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Ultras protestieren gegen die von der Uefa befohlene Anspielzeit

Vermummte und maskierte Ultras aus dem Luzerner Block verketteten beim Cup-Viertelfinalspiel zwischen dem FC Luzern und den BSC Young Boys das YB-Tor. Grund: Ihnen passte die Anspielzeit nicht.
Daniel Wyrsch
Fussball-Chaoten blockieren das für YB-Goalie David von Ballmoos vorgesehen Tor und präsentieren ein Transparent mit der Aufschrift: «D'Primetime cha starte!!» (Bild: Keystone/Urs Flüeler, Luzern, 7. März 2019)
Die Ultras verketten das Tor. Der Grossteil der Beteiligten versteckt das Gesicht hinter einer Maske. Ohne Maske auf dem Bild ist ein Fanarbeiter des FCL. (Bild: Keystone/Urs Flüeler, Luzern, 7. März 2019)
Nachdem das Tor mit Ketten versperrt ist, räumen die Ultras das Feld. (Bild: Keystone/Urs Flüeler, Luzern, 7. März 2019)
YB-Goalie David von Ballmoos (links) begutachtet das verkettete Tor. (Bild: Keystone/Urs Flüeler, Luzern, 7. März 2019)
FC Metallketten und Schlösser zwischen Torpfosten und Latte — spielen liess sich so zunächst nicht. Die Ketten mussten mit Zangen geknackt werden. (Bild: Keystone/Urs Flüeler, Luzern, 7. März 2019)
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Ultras blockieren Tor beim Spiel FCL - YB

Rund 30 vermummte und maskierte Ultras aus dem Luzerner Block haben am Aschermittwoch nicht etwa die Fasnacht um einen Tag verlängert, sondern unmittelbar vor Spielbeginn eine unnötige und dem Fussballsport schadende Show auf dem Rasen der Swisspor-Arena abgezogen: Sie protestierten in dem für YB-Goalie David von Ballmoos vorgesehenen Tor gegen die frühe Anspielzeit um 18 Uhr. Die Partie war wegen der Champions-League-Spiele (Spielbeginn 21 Uhr) von der Uefa derart früh angesetzt worden.

Die Chaoten spannten Ketten zwischen die Torpfosten und an die Latte. Diese mussten schliesslich von zwei Arbeitern des Klubs mit einer grossen Zange «geknackt» werden. Im Fanblock war zuvor ein Transparent gezeigt worden, dass die Schiedsrichter und Aktiven auf dem Platz hätte provozieren sollen: «Der Schlüssel ist hier, hol in dir!» Kurzum: Ein unrühmliches Theater einer kleinen Minderheit unter den 8110 Zuschauern. Die Partie begann erst mit fünfminütiger Verspätung.

Übrigens wurde dieses Cup-Viertelfinalspiel lange zuvor wegen der Luzerner Fasnacht um eine Woche verschoben. Von den Ordnern im Stadion griff auf Anweisung von FCL-Stadionmanager Daniel Böbner keiner ein. Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen während der Spielpause begründete Böbner, dass sie via Fanarbeiter mit den Ultras während der gesamten Aktion im Gespräch gewesen seien. Eine saftige Busse ist dem FCL in jedem Fall gewiss.

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