Yakin legt Fokus auf die nächsten FCL-Spiele

Mit dem Wechsel von Thorsten Fink zum Hamburger Sportverein avanciert Murat Yakin zum Top-Kandidaten beim FC Basel. Ein Gespräch zwischen Yakin und Walter Stierli ergab, dass sich beide auf die kommenden Spiele des FC Luzern konzentrieren wollen.

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FCL-Trainer Murat Yakin (links) und Präsident Walter Stierli, hier an der Medienkonferenz beim Abgang von Hakan Yakin. (Bild: Keystone)

FCL-Trainer Murat Yakin (links) und Präsident Walter Stierli, hier an der Medienkonferenz beim Abgang von Hakan Yakin. (Bild: Keystone)

Am Donnerstagmittag traf sich Walter Stierli mit Murat Yakin zu einem Lunch. Im Gespräch ging es primär um die Planung der laufenden und der neuen Saison, wie der FCL in einer Mitteilung schreibt. Was die Spekulation um die Personalie Murat Yakin betrifft, so wird auf seinen bis 2013 unterschriebenen Vertrag verwiesen. Beide wollen sich auf die kommenden Spiele des FC Luzern konzentrieren.

Kampf um Murat Yakin

«Es ist keine Frage des Geldes», sagt FCL-Präsident Walter Stierli. Solche Aussagen können restlos ernst gemeint sein – oder Teil eines Verhandlungspokers. FCL-Spieler haben dem Präsidenten signalisiert, dass sie Angst hätten, «den Trainer zu verlieren». Für den FCL-Verwaltungsrat geschäftlich noch wichtiger: «Es gab Reaktionen der Investoren und Sponsoren.» Das heisst, die FCL-Führungsetage kämpft um Murat Yakin. Dabei geht es auch um die Planung von Spielereinkäufen.

Cup-Spiel gegen Schötz mit Vogel

Am Donnerstagmorgen wurde bekannt, dass Thorsten Fink per sofort zum HSV wechselt. «Jetzt ist es doch ganz schnell gegangen. Am Montag werde ich nach Hamburg reisen», sagte der 43 Jahre alte Thorsten Fink. Finks erstes Spiel wird das Nordduell mit dem VfL Wolfsburg am darauf folgenden Samstag sein. Beim FC Basel wird interimistisch bis Ende Jahr der bisherige Assistent Heiko Vogel Platz nehmen. Den ersten Ernstkampf bestreitet der 36-Jährige am Samstag im Cup gegen Schötz (17.00 Uhr, Wissenhusen). Auf das Jahr 2012 hin wollen die Basler, betreffend der Cheftrainer-Position, eine Neubeurteilung vornehmen.

Vorangegangen waren Verhandlungen zwischen beiden Klubs. Der HSV soll für Fink, der noch einen Vertrag bis 2013 in der Schweiz besass, eine Ablösesumme bezahlt haben. In Hamburg erhält Fink einen Vertrag bis Juni 2014, wie der HSV am Donnerstagvormittag bestätigte.

Der FC Basel bestätigte auf seiner Website Finks Abschied. «Die Führung des FC Basel 1893 hat am 13. Oktober nach diversen Gesprächen und Verhandlungen entschieden, dem Begehren seines bisherigen Cheftrainers Thorsten Fink auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrages zu entsprechen», hiess es dort. «Mein Ja zum HSV, zum dem ich nach einem schwierigen Entscheidungsprozess ganz klar stehe, geht einher mit einem grossen Bedauern, den FCB, seine fantastischen Fans und eine wunderbare Region zu verlassen», wird Fink zitiert.

rem/ks/si