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ZÜRICH – LUZERN 1:0: FCL verliert nach desolater ersten Halbzeit

Der FC Luzern verliert das «Geisterspiel» im Stadion Letzigrund gegen den FC Zürich mit 0:1 und bleibt somit weiterhin ohne Punktgewinn in dieser Meisterschaft.
Alain Rochat (Nr. 19) schoss den FCZ vor leeren Rängen zum Sieg

Alain Rochat (Nr. 19) schoss den FCZ vor leeren Rängen zum Sieg

90 Minuten Fussball ohne Zuschauer, ohne jegliche Stimmung - kaum vorstellbar. Doch dies war im Zürcher Stadion Letzigrund, welches eigentlich für 26'500 Zuschauer gebaut ist, am Mittwochabend bittere Realität. Der FC Zürich musste sein erstes Heimspiel der Saison gegen den FCL unter Ausschluss des Publikums durchführen - als Strafe für die Ausschreitungen beim Spiel gegen den FC Basel im Mai. Auch ihr nächstes Heimspiel werden die Zürcher in dieser trostlosen Ambiance abhalten müssen.

Schwacher Trost für die Luzerner Fans: Ihnen blieb damit immerhin der schwache Auftritt der Luzerner erspart. Denn nur drei Tage nach der 1:2-Schmach gegen den Aufsteiger Vaduz setzte es eine weitere Niederlage ab. Diesmal mussten sich die Akteure von Trainer Ciriaco Sforza nach einer schwachen ersten Halbzeit mit 0:1 geschlagen geben.

Luzern desolater Beginn
Als grosse Enttäuschung musste man die erste Halbzeit auch Sicht der Luzerner bezeichnen. Kein Feuer, keine Leidenschaft und kein Wille waren zu erkennen. Eine einzige nennenswerte Chance, durch Djamel Mesbah (28., Kopfball), hatte das Innerschweizer Team zu verzeichnen. Das war es auch schon. Zu wenig für ein Team, welches den Anspruch stellt, die Meisterschaft unter den Top 6 beenden zu wollen.

Spielbestimmend waren die Zürcher, die durch Almen Abdi (8./ 9.), Dusan Djuric (14.) und Eric Hassli (17./ 36.) zu ausgezeichneten Tormöglichkeiten kamen. Die durch FCZ-Captain Alain Rochat (18.) erzielte 1:0-Führung, nach einem Eckball, war die logische Konsequenz und auch absolut verdient. Und es blieb aus Luzerner-Sicht bei diesem äusserst schmeichelhaften Resultat, denn angemessen an den FCZ-Chancen hätte der Gastgeber bereits nach 45 Minuten mit 3:0 oder 4:0 in Führung liegen müssen.

Reaktion folgte in der zweiten Halbzeit
In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Luzerner etwas spielfreudiger und engagierter als noch im ersten Durchgang. Die Gäste kamen auch zu Chancen. Davide Chiumiento (55.) und Jacopo Ravasi (70.) scheiterten aber beide Male am mirakulös parierenden FCZ-Schlussmann Johnny Leoni. Zu mehr reichte es den Luzernern an diesem Abend aber nicht mehr. Zürich siegte verdient mit 1:0.

Punkte sind Pflicht
Für den FCL folgt am Samstag das zweite Heimspiel. Der Gegner heisst FC Neuchâtel Xamax. Verlieren verboten, so lautet die Devise gegen die Neuenburger, die vom Argentinier Néstor Clausen trainiert werden. Nach zwei Niederlagen in Serie muss nun dringend ein Erfolgserlebnis her. Einerseits für die Moral, andererseits aber auch um den Goodwill der Fans zurückzugewinnen. Nach den dürftigen Leistungen gegen Vaduz und Zürich (erste Halbzeit) muss man sich die Herzen der Fans erst wieder erobern. Und das geht nur mit Leidenschaft und einem enormen Siegeswillen. Nicht über 45 Minuten, sondern über die gesamte Spielzeit.

Aus Zürich: Michael Wyss / Zisch

Zürich - Luzern 1:0 (1:0).

Letzigrund. - keine Zuschauer. - SR Studer. - Tor: 18. Rochat 1:0.

Zürich: Leoni; Lampi, Stahel, Barmettler, Rochat; Tico (65. Büchel), Aegerter; Nikci (73. Ladner), Abdi, Djuric (91. Stucki); Hassli.

Luzern: Zibung; Zverotic (89. Karanovic), Roland Schwegler, Diarra (20. Wiss), Claudio Lustenberger; Renggli, Seoane; Ferreira (86. Schirinzi), Chiumiento, Mesbah; Ravasi.

Bemerkungen: Zürich ohne Tihinen, Chikhaoui, Schönbächler, Vasquez und Staubli (alle verletzt) sowie Alphonse (rekonvaleszent), Luzern ohne Kukeli, Pacar, Tchouga und Veskovac (alle verletzt) sowie Gajic (nicht spielberechtigt). Erstes von zwei FCZ-Geisterspielen nach den Ausschreitungen vom 2. Mai anlässlich der Partie Basel - Zürich im St.-Jakob-Park. Verwarnungen: 28. Hassli (Foul). 29. Ravasi (Unsportlichkeit). 58. Abdi (Unsportlichkeit). 64. Claudio Lustenberger (Foul). 85. Ferreira (Foul).

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