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Nach fünfter Heimniederlage wächst beim FCL die Unzufriedenheit

Die 2:5-Klatsche gegen den FC Zürich ist die höchste und zugleich fünfte Heimniederlage des FC Luzern in dieser Saison. Kein Verein der Super League hat im eigenen Stadion so oft verloren wie das Team von René Weiler.
Daniel Wyrsch
Mit der Auswechslung von Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) ging gegen den FC Zürich mit Hekuran Kryeziu (rechts) die Stabilität verloren. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 4. November 2018))

Mit der Auswechslung von Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) ging gegen den FC Zürich mit Hekuran Kryeziu (rechts) die Stabilität verloren. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 4. November 2018))

Der FC Luzern ist nach 13 Runden im Besitz von zwei negativen Spitzenwerten: Fünf Heimniederlagen (aus sieben Spielen in der Swisspor-Arena) bezog keine andere Mannschaft. Und total achtmal verloren haben in der Super League neben dem FCL (7.) nur das achtplatzierte Sion und das Tabellenschlusslicht GC.

Gegen eben diese Grasshoppers feierten die Luzerner am 2. September den letzten Erfolg (2:1) vor eigenem Publikum. Am Sonntag unterlagen die Innerschweizer dem jetzt drittrangierten FC Zürich 2:5. «Fünf Tore zu Hause zu bekommen, ist viel zu viel», stellte René Weiler nach der höchsten Saisonniederlage fest. Dass der spielstarke und dynamische FCZ überlegen war, daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Pascal Schürpf von Jagne Pa Modou (5.) und Andreas Maxsø (42.) penaltyreif gefoult worden war. Wenn der Videobeweis bereits eingeführt worden wäre, hätte zumindest der Tritt von Maxsø auf Schürpfs Fuss zu einem Elfmeter führen müssen.

Zu früh zum Sturmlauf aufs Zürcher Tor geblasen

Doch den Grund für die Kanterniederlage nur bei Schiedsrichter Nikolaj Hänni zu suchen, wäre zu einfach. Captain Schürpf stellte zu Recht fest: «Wir machten den Zürchern das Toreschiessen zu leicht.» Routinier Christian Schwegler, der als linker Aussenverteidiger gegen Salim Khelifi Mühe bekundete, nannte den Grund für die zu offensive Spielweise in der zweiten Halbzeit: «Wir wollten mit dem Kopf durch die Wand gehen, so konnten die Zürcher ihre Stärke im Umschaltspiel voll ausspielen.» Schwegler erklärte: «Wir warfen alles nach vorne, hinten waren wir zu offen. Wir hätten mehr Geduld aufbringen sollen, dann hätten wir am Schluss noch die Chance gehabt, zum Ausgleich zu kommen.»

Das Signal zum frühen und riskanten Sturmlauf gab Weiler in der 59. Minute mit der Einwechslung von Angreifer Ruben Vargas für den im zentralen Mittelfeld solid und zweikampfstark agierenden Marvin Schulz. Auf die Frage, ob er das eigene Team mit dem Herausnehmen von Schulz nicht schwächte, antwortete Weiler: «Mit Vargas brachte ich für die letzten 30 Minuten einen sehr guten Offensivspieler.» Aus Sicht des FCL-Trainers hatte Schulz eine «ordentliche Partie» gezeigt. Man weiss: Manchmal gehen Wechsel auf, manchmal nicht. In diesem Fall profitierte der FCZ, der mit Tempo und Leichtigkeit alles klar machte, das 3:1 (70.) und 4:1 (73.) schoss.

Die erstmalige Nomination von Innenverteidiger Lazar Cirkovic für die Startelf nach sieben Monaten Pause stellte sich ebenfalls als Fehler heraus. Der 26-jährige Serbe, der so lange an einem Bänderriss am Fuss laboriert hatte, kam erst am Donnerstag im Cup in Chiasso zu seinem rund 75-minütigen Comeback. Nur drei Tage später musste er im tempogeladenen Match gegen den FCZ ran. Fazit: Er war allein physisch noch nicht bereit, diesen hohen Rhythmus zu gehen.

Demhasaj-Beraterteam um Erdin Shaqiri ist sauer

Dagegen wächst die Unzufriedenheit bei den Spielern, die wenig oder gar nicht zum Einsatz kommen. Francisco Rodriguez muss sich wohl nach einem neuen Verein umsehen, seit Mitte August hat der technisch starke Ex-Zürcher nicht mehr gespielt. Gegen Zürich sassen mit dem eigenen Talent Filip Ugrinic und dem georgischen Internationalen Valeriane Gvilia weitere Spieler auf der Tribüne, die ebenfalls zu den begabteren zählen. Gvilia gehört aber wie Rodriguez nicht zur Gruppe, die für Schnelligkeit und physisches Durchsetzungsvermögen bekannt ist. Das bedeutet schlechte Karten bei Weiler. Auf die Frage, warum Gvilia mit der U21 gegen Schötz (1:5) und nicht gegen den FCZ spielte, antwortete Weiler: «Weil ich mich für andere Spieler entschieden habe.»

Die Antwort würde ebenso zu Shkelqim Demhasaj passen. Er ist ein Strafraumstürmer, ein Knipser, aber Weiler setzte zuletzt nur selten auf ihn. Am Sonntag blieb er zum vierten Mal auf der Bank. Das Beraterteam um Erdin Shaqiri ist sauer, will offenbar nächstens mit der FCL-Leitung reden.

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