TRAINER: Alex Freis gutes Urteil über Morinini

Roberto Morinini ist seit Sonntag der neue FCL-Trainer. Wer ist der 57-Jährige? Wie arbeitet er? Positive und kritische Stimmen von ehemaligen Wegbegleitern.

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Ein Mann, der weiss, was er will: FCL-Trainer Roberto Morinini. (Bild Philipp Schmidli)

Ein Mann, der weiss, was er will: FCL-Trainer Roberto Morinini. (Bild Philipp Schmidli)

Bevor sich die Verantwortlichen des FC Luzern auf Roberto Morinini als Nachfolger des entlassenen Trainers Ciriaco Sforza festlegten, setzten sie sich unter anderem mit Markus Brunner in Verbindung. 

Sie baten Brunner, der in Lugano unter Morinini spielte und heute die A-Junioren des FC Wohlen trainiert, ein Bild des Trainerkandidaten abzugeben. Und sie bekamen vom ehemaligen Luzern-Verteidiger ein Bild gezeichnet, das höchst positiv war. Redet Brunner über Morinini, tönt das nämlich so: «Er hat mir den wahren Fussball gezeigt, obwohl ich zwischendurch auch die Faust im Sack gemacht habe, weil ich aus für mich unverständlichen Gründen plötzlich wieder auf der Ersatzbank sass. Ich habe unheimlich viel von ihm gelernt. Roberto Morinini ist ein absoluter Leistungsdenker, der auf eine saubere Organisation setzt und trotzdem Angriffsfussball spielen lässt.» 

Oder: «Ich habe von ihm taktische Dinge auf hohem Niveau gelernt.» Und schliesslich: «Ich bin ein Fan von ihm und lasse in Wohlen meine Junioren den Fussball spielen, den ich von Morinini kenne. Er war der mit Abstand beste Trainer, den ich hatte.»

Muff: «Knüppelhart»
Brunner gratulierte den Luzernern zur Wahl von Morinini, weil er auch glaubt, dass der Coach mit seinen Grundsätzen sehr gut in die Deutschschweiz passt: «Er ist einer, der Fussball auch arbeitet, der für den Erfolg kämpft. Das passt gut zu Luzern. Und die sprachlichen Probleme wird er auch beheben.»

Positiv ist auch André Muff im Urteil über Morinini. Der 27-jährige Stürmer aus Emmenbrücke, der 2001 bis 2002 bei Morinini in Lugano spielte und nun in der Challenge League bei Concordia Basel unter Vertrag steht, sagt: «Ich finde die Wahl sehr gut. Er ist ein urchiger Typ, der viel von Taktik versteht und sich aus Lugano ein schwieriges Umfeld gewöhnt ist.» Den Luzerner Spielern prophezeit er arbeitsreiche Trainingstage: «Er wird knüppelhart sein. Und die Spieler tun gut daran, zu machen, was er sagt.»

Frei: «Grosse Fachkenntnisse»
Auch Alex Frei hat Morinini als guten Trainer kennen gelernt - während eines halben Jahres bei Servette im Jahr 2003. Er schoss 13 Tore und wechselte dann zu Rennes in die französische Ligue 1. «Er kann ein ruhiger Trainer sein, aber auch sehr impulsiv», erinnert sich Frei, «er hat zweifellos grosse Fachkenntnisse.» 

Nationalmannschaftskollege Ludovic Magnin fügt an: «Morinini hat klare Vorstellungen, wie er ein Ziel erreichen will. Er legt sehr grossen Wert auf die Fitness, verlangt von sich viel, aber auch vom Umfeld. Er wird sicher auch in Luzern seinen Weg gehen und finden.»

Peter Birrer


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.