plötzlich ist Lausanne da, Noah Looslis Kopfball wehrt Filip Ugrinic auf der Linie ab (38.). Doch in der 40. Minute doppelt Da Cunha nach, als er einen Doppelpass mit dem Japaner Toichi Suzuki zum 2:0 verwertet. Zuvor hatte Simon Grether den Ball an Suzuki verloren, der FCL-Rechtsverteidiger konnte anschliessend Suzukis Assist nicht verhindern.

Den ersten Torschuss der Luzerner hat in der 44. Minute Ugrinic, doch Mory Diaw im Lausanne-Kasten verhindert den Anschlusstreffer. Sekunden zuvor kann Müller sich glücklich schätzen, dass Urs Schnyder einen Zweikampf um den Ball zwischen dem FCL-Keeper und Hicham Mahou als Foul des Lausanne-Stürmers ahndet.

Nach der Pause geht der Match munter los: Marco Burch steigt im Strafraum rustikal gegen Evan Guessand ein, die Gastgeber reklamieren Penalty, der Pfiff von Schnyder bleibt aus. Sekunden später erkämpft Martin Frydek in Lausanner Tornähe den Ball, doch Louis Schaub und Schürpf können die Topchance nicht nutzen. Besser macht es in der 71. Minute der eingewechselte Ibrahima Ndiaye, er köpfelt eine präzise Flanke von Schaub zum 1:2 aus Luzerner Sicht mit den Haarspitzen ein.

Schürpf (74.) hat noch eine FCL-Chance, der eingewechselte Lausanne-Stürmer Jonathan Bolingi vergibt gegen Müller aus bester Abschlussposition das 3:1. Der Match endet 2:1 für die Waadtländer, die Luzerner verlieren zum elften Mal in dieser Saison und bleiben damit der Abstiegszone nicht fern.

Lausanne – Luzern 2:1 (2:0)

Stade de la Tuilière. – Keine Zuschauer. – SR Schnyder.

Tore: 31. Da Cunha (Loosli) 1:0. 40. Da Cunha (Suzuki) 2:0. 71. Nidaye (Schaub) 2:1. 

Lausanne: Diaw; Loosli, Jenz, Flo; Boranijasevic, Puertas, Kukuruzovic, Suzuki (83. Nanizayamo); Da Cunha (73. Bares); Guessand (78. Bolingi), Mahou (73. Ouattara).

Luzern: Müller; Grether (72. Schwegler), Knezevic, Burch, Frydek; Tasar (56. Ndiaye), Ugrinic, Emini (72. Wehrmann), Alabi (56. Alounga); Schaub; Schürpf.

Bemerkungen: Lausanne ohne Trazié, Monteiro, Geissmann, Falk, Zohouri, Schmidt und Turkes (alle verletzt). Luzern ohne Sorgic, Schulz, Sidler, Ndenge und Binous (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Jenz (Foul). 30. Diaw (Zeitspiel). 37. Alabi (Foul).