VIDEOBEWEIS: Sforza fordert den Einsatz von TV-Bildern

Nach dem 1:1 des FC Luzern gegen den FC Sion kritisierte Trainer Ciriaco Sforza erstmals den Schiedsrichter scharf. Nun setzt er sich für den Video-Beweis ein.

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Ciriaco Sforza

Ciriaco Sforza

Schiedsrichter Jérôme Laperrière geriet im Spiel des FCL gegen Sion (1:1) in den Fokus. Ungewohnt deutliche Worte wählte FCL-Trainer Ciriaco Sforza, der seit seinem Amtsantritt 2006 noch nie einen Unparteiischen verbal attackiert hat. Notfalls werde er 10 000 Franken Busse für einen wohltätigen Zweck spenden, sagte er, «aber was Laperrière geleistet hat, geht nicht». Der Westschweizer hatte Sion nach einer Schwalbe von Reset irrtümlich einen Penalty zugesprochen. Und nach 89 Minuten gab er dem FCL einen Penalty, der nicht lupenrein einer war.

Sforza hielt am Tag danach ein Plädoyer für den sofortigen Einsatz von TV-Bildern. Sein Vorschlag: Der vierte Offizielle müsste am Spielfeldrand einen Monitor vor sich haben und strittige Penaltyszenen wie am Samstag umgehend auflösen können. Schiedsrichterchef Urs Meier wehrt sich indes vor allem mit einem Argument dagegen: «Die Unterbrechungen würden zu lange dauern.» Meier würde es lieber sehen, Spieler, die vorsätzlich mit einer Schwalbe betrügen, nachträglich mit einer Sperre zu belegen. Dafür müsste die Fifa aber mit einer Anpassung im Regelwerk den Anstoss geben.

Peter Birrer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben