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FC St.Gallen akzeptiert das Ben-Khalifa-Urteil, legt aber Rekurs gegen die Sperre für Trainer Peter Zeidler ein

Just vor den eminent wichtigen Spielen gegen GC und Xamax hat sich St.Gallens Angreifer Nassim Ben Khalifa erfolgreich ins Abschlusstraining des Vereins zurückgeklagt. Zudem zieht die Liga Trainer Peter Zeidler für eine Partie aus dem Verkehr. Die Verantwortlichen nahmen an der Medienkonferenz vor dem Heimspiel gegen die Hoppers zu den aktuellen Entwicklungen Stellung.
Daniel Walt

Der FC St.Gallen steht vor zwei richtungsweisenden Partien. Am Mittwoch gegen die Grasshoppers und am Samstag gegen Neuchâtel Xamax geht es für die Equipe von Trainer Peter Zeidler darum, den Abstand auf das Tabellenende zumindest konstant zu halten, wenn nicht wieder zu vergrössern.

In die Vorbereitungen auf das GC-Heimspiel platzte am Dienstag die Nachricht, dass der FC St.Gallen Nassim Ben Khalifa wieder zu den Abschlusstrainings zulassen muss. Der Angreifer hatte sich dieses Recht vor dem St.Galler Kreisgericht erstritten.

Trainer Peter Zeidler hielt an der Medienkonferenz vom Dienstagmittag im Kybunpark fest, für ihn sei die Sache mit diesem Urteil erledigt, Ben Khalifa werde bei der Abschlusseinheit vor dem GC-Match dabei sein.

«Ich weiss nun, woran ich mich zu halten habe. Wie es in der konkreten Einheit aussieht, ist dann aber immer noch meine Sache.»

Im Videointerview mit dem «Tagblatt» informierte FCSG-Präsident Matthias Hüppi seinerseits, der Verein werde das Urteil akzeptieren. Man wolle sich jetzt mit aller Kraft auf die kommenden wichtigen Partien konzentrieren.

«Wir wollen keine Energie mit Nebenschauplätzen verlieren.»

Der FC St.Gallen werde sich jetzt generell Gedanken machen, ob man Dinge wie beispielsweise die Frage, wer an Abschlusstrainings teilnehmen dürfe und wer nicht, vertraglich regeln solle. «Wenn wir so weit gehen müssen, werden wir das machen», so Hüppi.

An der Medienkonferenz wurde zudem bekannt, dass der FC St.Gallen Rekurs gegen die Sperre von Trainer Peter Zeidler einlegt. Der Deutsche war von Schiedsrichter Lionel Tschudi am Sonntag auf die Tribüne verwiesen worden, weil er seine Jacke nach einem Penaltypfiff des Referees zugunsten von YB zu Boden geworfen hatte.

Für den Match gegen GC hätte Zeidlers Sperre ohnehin noch nicht gegolten, betroffen wäre somit die wichtige Auswärtspartie in Neuenburg vom kommenden Samstag.

Lesen Sie die Medienkonferenz im Ticker nach:

12:46 Uhr

Der offizielle Teil der Medienkonferenz ist damit vorbei. Für weitere Fragen zum Fall Ben Khalifa verweist Trainer Zeidler auf Präsident Matthias Hüppi und Sportchef Alain Sutter, die im Hintergrund ebenfalls anwesend sind. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen in diesem Fall natürlich auf dem Laufenden. Zunächst besten Dank fürs Mitlesen des Tickers!

12:43 Uhr

Ob das Urteil zu Nassim Ben Khalifa die Vorbereitung in dieser Phase störe, fragt ein Journalist. Peter Zeidler antwortet:

«Wir haben vom Urteil Kenntnis genommen, es zu akzeptieren und machen das auch. Für mich als Trainer ist die Sache erledigt, ich weiss, woran ich mich zu halten habe. Wie es in der konkreten Einheit aussieht, ist dann aber immer noch meine Sache.»

12:41 Uhr

«Heute ist das vielzitierte Abschlusstraining», scherzt Peter Zeidler in Anspielung auf den Fall Nassim Ben Khalifa. Auf die Frage, ob Ben Khalifa dort mittun werde, fragt Zeidler zunächst, ob das nun eine so gewichtige Frage sei.

Ben Khalifa sei am Vormittag schon da gewesen und werde am Nachmittag im Training mit dabei sein, so Zeidler.

12:34 Uhr

Ein Journalist spricht die Penaltyszene gegen YB und den vom Schiedsrichter befohlenen Abgang Peter Zeidlers aus der Coachingzone an. Emotionen gehörten dazu, sagt der Deutsche zum Wegwerfen seiner Jacke. Er habe niemanden beleidigt und dem Schiedsrichter nach dem Spiel auch klargemacht, dass die Geste keineswegs gegen ihn gerichtet gewesen sei.

«Ich kann nicht nachvollziehen, dass das nun zu einer Sperre geführt hat.»

Er sitze gegen GC sowieso auf der Trainerbank, sagt Zeidler, die Sperre würde erst für den Match gegen Xamax gelten. Es werde aber Rekurs eingelegt.

12:32 Uhr

Wird Milan Vilotic wieder zum Einsatz kommen? Peter Zeidler antwortet, Vilotic habe seine Sache ordentlich gemacht. In die Karten blicken lassen will sich der Deutsche aber nicht. Er wolle zunächst noch das Abschlusstraining abwarten und habe die Startformation noch nicht im Kopf.

