VOR BELLINZONA - FCL: Ciriaco Sforza duldet kein Ultimatum

Bellinzona - Luzern ist das Duell der noch punktelosen Teams. FCL-Trainer Ciriaco Sforza gibt sich gelassen und glaubt an die Rückendeckung des Präsidiums.

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Ciriaco Sforza.

Ciriaco Sforza.

Das Treffen war längst abgemacht, aber die Entwicklung der Lage sorgte dafür, dass die Gesprächsrunde nicht langweilig wurde. FCL-Trainer Ciriaco Sforza traf sich mit dem Vorstand zu einer Sitzung, an der – natürlich – vor allem der Besorgnis erregende Start Gegenstand der Diskussion war. Als Sforza ging, nahm er zum einen das Gefühl mit, Rückendeckung von den Verantwortlichen aus dem Präsidium zu geniessen.

Zum andern hatte er eine Frage geklärt, die für ihn nicht von unwesentlicher Bedeutung ist. Sforza hatte erklärt: «Sobald mir ein Ultimatum gestellt wird, gebe ich innert 24 Stunden eine Antwort.» Würde das also heissen, dass er sein Amt zur Verfügung stellen würde? Ein klares Ja gibt Sforza zwar nicht als Antwort, aber dass er ein Ultimatum nicht dulden und darum seine Konsequenzen ziehen würde, macht er mit diesen Worte deutlich: «Ein Ultimatum hat immer auch mit einem Mangel an Vertrauen zu tun.» 

«Ich zermürbe die Spieler nicht»
Sforza begegnet der heiklen Situation betont gelassen. Mit der Eventualität, dass der FCL am Sonntag zum vierten Mal in Folge verlieren kann und dann als einziges Super-League-Team ohne Punkt dastünde, will er sich nicht befassen. Er sagt lieber: «Was diese Mannschaft nicht brauchen kann, ist Hektik. Was sie braucht, ist ein Erfolgserlebnis.»

Noch ist der Moment nicht da, um mit aggressiven Methoden die Spieler aufzurütteln. «Ich zermürbe die Spieler nicht», sagt Sforza, derweil er auf der Suche nach Ursachen für den Fehlstart an sich selber nicht vorbeikommt. «Vielleicht war die Vorbereitung zu hart. Und vielleicht war der Test gegen Liverpool vier Tage vor dem Start kontraproduktiv. In der Planung werde ich in Zukunft darauf Acht geben.»

Peter Birrer und Alex Trunz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag im Sportteil der Neuen Luzerner Zeitung.