Unnötige FCL-Niederlage gegen zehn Genfer

Der FC Luzern verliert in Genf gegen Servette unglücklich mit 1:2. Das entscheidende Tor schoss Julian Esteban in Unterzahl in der 88. Minute.

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Servettes Roderick (links) im Zweikampf mit Dario Lezcano. (Bild: Keystone)

Servettes Roderick (links) im Zweikampf mit Dario Lezcano. (Bild: Keystone)

Im mit 10'100 Zuschauer gut besetzten Stade de Genève herrschte ab Beginn der Partie Aufbruchstimmung dank des neuen Retters Hugh Quennez. In einer langweiligen ersten Halbzeit, in welcher nur Tibert Pont von Servette und Luzerns Adrian Winter zu je einer Torchance kamen gingen die beiden Teams torlos zum Pausentee.

Karanovics Geniestreich & Joker Esteban

Die zweite Halbzeit war dann eindeutig bessere Fussballkost. Nach einem Auf und Ab, in welcher sowohl Luzern wie auch Servette die Führung hätte erzielen müssen war es Goran Karanovic, der nach einem schönen Zuspiel von Pizzinat alleine auf Zibung zulief. Karanovic lobbte den Ball technisch brilliant mit der Spitze über den FCL-Keeper hinweg in die Maschen. Nach dem Rückstand und dem zwischenzeitlichen Platzverweis von Captain Lionel Pizzinat drückte der FC Luzern vehement auf den Ausgleichstreffer. Dieser fiel dann auch in der 77. Minute durch Sally Sarr. Der Verteidiger verwertete einen Pfostenabpraller nach einem Freistoss von Daniel Gygax. 120 Sekunden vor Schluss schlief die FCL-Abwehr vollends. Nach einem Freistoss gewann Routis das Kopfballduell. Dessen Kopfball musste der eingewechselte Julian Esteban nur noch aus neun Meter völlig freistehend einschieben.

Bild: Keystone
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Die Spieler Sally Sarr, Dario Lezcano, Jérôme Thiesson und Burim Kukeli (von links) sind nach dem Schlusspfiff bedient. (Bild: Keystone)
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In der 88. Minute erzielt Servette den 2:1 Führungstreffer durch Julian Esteban. (Bild: Keystone)
Goran Karanovic mit Tomislav Puljic im Kopfballduell. (Bild: Keystone)
Luzerns Dario Lezcano und Roderick im Duell. (Bild: Keystone)
Michel Renggli im Ballbesitz. Vincent Rüfli greift ihn an. (Bild: Keystone)
Christian Schlauri (rechts) ist vor Adrian Winter am Ball. (Bild: Keystone)
Adrian Winter (vorne) behauptet den Ball vor Roderick. (Bild: Keystone)
Xavier Hochstrasser im Laufduell mit Ishmael Yartey. (Bild: Keystone)
Issaga Diallo (vorne) wird von Adrian Winter bedrängt. (Bild: Keystone)
Die Servettiens jubeln nach dem Schlusspfiff. (Bild: Keystone)
Hugh Quennec, der Retter von Servette. (Bild: Keystone)
Michel Pont, der Berater von Hugh Quennec. (Bild: Keystone)

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Mangelnde Chancenauswertung

Der FCL hätte gewiss einen Punkt aus Genf entführen können. Die erspielten Chancen wurden aber allesamt nicht verwertet. Allen voran Adrian Winter hätte mit seinen fünf Möglichkeiten einen Treffer erzielen müssen. Nebst der schlechten Auswertung sah aber auch die FCL-Abwehr bei den beiden Gegentreffer nicht gut aus. Vorallem beim zweiten Treffer durch Esteban fehlte die Abstimmung.

Chance verpasst

Mit einem Sieg hätte sich der FC Luzern in eine hervorragende Position in der Tabelle bringen können und hätte sowohl Servette wie auch Thun weiter im Rennen um die europäischen Plätze distanziert. Nun sind die Genfer mit einem Spiel weniger noch vier Punkte hinter dem Team von Murat Yakin.

 

Servette - Luzern 2:1 (0:0)

 

Stade de Genève. - 10'149 Zuschauer. - SR Hänni. -

Tore: 60. Karanovic (Pizzinat) 1:0. 76. Sarr (Gygax) 1:1. 88. Esteban (Routis) 2:1.

 

Servette: Gonzalez; Ruefli, Diallo, Roderick, Schlauri; Pizzinat, Nater; Pont, De Azevedo (71. Esteban), Yartey; Karanovic (76. Routis).

 

Luzern: Zibung; Sarr, Wiss, Puljic, Thiesson; Renggli (83. Ohayon), Kukeli; Hochstrasser (69. Gygax), Winter, Ferreira (46. Shalaj); Lezcano.

 

Bemerkungen: Servette ohne Eudis (gesperrt), Baumann, Kouassi, Moubandje und Saleiro (alle verletzt). Luzern ohne Lustenberger (gesperrt), Bento, Sorgic und Stahel (alle verletzt). 72. Gelb-rote Karte gegen Pizzinat. 76. Gygax trifft den Pfosten. Verwarnungen: 24. Yartey. 35. Wiss, 58. Pizzinat. 75. Roderick. 79. Routis (alle Foul).

Einen ausführlichen Artikel und Stimmen zum Spiel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

Michael Haussener / Luzernerzeitung.ch