TRAINERFRAGE: Wer übernimmt das Ruder beim FC Luzern?

In den nächsten Tagen betreut der U-21-Trainer Jean-Daniel Gross interimistisch die erste Mannschaft des FC Luzern. Doch wer wird das Team als Trainer weg vom Abstiegsplatz führen? Ein paar mögliche Kandidaten.

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Sitzt vielleicht der Zuger Martin Andermatt am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Young Boys auf der FCL-Trainerbank? (Bild Keystone)

Sitzt vielleicht der Zuger Martin Andermatt am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Young Boys auf der FCL-Trainerbank? (Bild Keystone)

U-21 Trainer Jean-Daniel Gross betreut interimistisch die erste Mannschaft des FC Luzern ( Artikel » ). Der  42-jährige Fribourger war drei Jahre als Trainer beim SC Cham erfolgreich und übernahm anfangs dieser Saison die U-21-Mannschaft des FC Luzern. 

Jean-Daniel Gross wird morgen Dienstag erstmals das Training der ersten Mannschaft des FC Luzern leiten.

Die Suche nach dem neuen Cheftrainer
Kaum war die Trennung von Ciriaco Sforza perfekt, fing die Suche nach einem Nachfolger an. Am Sonntagmorgen erkundigten sich die Luzerner nach der Verfügbarkeit von Vladimir Petkovic, der Bellinzona in die Super League geführt hatte und seither ohne Anstellung war. Petkovic aber meldete, dass er einen neuen Job gefunden habe: Um 12 Uhr wurde er bei YB, dem nächsten Gegner des FCL, vorgestellt.

Eine Auswahl möglicher Kandidaten:

? Martin Andermatt (46). Nach nur drei Runden bei YB stillos entlassen. Andermatt kennt als Zuger die Region und als Trainer die Liga, ausserdem brächte er auch die Erfahrung von Engagements in der Bundesliga mit.

? Rolf Fringer (51). Der ehemalige Nationaltrainer wartet nach seinem letzten Engagement bei St. Gallen auf eine neue Aufgabe. Er stand beim FCL 2003 im engeren Auswahlverfahren, «verlor» damals aber gegen Urs Schönenberger. Der Ex-FCL-Spieler kennt wie Andermatt die Super League, ist rhetorisch begabt, hat aber nach seinem rasanten Aufstieg auch Rückschläge hinnehmen müssen, die ihm auch Kritik eingetragen haben.

? Stefan Marini (43). Er hat seit seiner Entlassung in Kriens kein Amt mehr angenommen. Sein Vorteil: Er kennt die Innerschweizer Szene bestens, den FCL auch als ehemaliger Spieler. Und mit Sportchef Bruno Galliker arbeitete er in Kriens zusammen. Sein Nachteil: Die Super League wäre für ihn Neuland.

? Volker Finke (60). Er wurde gehandelt, als YB einen Nachfolger für Martin Andermatt suchte. Sein Plus ist die Erfahrung von 16 Jahren beim SC Freiburg in der 1. und 2. Bundesliga. Finke ist ein kommunikativer Trainer. Aber wäre er für FCL auch finanzierbar?

? René van Eck (42). Er gibt viele, die sich für die Rückkehr des Luzerner Aufstiegstrainers aussprechen. Der Abgang van Ecks vor zwei Jahren verlief aber nicht ganz geräuschlos: Ob er mit Präsident Walter Stierli eine Allianz bilden könnte, ist das Fragezeichen.

? Ralf Loose (45). Der Deutsche, ehemals beim FC St. Gallen und im Herbst in Augsburg entlassen, sah den FCL in Aarau. Ein Zufall?

Peter Birrer und Alex Trunz / Neue Luzerner Zeitung