THUN: FCL muss gegen unbezwungenen Thun-Rückkehrer treffen

Der FC Luzern kommt es am Samstag mit einem Gegner zu tun, der in akuter Abstiegsgefahr auf Routiniers zurückgreift.

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Goalie-Routinier mit Helm kämpft gegen den Abstieg des FC Thun: Guillaume Faivre. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone (Thun, 18. März 2018))

Goalie-Routinier mit Helm kämpft gegen den Abstieg des FC Thun: Guillaume Faivre. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone (Thun, 18. März 2018))

Luzern-Trainer Gerardo Seoane warnt sein Team vor Thun und der schnellen Plastikunterlage in der Stockhorn-Arena: «Die Berner Oberländer spielen sehr zielstrebig und erfrischend. Sie sind auf ihrem Kunstrasen eines der besten Heimteams.» Für Seo­ane ist der Match am Stamstag(19 Uhr) die Coaching-Premiere auf Plastikgrün.

Seine Mannschaft bekommt es dabei mit einem Gegner zu tun, der in akuter Abstiegsgefahr auf Routiniers zurückgreift. So wird Seoane seinen Ex-FCL-Teamkollegen Nelson Ferreira (35) im Einsatz sehen. Im Tor steht bei Thun zum dritten Mal hintereinander Guillaume Faivre (31). «Thun spielt mit mehr Erfahrung», stellt Seoane fest. Vor allem der Goaliewechsel hat sich für den Tabellenvorletzten gleich bezahlt gemacht: Faivre ist sowohl beim 2:0-Auswärtssieg gegen GC wie vor der Länderspielpause beim 0:0 gegen Lausanne unbezwungen geblieben. Der erfahrene Schlussmann mit 194 Super-League-Spielen für Thun und Xamax freut sich über ein bislang gelungenes Comeback: «Nelson Ferreira und ich sind für unsere positive Mentalität und den Willen belohnt worden. Die Mannschaft ist wieder etwas stabiler.» Für ihn persönlich sei es sehr wichtig, dem Team aktiv helfen zu können.

In Luzern profitierte Schürpf von zwei Nikolic-Abprallern

Nach fünf Saisons als Stammkraft musste Faivre den Platz zwischen den Pfosten zu Beginn der laufenden Saison Francesco Ruberto (25) abtreten. In den ersten sechs Spielen 2018 setzte Thun-Coach Marc Schneider auf Basel-Leihgabe Djordje Nikolic (20). Doch auch der junge Serbe war nicht der gesuchte Rückhalt. So liess er am 25. Februar in Luzern zwei Schüsse vor die Füsse von Pascal Schürpf abprallen, der dankend ein Doppelpack zum 2:1-Sieg schnürte. Die 2:7-Klatsche bei Schlusslicht Sion lud Schneider zur Rückkehr von Faivre ein.

Wie hatte der Neuenburger die Zeit auf der Bank erlebt? «Das war schwer.» Aber er sei ein Mensch, der immer auch das Positive sehe. «Jetzt, da ich wieder spiele, kann mir die Erfahrung auf der Bank helfen.» Er habe im Training trotzdem immer Fortschritte erzielt, «zurück im Tor fühle ich mich frei im Kopf».

Für Faivre, der wie Arsenals Petr Cech präventiv gegen Gehirnerschütterungen einen Helm trägt, geht es in den letzten neun Runden um die Existenz des FC Thun. «Wir müssen in der Super League bleiben.» Der zweifache Familienvater ist überzeugt, dass sie es schaffen. Heute soll es gegen die Luzerner einen Sieg geben. «Sie spielen auch nicht immer schön, aber effizient.» Und: «Das Glück ist derzeit bei Luzern, wir wollen es auf unsere Seite zwingen. Dazu ­müssen wir selbstbewusst agieren», so ­Faivre. Der FCL ist mit Seoane noch ungeschlagen. Unter Markus Babbel verlor das Team zuletzt zweimal in Thun. (dw)