Super League
Kellerduell FCL gegen Lausanne mit Celestinis brisantem Aufeinandertreffen mit Ex-Trainerkollege Borenovic

Luzern-Coach Fabio Celestini und Lausanne-Trainer Ilija Borenovic hatten mehrere Jahre zusammengearbeitet. Zum Wiedersehen kommt es heute (14.15 Uhr, Swisspor-Arena) im Vergleich ihrer Mannschaften am Tabellenende.

Daniel Wyrsch
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Fabio Celestini will mit seinen Luzernern gegen Lausanne siegen und das Tabellenende sofort wieder verlassen.

Fabio Celestini will mit seinen Luzernern gegen Lausanne siegen und das Tabellenende sofort wieder verlassen.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Genf, 22. August 2021)

Fabio Celestini hat mit seinem FC Luzern im Heimspiel von heute Sonntag (14.15 Uhr, live auf luzernerzeitung.ch) eine grosse Herausforderung vor sich: Nach zwei enttäuschenden Ligaspielen gegen Zürich (1:3) und vor allem in Genf gegen Servette (1:4) muss die Leistung des Tabellenschlusslichts klar besser sein, um Lausanne-Sport zu besiegen und die Rote Laterne den Waadtländern zurückzugeben. Die Lausanner hatten zuletzt in der Heimpartie gegen Basel (2:2) den ersten Punkt geholt.

Es geht in diesem Kellerduell der 5. Runde um viel, keine der beiden Klubs will ganz unten in der Tabelle stehenbleiben. Ausserdem handelt es sich beim Match FCL - LS um einen Direktvergleich zweier Coaches, die sich gut kennen: Fabio Celestini hatte Ilija Borenovic, der heute 38-jährige mit serbischem Pass, lange in seinem Trainerstaff in Lausanne. «Ich kennen Ilija gut, drei Jahre arbeiteten wir zusammen, hatten die gleiche Spielidee, er war quasi einer meiner Assistenten in Lausanne», erzählt Celestini.

Borenovic hatte interimistisch für Celestini übernommen

Der FCL-Coach beantwortet die Frage nach dem Verhältnis zu Borenovic vielsagend: «Wir pflegten eine super Beziehung in Lausanne, wir haben viel gesprochen, auch über die Ausbildung zum Trainerdiplom des Schweizerischen Fussballverbandes.» Dann unterbricht Celestini einen Augenblick, denkt mit trauriger Miene an den Frühling 2018 zurück und schiebt nach:

«Dann kam meine Entlassung, innert zweier Stunden war ich weg bei Lausanne-Sport. Das gehört zum Fussball. Er hat damals interimistisch übernommen. Seither habe ich nie mehr etwas von ihm gehört. Das ist etwas komisch.»

Den überraschenden Abstieg der Waadtländer wenige Monate nach der Übernahme durch Ineos konnte der junge Interimstrainer damals nicht verhindern. Anzunehmen ist: Das Wiedersehen von Fabio Celestini und Ilija Borenovic nach fast dreieinhalb Jahren dürfte heute in der Swisspor-Arena ein besonderes werden.

Seit Sommer Trainer von Lausanne-Sport: Ilija Borenovic. Im letzten Spiel gegen Basel (2:2) holte er mit den Waadtländern den ersten Punkt.

Seit Sommer Trainer von Lausanne-Sport: Ilija Borenovic. Im letzten Spiel gegen Basel (2:2) holte er mit den Waadtländern den ersten Punkt.

Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Zürich, 7. August 2021)

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