ZWISCHENFALL: Chaos wegen angeblicher Schwalbe Doumbias

Erst pfiff Carlo Bertolini Penalty, dann stellte er den vermeintlich Gefoulten vom Platz. Der Marschbefehl für Seyou Doumbia war ein Schauspiel – dem der letzte Akt noch nicht geschrieben ist.

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Nach dem Platzverweis gingen die Emotionen hoch: Seydou Doumbia schägt gegen eine Fernsehkamera. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Nach dem Platzverweis gingen die Emotionen hoch: Seydou Doumbia schägt gegen eine Fernsehkamera. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Nach einem Zweikampf mit FCL-Goalie David Zibung war YBs Seyou Doubia auf der Höhe des linken Torpfostens zu Boden gegangen. Bertolini pfiff sofort Penalty und zeigte zum Missfallen der aufgebrachten Luzerner auf den Elfmeterpunkt. Die Emotionen gingen hoch, das Chaos brach aus. Zibung rannte zu Doumbia und stellte ihn zur Rede: «Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht berührt hätte und dass er ehrlich sein solle.» Kaum hatte er sich den Stürmer vorgeknöpft, nahm die Szene zur Überraschung der 8200 Zuschauer eine nicht für möglich gehaltene Wende. Kein Penalty, dafür Gelb-Rot für Doumbia!

«Von meiner Position aus sah es aus wie ein Foul. Schliesslich habe ich den Entscheid umgestossen und Doumbia für die Schwalbe die zweite Verwarnung gegeben», erklärte Bertolini seinen Sinneswandel gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Die TV-Bilder brachten schliesslich Klarheit: Es war kein Penalty, aber es war auch keine Schwalbe. Wie es nun weiter geht, muss die Liga entscheiden.

Andreas Ineichen

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag im Sportteil der Neuen Luzerner Zeitung.