WOHLEN – LUZERN 3:2: Ideenlose Luzerner vergeben Sieg fahrlässig

Der FC Luzern verliert in Dietwil gegen den FC Wohlen unglücklich mit 2:3. Mangels fehlender Konzentration konnte der 2:0 Vorsprung nicht verteidigt werden und endete in einer bitteren Niederlage.

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Gerardo Seoane konnte die Niederlage auch nicht verhindern. (Bild Keystone)

Gerardo Seoane konnte die Niederlage auch nicht verhindern. (Bild Keystone)

900 Zuschauer erlebten im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des FC Dietwil ein mässiges Spiel mit einer überraschenden Wendung. Beide Mannschaften hatten Mühe in ihr Spiel zu finden und leisteten sich einige Fehler, wodurch das Spiel nicht richtig ins Fliessen kam. Viele Fehlpässe und verstolperte Bälle zeichneten die Startphase aus. Alain Wiss? Schuss, welcher in der achten Minute knapp über das Tor schoss, war lange das Gefährlichste, was die Luzerner zu Stande brachten. Gefahr kam dafür auf der Gegenseite vor Swen König auf, welcher den auf der Bank gebliebenen Zibung vertrat. Die Luzerner Abwehr liess sich mehrmals durch schnelle Spielzüge von Wohlen aushebeln, doch König war ein sicherer Rückhalt.

Der FC Luzern fand langsam besser ins Spiel und tat mehr für die Offensive. So gingen sie in der 37. Minute durch Neuzugang Nelson Ferreira in Führung. Dieser reagierte am schnellsten auf einen – vor Wohlen-Keeper Djukic ins Getümmel geratenen – Pass und schob zum 1:0 ein. Die Luzerner spielten nun kompakter und liessen den Ball sicher zirkulieren. Dadurch endete der durch Lambert gepasste Ball auf den ebenfalls Neuen Mesbah zum zweiten Mal hinter Djukic.

Blackout fünf Minuten vor Schluss
In der zweiten Halbzeit beschränkte sich der nun wieder passivere FC Luzern auf das Verteidigen. Wohlen stürmte vergebens gegen eine nun stark stehende Luzerner Hintermannschaft an, aber kam kaum zu Chancen. In der 55. Minute nahm Trainer Sforza gleich vier Auswechslungen vor und ersetzte Lustenberger, Diarra, Ravasi und Mesbah gegen Karanovic, Schwegler, Pacar und Schirinz. Neue Impulse vermochten die Eingewechselten dem Luzerner Angriff nicht geben. Nur Karanovic kam zweimal zum Abschluss, ohne aber die Führung ausbauen zu können.

Die sommerliche Hitze liess in der Schlussphase nicht nur die Spieler ins Schwitzen kommen, sondern auch die Luzerner Anhänger unter den 900 Zuschauern. Denn Zahir Idrizi bezwang in der 86. Minute den – von seiner Abwehr kläglich im Stich gelassenen – Swen König. Mirco erzielte eine Minute darauf gar den Ausgleich, bei welchem die Luzerner Verteidiger wiederum sehr unbeholfen wirkten. Der Schlusspunkt des Wohlener Sturmlaufs setzte Zeqiraj in der 90. Minute mit einem Heber über den zu zögerlich herausgekommenen Luzerner Torwart. So siegte der FC Wohlen dank der kuriosen Schlussminuten gegen einen zu passiven und ideenlosen FC Luzern.

Martin Erdmann

Wohlen – Luzern 3:2 (0:2)
Schadhölzli, Dietwil. – 900 Zuschauer. – SR Spiess. – Tore: 37. Ferreira 0:1. 42. Mesbah 0:2. 86. Idrizi 1:2. 87. Mirco 2:2. 90. Zeqiraj 3:2

Luzern: König; Lustenberger (62. Schwegler), Diarra (62.Karanovic), Veskovac, Lambert; Mesbah (62. Schirinzi), Chimiento, Renggli (46. Seoane), Ferreira; Ravasi (62. Pacar), Wiss.

Wohlen: Djukic; Dal Santo, Mancino, Diethelm, Meier; Schiendorfer (46. Müller), Roduner (46. Mirco), Schultz (46. Idrizi), Cabanas; Keller, Piu (46. Zenuni).

Bemerkung: Luzern ohne Tchouga, Kukeli und Paquito (alle verletzt).

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