VORFALL: Der Becherwurf könnte üble Folgen haben

Dem FCL droht nach dem 2:1 gegen GC eine Forfait-Niederlage. Der Grund: GC-Verteidiger Enzo Ruiz wurde von einem Becher getroffen.

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GC-Spieler Enzo Ruiz liegt nach dem Becherwurf am Boden. (Bild EQ)

GC-Spieler Enzo Ruiz liegt nach dem Becherwurf am Boden. (Bild EQ)

Während Enzo Ruiz, der nach dem Vorfall über Sehprobleme klagte, weiterspielen wollte, wurde er von GC-Trainer Ciriaco Sforza in die Kabine geschickt. Die Verantwortlichen erklärten dem Schiedsrichter umgehend, man spiele nur unter Protest weiter. Kurz danach fiel das 2:1 für den FCL. «Wenn GC die drei Punkte jetzt durch die Hintertür gewinnen will, treten sie den Fairplay-Gedanken mit Füssen», ereifert sich FCL-Präsident Walter Stierli.

Nach dem Petardenwurf ist es bereits die zweite bittere Pille, die dem FCL innerhalb kürzester Zeit von den eigenen Anhängern verabreicht wird. Und es ist anzunehmen, dass sich dieser Vorfall weder positiv auf die Wertung des Spiels auswirkt – noch auf den eingelegten Rekurs gegen die Stadionsperre wegen der Vorfälle im Barragespiel gegen Lugano.

Carsten Meyer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag im Sportteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

Leserkommentare

Becher werfen, was hat das für einen Sinn?,
wo führt das in näherer Zukunft hin?,
was ging in dieser Person vor als sie da Stand,
mit dem schmackhaften Becher Bier in der Hand,
statt in der prallen Sonne den edeln Tropfen Bier genießen,
lieber ein GC-Spieler damit abschießen,
wir alle können nur darüber lachen,
denn wie kann ein Plastikbecher eine Gehirnerschütterung verursachen?,
der Spieler schwebte in höchster Lebensgefahr,
weil dies aus Sicht des GCZ ein besonders schwerer Becher Bier war,
doch Sforza ist die Besonderheit,
weiß nicht mal wie man Fairplay schreibt,
statt sich in Ruhe darüber aufzuregen,
lieber beim Schiri Protest einlegen,
statt den Spieler wieder ins Feld rein zuschicken,
um vielleicht noch das spiel zu gewinnen,
ihn lieber in die Kabine zwingen,
auch im Interview hatte Sforza nichts besseres zu tun, als sich zu beklagen,
anstatt etwas über die schwache Leistung seines Teams zu sagen,
jedoch sind die Sicherheitsmassnahmen im Gersag eine Schande,
die Spieler sind ungeschützt am Spielfeldrande,
vielleicht sind diese sicherer beim einlaufen,
wenn sie im Stadion nur noch 1-dl-Bier verkaufen,
dem Gersag, dem bleiben die Zuschauer wohl für ein weiteres Spiel fern,
aber die 3 Punkte - die bleiben in Luzern!
André Burri, Emmenbrücke

18:58 - Ich war genau 2 Meter neben dem GC-Spieler, als er von einem fast leeren Bierbecher getroffen wurde. Der Bierbecher hat höchstens noch 2 cm Bierinhalt und war nicht voll, wie behauptet wird. Getroffen wurde er neben dem Auge, aber der Spieler simulierte gewaltig, denn der Wurf kann nicht wehgetan haben.
Urs Bernet, Ufhusen.

16:05 – Der Becherwerfer ist ein Idiot, ganz klar. Das Verhalten von Ciriaco Sforza ist mies, denn von einem Kartonbecher, auch gefüllt, bekommt niemand eine Gehirnerschütterung. Eher bekommen die Fussballspieler vom Kopfballspiel eine Gehirnerschütterung. Auch Ihre zwei Journalisten verhalten sich idiotisch. Mit Ihrer Schreibweise in der heutigen Ausgabe der NLZ bereiten Sie eine drakonische Strafe des Fussballverbandes gegenüber dem FCL geradezu vor. Die teuren Polizeieinsätze bei jedem Spiel sind nicht mehr zu verantworten. Es soll schweizweit jeweils nur noch das Heimpublikum an ein Fussballspiel zugelassen werden.
Daniel Köpfli, Ebikon

