Der Test bleibt, was er ist: Der FCSG spielt unentschieden gegen Celtic Glasgow

Beim 0:0 gegen Celtic Glasgow steigert sich der FC St.Gallen in der zweiten Halbzeit. In der ersten hält Dejan Stojanovic einen Handspenalty. Auch der Video Assistant Referee gibt zu reden. Und die Kulisse ist mit 4000 Zuschauern eher enttäuschend.

Christian Brägger
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Sprungstark: St.Gallens Dereck Kutesa (Mitte) im Spiel gegen Celtic Glasgow. (Bild: Urs Bucher)

Sprungstark: St.Gallens Dereck Kutesa (Mitte) im Spiel gegen Celtic Glasgow. (Bild: Urs Bucher)

9:1 gewann gestern in den Morgenstunden ein Mix jüngerer und älterer Akteure von Celtic Glasgow in 80 Minuten gegen die U21 des FC  St.Gallen. Am Abend schickte Coach Neil Lennon im offiziellen Testspiel um Kultfigur und Captain Scott Brown eine komplett neue Mannschaft aufs Feld, die laut schottischer Journalisten nahe einer bestmöglichen Aufstellung kam und entsprechend kompetitiv wirkte. Schnell war deutlich, dass der FC St.Gallen gegen diesen Widersacher, der zuletzt achtmal in Folge Meister geworden war in Schottland und Anfang August in die Saison startet, gefordert sein würde.

Nach den ersten harten Trainingswochen blieb zu Beginn vieles Stückwerk bei den Ostschweizern, die mit Testspieler Yannis Letard in der Innenverteidigung begannen. Die Automatismen im Umschaltspiel klappten noch nicht, torgefährliche Aktionen blieben selten. Auf der Gegenseite kam Celtic in der 25. Minute zu einem Handspenalty, den Victor Ruiz am Sechzehnmeterraum verursacht hatte und der Schiedsrichter erst nach der VAR-Konsultation gab. Dafür gab es Pfiffe, doch der Video Assistant Referee wird die Zukunft in der Super League sein, gut, wenn sich Team und Publikum jetzt schon an ihn gewöhnen. Den fälligen Elfmeter von Anthony Ralston hielt Dejan Stojanovic stark. St.Gallen hätte vor der Pause etwas glücklich in Führung gehen können – doch Dereck Kutesa traf nach seinem Solo den Pfosten.

Testspieler Robert Obst bleibt auf der Bank

Für die zweite Halbzeit nahm Trainer Peter Zeidler viele Wechsel vor, aber Testspieler Robert Obst, ein 23-jähriger, grossgewachsener Pole und derzeit vereinslos (zuletzt Ruch Chorzow), brachte er nicht. Fortan stand Jonathan Klinsmann im Tor, auch Fabiano griff im Mittelfeld ins Spielgeschehen ein, ihn wollen die St.Galler verpflichten. Während der Gegner ermüdete, wirkte diese zweite Zeidler-Formation ungleich auffälliger, sie versuchte sich über Angelo Campos, Betim Fazliji, Moreno Costanzo oder Boris Babic oft aus der Distanz. Babic war es denn auch, der in der 75. Minute den nächsten VAR-Entscheid verursachte, als Jozo Simunovic nach einem Foul am St.Galler Stürmer anfänglich mit Gelb, dann aber mit Rot bestraft wurde. Letztlich blieb es beim 0:0 in einem Test, in dem St.Gallen doch noch ein wenig in Fahrt gekommen war.

Schon am Morgen war bekannt geworden, dass der 21-jährige Axel Bakayoko auch die neue Saison als Leihspieler von Inter Mailand für den FC St. Gallen bestreitet. 

Vorverkauf für Match gegen Dortmund gestartet

Am Dienstag, 30. Juni, testet der FC St.Gallen im Kybunpark gegen Borussia Dortmund. Der Match wurde mittlerweile auch von St.Galler Seite bestätigt. Wenn dann die Saison bereits läuft, dürfte weit mehr los sein im Stadion als gegen Celtic; alles in allem war der Zuschauerauflauf recht enttäuschend. Noch fehlt das Fussballfieber.

Tickets für den Match gegen Dortmund gibt es ab sofort unter diesem Link