Yakin kündigt – FCL prüft Konsequenzen

Murat Yakin ist neuer Trainer beim FC Basel. Überraschend daran ist der Zeitpunkt: Weil Yakin nicht frei war, kündigte er den Vertrag mit dem FC Luzern fristlos.

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Murat Yakin wird in Basel als neuer Trainer vorgestellt. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Murat Yakin wird in Basel als neuer Trainer vorgestellt. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Während Mike Hauser (41), der Präsident des FC Luzern, bis nächsten Montag im Ausland in den Ferien weilt, war dessen Vorgänger und Ehrenpräsident Walter Stierli (64) am Montag erreichbar. Er, der Murat Yakin im Frühling 2011 aus einem laufenden Vertrag beim FC Thun für 200'000 Franken Ablöse zum FCL geholt hatte, meinte zum neuen Trainer des FC Basel: «Ich freue mich, dass Herr Yakin einen neuen Job gefunden hat. Nicht zuletzt, weil er unser Budget entlastet.»

Yakin hat fristlos gekündigt

Medienchef René Baumann bestätigte, dass Yakin beim FC Luzern immer noch unter Vertrag stehe. Der am 20. August 2012 nach der 0:2-Heimniederlage gegen GC freigestellte Trainer, der in sechs Spielen bloss drei Punkte gewann, hatte weiterhin jeden Monat pünktlich seinen Lohn erhalten. Das wäre bis zum Ende des gültigen Kontrakts am 30. Juni 2013 weitergegangen. Der 49-fache Schweizer Nationalspieler mit türkischen Wurzeln verlangte nach der Freistellung sogar die Auszahlung eines weiteren Vertragsjahres, da der FCL ihm einen unterschriebenen Vertragsentwurf bis zum Ende der Saison 2013/14 ausgehändigt hatte. Doch nachdem Yakin gestern zum neuen Trainer des FC Basel ernannt worden war, hat sich die Sachlage sofort verändert. Wie der FC Luzern nach 19 Uhr in einem kurzen Communiqué von Kommunikationsleiter Baumann mitteilte, hat der Ex-Trainer gestern das Arbeitsverhältnis mit dem FCL fristlos gekündigt. Wie Baumann gegenüber unserer Zeitung sagte, hat Yakin die Luzerner vorher nicht über den Wechsel zum FCB informiert. «Wir haben davon vom FC Basel erfahren», erklärte Baumann.

Juristenstreit zeichnet sich ab

Es seien nun Abklärungen im Gang, was dieser Wechsel für den FCL bedeute. «Details des Vertrages zwischen Basel und Yakin kennen wir nicht», offenbarte Baumann. Nachdem Yakin dem FCL fristlos gekündigt hatte, hiess es im offiziellen Schreiben: «Die daraus resultierenden Konsequenzen für den FC Luzern werden genauer geprüft und danach mit dem FC Basel sowie Murat Yakin hinsichtlich einer möglichen Einigung besprochen.» Mit anderen Worten: Da dürfte sich ein juristischer Streit zwischen dem FCL und dem FCB sowie dessen neuem Trainer entwickeln.

Daniel Wyrsch

Einen Ausführlichen Artikel zum Trainerwechsel beim FC Basel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.