TRANSFER: Yakin-Transfer: «Aussage gegen Aussage»

Der Haki-Deal scheint nun definitiv in ein Sommertheater zu münden – mit dem schlechteren Ende für den FC Luzern. Al Gharafa will Yakin nämlich behalten.

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Das Seilziehen um ihn geht weiter: Hakan Yakin am Donners­tag bei der Medienkonferenz. (Bild EQ)

Das Seilziehen um ihn geht weiter: Hakan Yakin am Donners­tag bei der Medienkonferenz. (Bild EQ)

Die FCL-Verantwortlichen betonten am Donnerstag bei der Medienkonferenz zum Yakin-Transfer, dass der 32-jährige Regisseur seinen Lohn bei Al Gharafa seit drei Monaten nicht mehr bekommen habe. Nur deshalb ist ein neuer Arbeitsvertrag beim FC Luzern laut Fifa-Reglement überhaupt möglich.

Wie der «Blick» in der aktuellen Ausgabe (Dienstag) nun aber schreibt, habe Yakin laut Al-Gharafas-Schatzmeister Khaled Al Mahmoud seinen Lohn stets bekommen ( siehe Artikel » ). Das monatliche Salär werde allerdings bei ausländischen Spielern über ein Konto beim olympischen Komitee laufen. Al Mahmoud betont gegenüber Blick, dass er über allfällige Unregelmässigkeiten informiert worden wäre. Dies sei aber nicht der Fall gewesen.

Und überhaupt wollten sie Yakin behalten. Sein Vertrag laufe noch für ein Jahr. Die Affäre wird nächste Woche bei Al Gharafa besprochen, wenn Scheich und Präsident Hamad Ben Thamer al Than zurück in Doha ist.

FC Luzern glaubt weiterhin an Transfer
«Es steht Aussage gegen Aussage», kommentiert FCL-Pressesprecher Stefan Bucher die neuesten Wirrungen um den Yakin-Transfer. «Yakins Anwalt war 14 Jahre lang bei der Fifa tätig. Er hat Yakins Vertrag bei Al Gharafa gekündigt. Er hätte dies mit Sicherheit nicht getan, wenn er seiner Sache nicht sicher wäre.»

Das Transfergesuch sei vom FC Luzern regelkonform an den Schweizeri­schen Fussballverband und von da über den Katarischen Fussballverband (QFA) an Al Gharafa weitergeleitet worden. Nun liege es an Al Gharafa, das Transfergesuch zu unterschreiben oder nicht.

Will Al Gharafa Yakin weiter behalten, müsste der Verein beweisen, dass er Yakins Salär in den letzten drei Monaten überwiesen habe, sagt Bucher weiter. «Wir sind weiterhin überzeugt davon, dass in Sachen Yakin-Transfer zum FC Luzern alles seine Richtigkeit hat.»

Gusti Gretener