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Der FCSG muss nachgeben: Ben Khalifa gewinnt vor St.Galler Gericht

Das Kreisgericht St.Gallen gibt Nassim Ben Khalifa recht: Der Stürmer des FC St.Gallen darf wieder am Abschlusstraining teilnehmen. Der Vorwurf des Mobbings verfängt hingegen nicht.
Christian Brägger
Nassim Ben Khalifa (rechts) auf dem Weg zum Gericht am Freitag, dem 29. März. (Bild: Benjamin Manser)

Nassim Ben Khalifa (rechts) auf dem Weg zum Gericht am Freitag, dem 29. März. (Bild: Benjamin Manser)

Am Freitag war die Verhandlung, am Dienstag kam nun das erstinstanzliche Urteil: Das Kreisgericht heisst die Klage Nassim Ben Khalifas gut und verpflichtet den FC St.Gallen und vor allem seinen Trainer Peter Zeidler, den Stürmer wieder am Abschlusstraining teilnehmen zu lassen.

Es gebe keinen genügenden Anlass dafür, den Spieler nicht am Abschlusstraining teilnehmen zu lassen, heisst es in dem Urteil. Hier werde Nassim Ben Khalifa diskriminiert und unrechtmässig ungleich behandelt wie seine Mitspieler im FC St.Gallen. Der mehrmalig geäusserte Wunsch des Fussballers, den Verein zu verlassen, spiele hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Der Vorwurf des Mobbings, der ebenfalls im Raum stand, greift indes nicht.

Ben Khalifas Anwalt: «Spieler wird mit vollem Einsatz alle Trainings absolvieren»

Am Dienstagmittag hat sich auch Nassim Ben Khalifa über seine Rechtsvertretung zu Wort gemeldet. Er wolle seiner Familie, den Fans, Mitspielern, Clubverantwortlichen und allen weiteren Personen, die ihn «in dieser sportlich, aber auch persönlich sehr schwierigen Zeit» unterstützt haben, herzlich danken. Der wichtige Entscheid stärke die Rechte der Profifussballer als Arbeitsnehmer in der Schweiz.

Ben Khalifa lässt über seinen Anwalt weiter ausrichten, dass er an allen Trainings der ersten Mannschaft wie bis anhin «mit grosser Motivation und vollem Einsatz» teilnehmen wird. Er vertraue darauf, dass die Aufstellungen für das Spielkader professionell – nach rein sportlichen Kriterien – erfolgen.

Wird der FC St.Gallen gegen das Urteil vorgehen?

Wie der FC St.Gallen nun in der Causa weiterfahren wird, ist vorerst offen. Falls die Clubführung gegen das Präjudiz vorgehen wird, droht ein langer Rechtsstreit, der vermutlich über die Laufzeit des Kontrakts - bis Sommer 2020 - hinausgeht. Bis dahin wäre es Nassim Ben Khalifa weiter erlaubt, am Abschlusstraining teilnehmen, weil das Urteil als provisorischer Massnahmenvollzug gilt.

Nassim Ben Khalifa darf nun also bereits am Dienstagnachmittag am Abschlusstraining des FC St.Gallen für die Vorbereitung der Partie gegen die Grasshoppers teilnehmen. Fraglich ist, wie diese letzte Übungseinheit konkret für den Spieler aussehen wird. Peter Zeidler hat immer gesagt, dass er Nassim Ben Khalifa nicht mehr ins Kader berufen werde.

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