Thun bezwingt dezimierten FCL im Endspurt

Der FC Luzern verliert gegen den FC Thun unglücklich mit 1:3. Yakin glich zwischenzeitlich per Elfmeter aus, ehe die Thuner in den letzten Minuten den Sieg sicherstellen konnten. Der FCL musste nach einer ungerechtfertigten roten Karte für Puljic über 50 Minuten in Unterzahl spielen.

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Luzerns Tomislav Puljic, links, erhaelt von Schiedsrichter Alain Bieri, rechts, die rote Karte gezeigt. (Bild: Peter Schneider / Keystone)

Luzerns Tomislav Puljic, links, erhaelt von Schiedsrichter Alain Bieri, rechts, die rote Karte gezeigt. (Bild: Peter Schneider / Keystone)

In einer hitzigen Partie in der Thuner Arena ging der FCL trotz kämpferischer Leistung als Verlierer vom Platz. Vor 6'619 Zuschauern sorgten mehrere Entscheidungen von Schiedsrichter Bieri für Diskussionen.

Stahel vergibt mehrere Chancen

In der ersten Halbzeit war der FCL das bessere Team und hatte durch Stahel gleich drei gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Zweimal scheiterte der Aussenverteidiger per Kopf: Zuerst rettete der Pfosten (11.), dann ein Thun-Verteidiger auf der Linie (35.). Kurz darauf kam Stahel aus 10 Metern erneut zum Abschluss, fand aber in Torhüter Da Costa seinen Meister. In Minute 40 gingen die Emotionen hoch. Ex-FCL-Spieler Lustrinelli liess sich nach einem harmlosen Zweikampf mit Puljic fallen, und der Abwehrhühne kassierte die gelb-rote Karte.


Der FC Thun startete besser in Hälfte zwei und ging durch ein Traumtor von Schirinzi in Führung. Der Thuner zog nach einem schönen Seitenwechsel von Schneuwly aus 15 Metern direkt ab und der Ball landete unhaltbar im Luzerner Tor. Das Team von Murat Yakin gab sich trotz Unterzahl nicht geschlagen und kam kurz darauf zum Ausgleichstreffer. Yakin verwandelte einen Penalty, nachdem Sarr im Strafraum umgerissen wurde - ein umstrittener Entscheid. Es entwickelte sich ein offenener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Thuner. Kurz vor Schluss verwertete Rama einen Abpraller zum 2:1 (87.), ehe erneut Schirinzi nach einem Konter zum 3:1-Enstand traf (91.).

Basel zieht davon

Der FCL liegt damit bereits drei Punkte hinter Basel auf dem zweiten Platz und kann morgen von Sion und YB überholt werden. Der nächste Ernstkampf findet erst in zwei Wochen zu Hause gegen die Grasshoppers statt. In der Natipause bestreitet der FCL zwei Testspiele gegen Zug 94 (9. November) und den FC Emmenbrücke (16. November).

Thun - Luzern 3:1 (0:0)

Arena Thun. - 6619 Zuschauer. - SR Bieri.

Tore: 48. Schirinzi (Schneuwly) 1:0. 56. Yakin (Foulpenalty) 1:1. 87. Rama (Ghezal) 2:1. 91. Schirinzi (Wittwer) 3:1.

Thun: Da Costa; Bigler, Matic, Ghezal, Schneider; Hediger, Demiri; Schneuwly (80. Salamand), Taljevic (65. Wittwer), Schirinzi; Lustrinelli (62. Rama).

Luzern: Zibung, Stahel, Sarr, Puljic, Lustenberger; Renggli; Yakin, Wiss, Kukeli (88. Siegrist), Hyka (71. Gygax); Ianu (46. Ferreira).

Bemerkungen: Thun ohne Lezcano (gesperrt), Siegfried, Schindelholz und Lüthi (alle verletzt), Luzern ohne Hochstrasser (gesperrt) und Sorgic (verletzt). 39. Gelb-Rote Karte Puljic (Foul). 73. Zibung lenkt Kopfball von Ghezal an den Pfosten. Verwarnungen: 21. Taljevic. 29. Puljic (beide Foul). 39. Yakin (Reklamieren). 55. Matic (Foul). 55. Da Costa (Reklamieren). 83. Wittwer (Foul).

Eine ausführliche Analyse und Stimmen zum Spiel finden Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.

Simon Wolanin / Luzernerzeitung.ch