Super League
Der FC Luzern dominiert den FC Basel – doch die Gäste gewinnen dank Toren von ehemaligen FCL-Kickern

Bitterer Abend für den FCL: Im Heimspiel gegen den FC Basel sind die Luzerner drückend überlegen, doch die Treffer schiessen die Gäste dank einem Penalty in der Startphase und einem Tor in der Schlussphase.

Janick Wetterwald
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Die FCL-Startaufstellung

Mario Frick stellt im letzten Heimspiel der Vorrunde seinen nominellen Captain Christian Gentner in die Startelf. Der Deutsche beendet im Winter seine Karriere. Thibault Klidjé spielt für den verletzten Dejan Sorgic im Sturm.

Apropos verletzt: Pascal Schürpf steht überraschend im Aufgebot, obwohl der Klub vor wenigen Tagen mitteilte, dass er mehrere Wochen ausfällt. FCL-Medienchef Markus Krienbühl erklärt: «Schürpf holte eine Zweitmeinung ein, machte das Abschlusstraining mit, hatte keine Schmerzen und sitzt darum auf der Bank.»

Die Tore

6. Minute – Tor FC Basel: Denis Simani trifft bei seinem Kopfball im FCL-Strafraum den heranrauschenden FCB-Angreifer Andi Zeqiri mit dem Ellbogen im Gesicht. Schiedsrichter Fedayi San erhält vom VAR das Zeichen, schaut sich die Szene am Bildschirm an und entscheidet auf Elfmeter. Der ehemalige FCL-Profi Darian Males trifft unter lautem Pfeiffkonzert vor den FCL-Fans zur Führung für die Gäste.

Darian Males trifft vom Punkt für den FCB zur Führung.

Darian Males trifft vom Punkt für den FCB zur Führung.

Bild: Martin Meienberger / freshfocus

87. Minute – Tor FC Basel: Es trifft der nächste ehemalige FCL-Spieler. Bradley Fink verwertet eine schöne Vorlage von Kaly Senè abgezockt ins tiefe Eck.

Der ehemalige FCL-Junior Bradley Fink jubelt nach seinem Tor nur verhalten.

Der ehemalige FCL-Junior Bradley Fink jubelt nach seinem Tor nur verhalten.

Bild: Marc Schumacher / freshfocus

So lief das Spiel

Früher Rückschlag für den FC Luzern: Denis Simani verursacht gegen Andi Zeqiri einen Elfmeter, welchen Darian Males verwandelt. Es ist eine unglückliche Aktion des FCL-Verteidigers, der zum Kopfball springt und dabei den von hinten anrauschenden FCB-Stürmer trifft.

Das Heimteam drückt danach die ganze erste Halbzeit auf den Ausgleich. Nach einer hohen Balleroberung von Nicky Beloko hat Max Meyer eine gute Chance – doch FCB-Verteidiger Arnau Comas rettet vor der Linie. Nur kurze Zeit später: Einen scharfen Schuss von Mohamed Dräger lenkt Basel-Goalie Marwin Hitz an die Latte.

Nicky Beloko ist ein Aktivposten beim FC Luzern.

Nicky Beloko ist ein Aktivposten beim FC Luzern.

Bild: Martin Meienberger / freshfocus

Der FCL hat das Spiel im Griff, spielt aber im letzten Drittel zu kompliziert. Die Basler enttäuschen in den ersten 45. Minuten: Kaum zusammenhängende Aktionen, viele Ballverluste und verlorene Zweikämpfe. Machen die beiden Mannschaften nach der Pause so weiter, scheint das erste FCL-Tor eine Frage der Zeit.

Das Spiel nimmt dank dem FC Luzern sofort wieder Fahrt auf. Wie bereits in der ersten Halbzeit findet das Spiel hauptsächlich in der Hälfte der Gäse aus Basel statt. Zwingende Chancen kann sich das Heimteam aber lange nicht herausspielen.

FCL-Trainer Mario Frick probiert es für die letzten 20 Minuten mit neuen Offensivkräften: Joaquin Ardaiz und Pascal Schürpf kommen für Klidjé und Abubakar – schon etwas früher kam Lorik Emini für Gentner.

Die beiden Angreifer haben direkt nach ihrer Einwechslung ihre Chancen. Ardaiz vertändelt allerdings den Ball zweimal in aussichtsreicher Position und ein gefährlicher Ablenker von Schürpf kann FCB-Goalie Hitz behändigen.

Die Schlussoffensive der Luzerner wird vom zweiten Treffer der Basler zerstört. Der eingewechselte Kaly Sène lässt Simani aussteigen und legt für den ebenfalls eingewechselten Bradley Fink auf. Der ehemalige FCL-Junior trifft von der Strafraumgrenze genau ins tiefe Eck.

Danach wird das Spiel unterbrochen, weil die FCB-Fans mit viel Feuerwerk und Pyros für Nebel im Stadion sorgen. Zudem sieht FCL-Trainer Mario Frick die rote Karte. Er soll den vierten Offiziellen an der Seitenlinie angegangen sein. In der langen Nachspielzeit fällt kein Treffer mehr.

Eine bittere Niederlage für den FC Luzern nach einer – bis an den gegnerischen Strafraum – guten Leistung.

Das sagen die Trainer

Mario Frick zum Spiel: «Wir liefen früh einem Rückstand hinterher und waren die spielbestimmende Mannschaft – aber die individuelle Klasse der Basler machte heute den Unterschied.»

Mario Frick zu seiner roten Karte: «Ich nervte mich über den Konter den die Basler auf dem vernebelten Rasen ausspielen konnten. In den Emotionen habe ich den 4. Offiziellen touchiert und dafür sah ich die rote Karte – ich entschuldige mich dafür.»

Alex Frei zum Spiel: «Wir hatten das Wettkampfglück auf unserer Seite. Defensiv standen wir in der zweiten Halbzeit gut und liessen wenig zu. Ich bin glücklich über diesen Sieg und der Blick auf die Tabelle stimmt mich zuversichtlich.»

FCL-Reaktionen

Das sagt Denis Simani nach dem Spiel.

Video: PilatusToday

Das sagt Ardon Jashari nach dem Spiel

Video: PilatusToday

FCL-Noten

Telegramm

FC Luzern : FC Basel 0:2 (0:1)
Swisspor-Arena. – 12304 Zuschauende. – SR San.
Tore: 6. Males (Foulpenalty) 0:1. 87. Fink (Sène) 0:2.
Luzern: Müller; Dräger, Simani, Burch, Dorn; Beloko, Jashari (81. Toggenburger); Klidjé (71. Ardaiz), Gentner (61. Emini), Max Meyer; Abubakar (71. Schürpf).
Basel: Hitz; Xhaka (72. Frei), Comas, Adams, Calafiori; Pelmard; Males (61. Sène), Diouf, Burger, Ndoye (94. Millar); Zeqiri (72. Fink).
Bemerkungen: Luzern ohne Chader (gesperrt), Frydek, Kadak, Leny Meyer und Sorgic (alle verletzt). Basel ohne Lang (gesperrt), Lopez, Tushi und Vogel (alle verletzt), Szalai (derzeit nicht im Kader). – 20. Lattenschuss Dräger. – Rote Karte; 90. FCL-Trainer Frick (Ellbogenschlag gegen 4. Offiziellen). Verwarnungen: 3. Simani, 45. Abubakar (beide Fouls).

Resultate und Tabelle

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Ausblick