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Ex-FCL-Stürmer Sorgic: «Vielleicht war ich nicht parat für Profi-Fussball»

Dejan Sorgic (29) wuchs in Unterägeri auf, von der U15 bis zum Fanionteam spielte er für den FC Luzern. Am Samstag (19 Uhr) kehrt er mit Thun als Torschützenleader ins FCL-Stadion zurück. Er spricht über sein Profi-Comeback und warum er heute weniger verletzt ist.
Interview: Daniel Wyrsch, Thun
Thun-Stürmer Dejan Sorgic durfte in der laufenden Meisterschaft bereits sechs Mal zu einem Torjubel ansetzen, gegen Luzern hat er zuletzt im April getroffen. (Bild: Marcel Bieri/Keystone (Thun, 7. Oktober 2018))

Thun-Stürmer Dejan Sorgic durfte in der laufenden Meisterschaft bereits sechs Mal zu einem Torjubel ansetzen, gegen Luzern hat er zuletzt im April getroffen. (Bild: Marcel Bieri/Keystone (Thun, 7. Oktober 2018))

Dejan Sorgic, der vermeintlich kleine FC Thun ist einmal mehr in einem Hoch. 15 Punkte aus 10 Spielen, Platz 4 – warum läuft es der Mannschaft so gut?

Der Hauptgrund ist, dass wir die Mannschaft grösstenteils zusammenhalten konnten. Mit Sandro Lauper hat uns nur ein Spieler verlassen, der letzte Saison regelmässig gespielt hat. Wir sind ziemlich gut eingespielt.

Sie ragen als Mittelstürmer aus dem Kollektiv heraus, haben in 9 Ligaspielen 6 Treffer erzielt. Damit stehen Sie zusammen mit YB-Star Guillaume Hoarau an der Spitze der Torschützenliste. Fühlt sich diese Bilanz gut an?

Tore zu schiessen gibt immer ein positives Gefühl, damit kann ich der Mannschaft helfen. Das ist immer mein Ziel. Wenn man gemeinsam Erfolg hat, hat auch jeder einzelne Erfolg. Dann läuft’s und es geht alles einfacher.

Ende der letzten Saison hatten Sie Angebote aus Russland, Japan und der Türkei. Dennoch blieben Sie, haben in Thun den Vertrag bis 2022 verlängert. Warum?

Die Offerten waren da, aber ich habe mich nicht näher damit befasst. Die Klubs waren nicht besonders reizvoll. Für mich war klar, dass ich in Thun bleiben will, weil ich mich wohl fühle in dieser Mannschaft. Die Zusammenarbeit mit dem Trainer, dem Staff und dem ganzen Klub ist gut. Der FC Thun ist auf mich zugekommen, wollte den Vertrag vorzeitig verlängern. Umso schöner, dass ich einen neuen Kontrakt bekommen habe, der ein Jahr länger dauert als der bisherige.

Thun ist dafür bekannt, Spieler aus tieferen Ligen günstig zu holen, um sie später teuer zu verkaufen. Auf Ihrem Preisschild soll 1 Million Franken stehen. Stimmt der Betrag?

Das weiss ich gar nicht, ich kann nicht sagen, welches Preisschild ich trage. (schmunzelt) Ich habe nie mit Sportchef Andres Gerber darüber gesprochen, Sie müssten ihn dazu befragen.

Wie zuvor schon Ridge Munsy hat der SC Kriens auch Ihnen ein Sprungbrett gegeben, nochmals in den Profifussball zurückzukehren. Sind Sie Kriens dafür dankbar?

Auf jeden Fall. Schliesslich war der SC Kriens der richtige Schritt zu dieser Zeit, obwohl wir zuerst in der 1. Liga Classic spielten. Trainer Marinko Jurendic (heute U21-Coach beim FC Zürich, Anm. der Red.) setzte auf mich, und er sagte mir immer wieder, dass ich nicht aufgeben soll. Zudem half er mir mit Stürmertrainings, Selbstvertrauen zu bekommen und somit wieder zu treffen. Die Zeit war sehr wichtig für mich, um mich auch körperlich weiterzuentwickeln, mich plagten nicht mehr ständig Verletzungen.

Ein Ereignis ragt aus der Kriens-Zeit heraus.

Das war das Testspiel gegen Monaco mit dem Hattrick. Einen Tag später kam das für mich völlig überraschende Angebot von Thun-Sportchef Gerber, der mich ins Probetraining eingeladen hatte. Er gab mir schliesslich den Profivertrag, recht schnell schaffte ich den Schritt von der Promotion League in die Super League.

Vor sieben Jahren in Luzern sah man Sie während der Teamtrainings meist nur, um mit den Physios zu arbeiten. Warum waren Sie als Jungprofi so oft und lange verletzt?

Wahrscheinlich spielten mehrere Faktoren eine Rolle. Einerseits war es Pech, auf der anderen Seite war ich vielleicht nicht parat für den Profifussball. Vielleicht war für mich körperlich alles zu früh gewesen, waren es doch immer wieder andere Verletzungen, die mich aufgehalten hatten.

Wie wir erfahren haben, beziehen Sie vom Luzerner Antonio Carnevale Nahrungsergänzungskapseln. Dank diesen sollen Sie weniger verletzt sein. Ist das richtig?

Seit ich die Kapseln nehme, bin ich nicht mehr verletzt gewesen. Ich weiss nicht, was diese alles bewirken, aber ich fühle mich gut, wenn ich sie nehme. Letzte Saison habe ich sie eine Zeit lang nicht mehr eingenommen, da zog ich mir eine Zerrung zu. Ob es einen direkten Zusammenhang gibt, weiss ich nicht. Ich bin aber sicher, dass die Kapseln eine Unterstützung für den Körper sind. Das sind pflanzliche, natürliche Produkte; Kurkuma und Krillöl.

Gegen Luzern hatten Sie im April das 1:0-Siegtor erzielt. Nehmen Sie sich auch für das Spiel vom Samstag viel vor?

Nicht speziell, ich werde gleich eingestellt sein wie für jedes Spiel. Wir wollen als Mannschaft wie immer auf Sieg spielen. Ich freue mich sehr auf die Partie, weil ich in der Swisspor-Arena alles kenne. Das Stadion gefällt mir sowieso, die Atmosphäre ist toll, es macht Spass, dort Fussball zu spielen.

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