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Vor dem Spiel gegen den FCL: Luganos Gerndt kommt wieder in Fahrt

Nach seinem Wechsel von den Young Boys zu Lugano gewann Alexander Gerndts Ex-Klub sogleich den Meistertitel. In Lugano gefällt es dem Schweden dennoch sehr. Das Tessin erinnert ihn auch ein klein wenig an seine Heimatinsel Gotland.
Raphael Gutzwiller
Alexander Gerndt (rechts) gegen Basels Eray Coemert. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Basel, 4. November 2018))

Alexander Gerndt (rechts) gegen Basels Eray Coemert. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Basel, 4. November 2018))

Alexander Gerndt (32) hat in seiner Karriere schon einiges erlebt: Zehn Mal lief er für die schwedische Nationalelf auf, er gewann mit Helsinborgs die Meisterschaft, spielte in Holland für Utrecht und für das Schweizer Spitzenteam Young Boys.

Nun läuft er im beschaulichen Lugano auf, wo die Heimspiele im Schnitt von ein bisschen mehr als 3000 Zuschauern verfolgt werden. Doch der Motivation von Gerndt tut dies keinen Abbruch. «Klar ist Lugano ein kleinerer Verein als YB oder Utrecht, aber mir gefällt es hier. In Lugano Fussball zu spielen, macht mir mindestens so viel Freude wie in Bern. Wir haben eine tolle Mannschaft», meint Gerndt, der auch hervorhebt, dass das Leben im Tessin hervorragend sei – «vor allem für meine Familie». Insgesamt vier Kinder hat er, jedoch leben nur zwei davon bei ihm und seiner Frau im Tessin. Die Kinder seiner Ex-Frau leben in Schweden – genau genommen auf seiner Heimatinsel Gotland. «Natürlich ist diese Distanz zu den Kindern nicht einfach. Aber wir machen das Beste aus der Situation und geniessen die Zeit zusammen.» Das ist etwa jetzt der Fall, seine Kinder sind für das Wochenende zu Besuch.

Nicht nur wegen der Kinder ist Gotland für Gerndt wichtig. Auf der kleinen Insel ist er aufgewachsen – fernab von jeglichem Stress, wie er sagt. Wobei klein? «Für Schweden ist sie klein, für Schweizer Verhältnisse nicht», sagt Gerndt und lacht. Rund 60000 Menschen leben auf der Insel im Südosten Schwedens.

Und doch zieht der Stürmer auch Vergleiche zwischen den beiden Ländern, welche vor allem von den amerikanischen Eishockeyfans immer verwechselt würden, wie Gerndt bemerkt. «In beiden Ländern ist es sehr ruhig und gemütlich.» Auch wenn es ihm im Tessin gefällt: Irgendwann geht er zurück nach Gotland.

Daran denkt Alexander Gerndt aber noch längst nicht. «Ich bin zwar schon 32 Jahre alt, fühle mich aber maximal wie 27. Ich will noch einige Jahre weiterspielen, sofern es mein Körper zulässt.» Gerndt weiss, wovon er spricht, er hat in seiner Karriere schon einige Verletzungen erlitten. Die Schlimmste: eine Knieverletzung in seiner Zeit bei YB, als er nach einem üblen Foulspiel von Basels Taulant Xhaka für ein ganzes Jahr ausfiel. «Wenn man mal so verletzt war, schätzt man es umso mehr, wenn man wieder fit ist und Fussball spielen darf.»

«Ich fühle mich maximal wie 27»

Vor einem Jahr wechselte Gerndt nach Lugano. Und just in der Saison nach seinem Transfer holten sich YB den Meistertitel. «Ich habe mich sehr gefreut», sagt Gerndt. «Ich habe in Bern wunderschöne dreieinhalb Jahre verbracht. Die Fans haben schon lange auf den Titel gewartet.»

In Lugano traf Gerndt auf ein Team, dessen Prunkstück die Offensive ist. Mit Carlinhos Junior, Matia Bottani, Marc Janko und Alexander Gerndt haben sie gleich vier gute Stürmer in ihren Reihen. So kommt es, dass auch Gerndt ab und zu auf der Ersatzbank Platz nehmen muss. «Kein Problem», findet der Schwede. «Die Konkurrenz macht das Team stärker. Wir haben vier ganz unterschiedliche Spielertypen in der Offensive.» Ob Lugano mit einem oder zwei Stürmern aufläuft, sei ihm egal. «In der Offensive müssen wir etwas kreieren, es kommt auf die Situationen an. Wie Taktik oder Matchplan des Trainers genau aussehen, spielt mir nicht so eine Rolle.»

Mit Fabio Celestini hat Gerndt vor einem Monat einen neuen Chef erhalten. «Er ist ein guter Trainer, ich habe einen guten Eindruck von ihm.» Das zeigen auch die Resultate: Zwar verlor der Ex-Lausanne-Trainer das erste Spiel gegen GC, danach gab es aber eine Siegesserie mit drei Siegen in Folge, zuletzt verlor Lugano unglücklich beim FC Basel mit 2:3. «Unsere Leistungen werden immer besser», sagt Gerndt. Dasselbe sagt er auch von seiner persönlichen Leistung. «Ich bin sicher nicht gut in die Saison gestartet, habe zuletzt aber besser gespielt. Ich fühle mich gut.»

Bei seinen letzten sieben Startelfeinsätzen war er stets an einem Tor direkt beteiligt (4 Tore, 5 Assists). Gegen Basel musste er dennoch zuerst auf die Bank – aus taktischen Gründen. «Nun freue ich mich sehr auf das Spiel gegen Luzern», sagt Gerndt. «Wobei man bei Luzern nie genau weiss, was man erwarten kann.»

Hinweis: Das Spiel Lugano gegen Luzern findet am Samstag um 19 Uhr im Cornaredo statt.

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