Wie die blau-weissen Fans Bern eroberten

Trotz der bitteren Niederlage im späten Penaltyschiessen hat der Mittwoch für viele FCL-Anhänger grossartig begonnen und sich im Verlaufe des Tages zu einem fantastischen FCL-Volksfest mitten in der Berner Altstadt entwickelt.

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FCL-Supporter beim Fanmarsch durch die Berner Innenstadt zum Stade de Suisse. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

FCL-Supporter beim Fanmarsch durch die Berner Innenstadt zum Stade de Suisse. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

Rückblende: Bahnhof Luzern, 13 Uhr. An die 1000 Luzerner Supporter (und mindestens so viele Bierflaschen), Jung und Alt, alle fröhlich und ausgelassen, fast alle in Blau-Weiss gekleidet, drängen sich auf den Perron, wo in wenigen Minuten der frühste Extrazug nach Bern einfahren wird. Dieser Stosstrupp wird als Erster in Bern einfallen, die anderen folgen ab 16 Uhr, Tausende wollen sich in Bern auf dem Bärenplatz besammeln und sich dort auf den heiss erwarteten Cupfinal einstimmen und einsingen. Als sich die Türen des Extrazugs öffnen, dauert es gefühlte drei Sekunden, bis alle Plätze belegt sind. 13.25 Uhr – Abfahrt ins Vergnügen, Abfahrt zum Titelgewinn!

15.05 Uhr, Ankunft in Bern. Die blau-weisse Masse ergiesst sich über die Hauptstadt. Es ist ein eindrückliches Schauspiel. Viele fröhliche, lachende Gesichter, so viele Fahnen, handgebastelte Cup-Pokale, gute Laune! Die Polizei hat den Fans den roten Teppich ausgerollt: Ganze Strassenzüge, Kreuzungen, Tramlinien werden gesperrt, damit wir auf direktem Weg an unser Ziel marschieren können – den Bärenplatz, direkt vor dem Bundeshaus.

Heimspiel in Bern

Dort angekommen, werden Bäume, Brunnen und Güselkübel flugs mit blau-weissen Utensilien dekoriert. Innert Minuten sind der Platz, die angrenzenden Restaurants und Läden in Luzerner Hand. Heimspiel in Bern! Die Bier- und Wurstverkäufer machen Rekordumsätze, die Fans singen sich das Herz aus dem Leib, und das alles ohne Ausschreitung, ohne Chaos, ohne Ärger – grossartig. Und es wird noch besser.

Kurz nach 17 Uhr geben die Fanarbeit und die Fanvereinigung United Supports den Startschuss zum Marsch aufs Stadion. Mittlerweile stehen hier mehrere tausend Supporter, und sie alle marschieren nun johlend und lachend und voller Vorfreude auf diesen lang ersehnten Cupfinal gemeinsam quer durch die malerischen Berner Gassen in Richtung Bärengraben und von dort weiter auf der gesperrten Hauptstrasse Richtung Stadion.

Hin und wieder tauchen ein paar ungefährliche Farbpetarden die Luft in ein kräftiges FCL-Blau. Einzig der liegen gelassene Müll, die zu Pissoirs umfunktionierten Plakatwände sowie diverse FCL-Kleber an Orten, wo sie nichts zu suchen haben, dürften bei einigen der vielen schaulustigen Passanten für Unmut sorgen.

Bild: Luca Wolf / Neue LZ
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Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Ein FCL-Fan (mit Pokal) auf dem Weg ins Stadion. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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Blau-Weiss regiert. Fans des FC Luzern vor dem Bundeshaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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Das Fototeam der Neuen Luzerner Zeitung im Stade de Suisse. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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Gut gelaunte Luzerner vor dem Bundeshaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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FCL-Anhänger in Vorfreude auf dem Berner Bundesplatz. (Bild: Keystone)
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18 Uhr, der blau-weisse Strom erreicht das Stadion, füllt den Platz davor, drängt sich vor die Eingänge, stimmt euphorisch Siegesgesänge an – jetzt kanns losgehen, wir sind heiss, wir sind bereit, wir wollen gewinnen!

Dass dann beim Zutritt ins Stadion kaum Kontrollen stattfinden, keine schwerbewaffneten Sicherheitsleute jeden filzen, sorgt rundum für Staunen. Und Freude, denn so dauert das Anstehprozedere nur ein paar lächerliche Minuten. Drinnen angekommen, heisst es Platz sichern, Wurst und Getränk holen, kräftig weiter fachsimpeln und warten, warten, warten auf den Anpfiff.

Luca Wolf/kst

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