«Allen muss bewusst sein, worum es geht»: Wie sich der FC St.Gallen auf den ersten Match mit 10'000 Fans seit dem Lockdown vorbereitet

Am Sonntag darf der FC St.Gallen erstmals seit über einem halben Jahr wieder mehr als 1000 Fans zu einem Heimspiel begrüssen. Die Erleichterung bei den Verantwortlichen ist gross – es stellen sich allerdings grosse Herausforderungen. Präsident Matthias Hüppi sagt, man wolle die Chance nutzen, die sich jetzt biete.

Daniel Walt
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In freudiger und gleichzeitig gespannter Erwartung der Partie am Sonntag: FCSG-Präsident Matthias Hüppi (links) neben Medienchef David Gadze.

In freudiger und gleichzeitig gespannter Erwartung der Partie am Sonntag: FCSG-Präsident Matthias Hüppi (links) neben Medienchef David Gadze.

Bild: Benjamin Manser

10'000 Fans werden am Sonntag in den Kybunpark strömen, wenn Leader St.Gallen Servette Genf empfängt. 10'000 – eine Zahl, die in gewöhnlichen Zeiten für Espen-Verhältnisse eher enttäuschend wäre. In der Coronapandemie allerdings sind sie ein Wagnis für alle Beteiligten: für den Kanton St.Gallen, der die Bewilligung für die Veranstaltung erteilt hat; vor allem aber auch für den FC St.Gallen.

Die vier wichtigsten Regeln und Hüppis Optimismus

«Es geht darum, dass unsere Mannschaft das Publikum wieder spürt und die Fans wieder ins Stadion dürfen», sagte FCSG-Präsident Matthias Hüppi an der Medienorientierung vom Freitagmittag. Das grosse Geld werde der Club mit dieser Auslastung noch nicht verdienen. Das hat auch mit dem enormen Aufwand zu tun, den er im Vorfeld und während der Partie treiben muss. Da ist zum einen der elektronische Versand der Eintrittstickets an die Saisonabonnenten, der seit Donnerstag läuft und der sich noch bis Freitagabend hinziehen dürfte. Zum anderen muss der FC St.Gallen als Veranstalter alles dafür tun, dass der Kybunpark nicht zum Hotspot für neue Coronafälle wird.

Matthias Hüppi nannte vier Massnahmen, an die sich die FCSG-Fans am Sonntag vor allem halten müssen:

  1. Maskenpflicht
  2. Abstand halten
  3. Auf dem eigenen Platz bleiben und sich dort auch verpflegen
  4. Rücksicht aufeinander nehmen

Es werde Personal im Stadion darauf achten, dass die Massnahmen eingehalten würden, informierte Matthias Hüppi. Zudem bildete der FC St.Gallen im Hinblick auf diese Partie Hygiene-Stewards aus. Zum Einsatz kommen werden im Umfeld des Spiels insgesamt rund 200 Staffmitglieder – mehr als beim ausverkauften Spitzenkampf gegen YB vom vergangenen Februar, wie Hüppi sagte.

Der Kybunpark vor der Rückkehr von 10'000 FCSG-Fans – ein Rundgang in Bildern:

Für den FCSG steht am Sonntag laut dem Präsidenten viel auf dem Spiel:

«Allen muss bewusst sein, worum es geht.»

Es hänge von der Disziplin der Fans ab, ob man vom Kanton die Bewilligung für weitere Spiele mit dieser Anzahl Fans oder sogar noch etwas mehr Zuschauern erhalten.

Zeidler: Es braucht eine Leistungssteigerung

Auch Cheftrainer Peter Zeidler freut sich mit seiner Mannschaft auf die Rückkehr der Fans in den Kybunpark. Trotzdem werde man den Fokus auf die Partie nicht aus den Augen verlieren, so der Deutsche.

Bild: Benjamin Manser

Eine Steigerung im Vergleich zu den ersten zwei – gewonnenen – Meisterschaftsspielen sei vonnöten: Servette bringe mehr Qualität als Sion und Vaduz auf den Platz, so Peter Zeidler.

Der Ticker zur Medienkonferenz zum Nachlesen: