Wüste Szenen zwischen FCL-Fans und Polizei

Nach dem Match zwischen Luzern und St. Gallen ist es im Bahnhof Winkeln zu wüsten Auseinandersetzungen gekommen. Fans des Luzerner Clubs blockierten die Bahngeleise, worauf die Polizei Gummischrot und Pfefferspray einsetzte.

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FCL-Fans im Gästesektor in der AFG-Arena. (Bild: Keystone)

FCL-Fans im Gästesektor in der AFG-Arena. (Bild: Keystone)

Hintergrund der Auseinandersetzungen ist die Festnahme von drei Luzerner Fans, die Pyros mit sich führten, wie Stadtpolizei-Sprecher Benjamin Lütolf auf Anfrage zu einer SBB-Bahninformation sagte. Die Pyros sind während der Eingangskontrolle in die AFG-Arena festgestellt worden, wie die Stadtpolizei St. Gallen in einem Communiqué schreibt. Einer der Festgenommenen, ein Jugendlicher, wurde kurz nach der Anhaltung wieder freigelassen. Um die Freilassung der beiden anderen zu erpressen, blockierten etwa 50 von insgesamt 500 bis 600 Luzerner Fans im Bahnhof Winkeln die Abfahrt des Extrazuges.

Als die Fans auch das zweite Gleis blockierten und den Zugverkehr unterbrachen, räumte die Polizei die Blockade. Sie setzte nach eigenen Angaben Pfefferspray ein. Als die Polizei mit Feuerwerk, Schottersteinen und Flaschen angegriffen wurde, setzt die Polizei Gummischrot ein. Angaben über Verletzte liegen der Polizei bis zur Stunde keine vor.

Der Bahnhof Winkeln war zwischen 16.30 und 18.40 Uhr nur beschränkt befahrbar, was für Reisende zu Verspätungen führte. Um 18.40 Uhr verliess der Extrazug den Bahnhof.

Schon vor sieben Tagen fielen FCL-Fans beim Letzigrund in Zürich negativ auf.

Der FC Luzern verurteilt in einem Mediencommuniqué vom Sonntagabend die Vorkommnisse in St. Gallen aufs Schärfste und distanziert sich vom inakzeptablen Vorgehen einzelner Personen. Das sei «unvereinbar mit dem Sport, dem Fussball im Speziellen und einer richtigen Fankultur.» FCL-Präsident Mike Hauser: «Um die Geschehnisse aufzuarbeiten, werden wir uns schnellstmöglich mit allen involvierten Parteien zusammensetzen.» Einmal mehr. Fortsetzung folgt.

sda/rem