12:30 Uhr

Die Medienkonferenz beginnt pünktlich. In Begleitung von Medienchef Daniel Last betritt Cheftrainer Peter Zeidler das Podium. Es sind deutlich mehr Medienvertreter hier als gewöhnlich. Laut Last sind für die Partie bis anhin 9900 Tickets verkauft worden. Verletzt ist nach wie vor Cedric Itten. Wie Trainer Peter Zeidler sagt, sind sowohl Axel Bakayoko als auch Andreas Wittwer aller Voraussicht nach einsatzfähig.

12:21 Uhr

Die ersten Journalistinnen und Journalisten finden sich im Kybunpark ein. Darunter ist auch der langjährige SRF- und aktuelle Teleclub-Reporter Dani Wyler. Wyler ist gleichzeitig Medienchef des FC Wil – und prompt spricht er FCSG-Legende Werner Zünd auf das legendäre Debakel des FC St.Gallen in der Äbtestadt an. «11:3 haben wir Euch geschlagen»!, sagt Wyler. Zünds fadengrader Konter: «Nein – wir haben uns selbst geschlagen!»

12:19 Uhr

Am Dienstag nun schlug das Urteil des St.Galler Kreisgerichts im Fall Nassim Ben Khalifa wie eine Bombe ein. Der Einzelrichter sprach ein Urteil, das Signalwirkung nicht nur für die Ostschweizer, sondern für das Fussballbusiness generell haben dürfte. Laut dem Entscheid hat der FC St.Gallen seinem in Ungnade gefallenen Angreifer zu Unrecht die Teilnahme an den Abschlusstrainings verweigert. Es gebe keinen genügenden Anlass, den Spieler nicht an dieser Einheit teilnehmen zu lassen, beschied der Einzelrichter den Parteien in seinem Entscheid.

Somit wird Nassim Ben Khalifa in der Vorbereitung auf das GC-Heimspiel zum ersten Mal seit längerem wieder am Abschlusstraining dabei sein – auch wenn er für die Partie selbst keine Rolle spielt.

12:15 Uhr

Als wäre die Ausgangslage für die nächsten Partien nicht schon delikat genug: Am Montag wurde bekannt, dass St.Gallen-Trainer Peter Zeidler seine Mannschaft für ein Spiel nicht coachen darf.

Auslöser: Schiedsrichter Lionel Tschudi hatte den impulsiven Deutschen am Sonntag auf die Tribüne geschickt. Zeidlers Vergehen: Er warf nach einem Handspiel von Silvan Hefti und Tschudis Penaltypfiff sein Jacket zu Boden.

Peter Zeidler musste seinen Trainerstuhl am Sonntag räumen – er wurde vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt. (Bild: Freshfocus)

Peter Zeidler musste seinen Trainerstuhl am Sonntag räumen – er wurde vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt. (Bild: Freshfocus)

Rekurrieren die Espen gegen die Sperre? Und gilt diese bereits für den Match gegen GC oder ohnehin erst für die Auswärtspartie bei Xamax, wie dies der «Blick» schreibt? Auch auf diese Fragen erhoffen wir uns Antworten an der Medienkonferenz, die um 12.30 Uhr beginnt.

12:09 Uhr

Mit der Niederlagenserie ist der Abstand der Espen auf den Barrageplatz wie Schnee in der Frühlingssonne geschmolzen. Zwölf Punkte lagen Anfang März noch zwischen den Ostschweizern und dem Neuntplatzierten Xamax – aktuell sind es gerade noch sechs. Verliert St.Gallen am Mittwoch gegen GC und gewinnen die Neuenburger in Lugano, droht ein Horrorszenario: Mit einem Sieg im Direktduell vom kommenden Samstag könnte Xamax punktemässig zum FCSG aufschliessen.

Für unsere App-Nutzer: Klicken Sie auf «Grafik anzeigen», um die aktuelle Tabelle der Super League zu sehen.

Die Super-League-Tabelle vom 2.4.2019

Rang Mannschaft Spiele Punkte
6. Lugano 26 31
7. St.Gallen 26 31
8. Sion 25 29
9. Xamax 26 25
10. GC 25 19

Hinweis: In der Tabelle noch nicht eingerechnet ist der 3:0-Forfaitsieg von Sion gegen GC; das Urteil nach dem Pyro-Skandal vom Tourbillon ist noch nicht rechtskräftig.

12:05 Uhr

Der FC St.Gallen erlebt unruhige Tage. In der Meisterschaft haben die Ostschweizer drei Niederlagen am Stück eingefahren. Beim 0:3 in Luzern und der 0:2-Heimpleite gegen Lugano enttäuschte das Team von Trainer Peter Zeidler auf der ganzen Linie. Beim 2:3 am Sonntag bei Meister und Tabellenführer YB spielten die Espen zwar stark, verschenkten einen möglichen Sieg aber in der Schlussphase und fuhren ohne Punkte nach Hause.

Ein enttäuschter Dejan Stojanovic nach der Last-Minute-Pleite gegen YB. (Bild: Keystone)

Ein enttäuschter Dejan Stojanovic nach der Last-Minute-Pleite gegen YB. (Bild: Keystone)

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