14:23 – Eine fussballerische Top-Leistung des FCL wird durch so eine idiotische Tat leider zunichte gemacht. Dies ist nicht tolerierbar. Erbärmlich ist, dass Herr Sforza seinen Spieler in die Kabine schickt, denn auf andere Weise kann er ja nicht punkten. Das darf nicht sein, hier müsste auf dem Feld ein neutraler Arzt des Verbandes eingreifen und das unterbinden können. Leider werden diese Täter durch einen nicht nachvollziehbaren «Ehrenkodex» der Fans geschützt. Damit heissen sie diese Tat gut und stellen sich auf das gleich tiefe Niveau des Täters. Eventuell sollte man diese deshalb auch kollektiv bestrafen und diesen Sektor sperren. Eingezäunt muss er aber auf jeden Fall werden.
René Najer, Gisikon

14:02 – Alkohol und Sport verträgt sich nicht. In keinem Sportstadion sollte Alkoholausschank erlaubt sein. Zum einen gibt sich ein echter Fan auch mit alkoholfreien Getränken zufrieden und lebt erst noch gesünder. Zum andern sieht er das Geschehen auf dem Rasen und nach dem Spiel klar und deutlich und kann auch besser einschätzen,ob wirklich gut und fair gespielt wird. In jeder Sportart muss man zuerst die Niederlage kennen lernen, bevor man sich an den Siegen freuen kann, erst dann ist man ein richtiger Sportsmann oder Sportsfan. Wenn sich einer vor oder wärend eines Spiels besaufen muss, um Freude am Geschehen zu haben, gehört dieser auf keine Sportanlage.
Erwin Kaiser, Malters

13:33 – Sollte der FCL nochmals und noch härter bestraft werden – es ist ja eine Tatsache, dass der GC Spieler getroffen wurde –, dann würde ich vorschlagen, dass sämtlche unbezahlten und freiwilligen Verantwortlichen des Vereins (Präsident etc.) per sofort den «Bettel hinwerfen». Es ist eine absolute Beleidigung durch diese Immerdummen, krass ausgedrückt: Idioten aus dem sogenannten Fan-Umkreis, diese nicht nur dem Verein, den Verantwortlichen, sondern auch den fairen FCL-Fans schaden. Auch die Arbeit der Mannschaft wird dadurch nicht nur gestört, sondern zerstört. Es muss endlich ein glaubhaft krasses Beispiel geschaffen werden. Es gäbe noch eine Lösung, da es sicher Mitwisser gibt: dass diese den Werfer, sollte er sonst nicht erurierbar sein, diesen verpfeifen, damit er auch rechtlich und wirtschaftlich zur Rechenschaft gezogen werden kann. Und sollten diese Mitwisser schweigen, dann sind sie nicht Mit-Läufer sondern Mit-Täter, da dieser wissentlich geschützt wird. Frage mich aber, ob dieser Kreis der so genannten Fans die Fairness hat, uns alle anderen Fans des FCL zu helfen. Also wer den Werfer kennt, soll sich melden und/oder ihn verpfeifen. Danke bereits jetzt dafür.
Beat Gasser, Arth

13:17 – Ich muss jetzt mal etwas Luft ablassen. Denn ich war mit meiner Freundin beim Spiel gegen GCZ, und zwar hatten wir einen Platz beim Aufgang 6 auf der grossen Tribüne, direkt neben dem Gästesektor. Zu Gast waren die GCZ-Fans, und die zählen ja nicht zu den schlimmsten Fans der Schweiz und trotzdem muss sich der FCL-Sicherheitsverantwortliche grossen Gedanken machen, denn wenn wir solche Schauspieler wären wir der GC Spieler Ruiz, dann wären mindestens 50 Leute ins Spital eingeliefert worden. Denn die GC-Fans haben ständig volle Bierbecher in die Reihen der FCL-Fans auf der Tribüne geworfen. Von diesen Vorfällen spricht genau niemand, es geht nur um den Spieler Ruiz, der nicht mal etwas hatte und sogar noch weiterspielen wollte. Wir hatten ein Paar neben uns, welches schon ganz nasse T-Shirts hatte von den ständigen Bierduschen aus dem Gästesektor. Unter diesen FCL-Fans waren auch Väter mit deren Söhnen und jetzt stellt euch mal vor, der nächste Gegner kommt aus Zürich oder Basel! Ich kann dazu nur eines sagen, fahrlässig! Denn diese Fans, würden dann nicht Bierduschen verteilen, sondern sich problemlos über den Zaun zu den FCL-Fans (Familien) wagen. Was ich noch dazu sagen muss ist, dass wir weder provoziert haben, noch irgendwelche andere Gesten richtig Gästesektor gemacht haben. Wir wollten uns einfach nur das Spiel anschauen und bei guten Aktionen und bei einem Tor jubeln. Macht etwas dagegen!
Daniel Wyrsch, Sins

12:45 – Der Match sollte unter Ausschluss der Öffentlichkeit wiederholt werden. Und Luzern-Präsident Stierli täte gut daran seinen lächerlichen Rekurs gegen die Stadion-Sperre zurückzuziehen.
Emil Schönbächler, Einsiedeln

12:39 – Das Verhalten von GC Trainer Ciriaco Sforza beim Fussballspiel FCL-GC kommt einer klassischen Schwalbe im gegnerischen Strafraum gleich und wird normalerweise mit einer gelben Karte geahndet. Sforza will aber mit seinem unfairen Verhalten nicht nur einen Penalty schinden, sondern dem FC Luzern mit einer Forfait-Niederlage die sportlich verdienten drei Punkte wegnehmen. Aus sportlicher Sicht täten die GC Herren, insbesondere auf Grund der Unsportlichkeit von Ciriaco Sforza gut daran, den Protest zurückzuziehen und die Niederlage zu akzeptieren. Ob die GC-Verantwortlichen dazu wohl die Grösse haben?
Paul Steiner, Reussbühl

12:21 – Ich finde es schade, dass es immer wieder zu solchen Zwischenfällen kommt. Man sollte dem einen Riegel vorschieben und zum einen rigoros Stadionverbote aussprechen. Zum anderen sollten sich die 22 Ballerinas auf dem Rasen mal ein Vorbild an den Eishockeyspielern nehmen. Die spielen mit gebrochenen Knochen, frisch genähten Wunden und Prellungen (weiter). Es reicht ja, wenn man einen Fussballspieler böse anguckt, und schon fallen sie um und brauchen Pflege. *tststs* Immer, wenn ich mir ein Fussballspiel anschaue, kommt es mir vor, als würde ich eine schlecht inszenierte Oper angucken.
Andreas Loosli, Reussbühl

11:16 – Ich finde es lächerlich, dass es immer wieder solche Vorfälle gibt. Aber wegen eines Plastikbechers bekommt man nicht gleich Sehprobleme. Luzern könnte auch protestieren, denn Lustenberger musste sich auch mit Bier und Schimpfwörtern eindecken lassen. Die GCZ-Fans waren auch nicht unschuldig.
Tim Schneider, Kriens

10:57 – Es ist wirklich schlimm, dass es bei jedem Spiel immer solche Sachen passieren. Mein persönlicher Vorschlag ist, dass die Zuschauer mit einer hochauflösenden Kamera gefilmt werden. Wenn dann was passiert, kann der/die Schuldige eruiert werden. Es kann doch nicht sein, dass immer alle Zuschauer und der Fussballclub gebüsst werden, wegen wenigen nichtbelehrbaren Leuten. Als Strafe für diese Leute schlage ich Folgendes vor: Beim ersten Mal: Stadionsperre für eine Saison. Beim nächsten Mal: Stadionsperre für 10 Jahre.
Iwan Gautschi, Hochdorf

10:41 – Warum ziehen sie denn nicht einfach Gitter rund um das Stadion? Das gibt es in anderen Ländern auch schon.
Andreas Tanner, Herrliberg

10:23 – Klar ist der Becherwurf absolut untolerierbar. Aber deswegen das Spiel als Forfait-Niederlage zu werten, wäre ja ein Hohn. Während den Eckbällen in der ersten Halbzeit vor der GCZ-Kurve musste sich Lustenberger auch permanent mit Bechern und anderem eindecken lassen. Der FCL hätte theoretisch von da an auch unter Protest spielen können. Peinlich ist einfach, das gleich beim ersten Match schon wieder so was passieren muss. Ich als FCL-Fan schäme mich für diese «Fans».
Renato Hüppi, Luzern