FCSG: Bakayoko bleibt bei Grünweiss +++ Heute Testspiel gegen Celtic +++ Kritik an Eintrittspreisen

Am Dienstag ab 19.30 Uhr trifft St.Gallen in einem Test auf Celtic Glasgow. Kritik gibt es an den Eintrittspreisen, während für den Dienstag, 30. Juli, laut Angaben aus Deutschland ein Testspiel gegen Borussia Dortmund ansteht. Derweil vermelden die Ostschweizer den Verbleib von Axel Bakayoko für eine weitere Saison – und am Horizont zeichnet sich ein Test-Heimspiel gegen Borussia Dortmund ab.

Christian Brägger
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Axel Bakayoko bleibt für eine weitere Saison beim FCSG. (Bild: Keystone)

Axel Bakayoko bleibt für eine weitere Saison beim FCSG. (Bild: Keystone)

Peter Zeidler hatte am Samstagabend noch etwas Zeit gefunden für «Die Ärzte». Lieber wären dem Coach des FC St.Gallen zwar «Die Toten Hosen» oder «Sportfreunde Stiller» gewesen, aber die Stimmung am St.Galler Open Air mit all der Fröhlichkeit und Friedlichkeit habe ihn verzückt nach den heissen, strengen Trainingstagen in Bad Ragaz. «25'000 Zuschauer, das war fantastisch. Das lässt mich träumen, was los sein wird, wenn wir vielleicht einmal einen Pokal holen.» Zeidler, alles andere als ein Festivalgänger, lächelt.

Seine Mannschaft befindet sich nun in der Vorbereitung in der dritten Woche, und am Dienstagabend ab 19.30 Uhr ist Celtic Glasgow im Kybunpark der erste ernstzunehmende Testspielgegner nach den hohen Siegen gegen Speicher (17:0) und Bad Ragaz (19:2). Zeidler will seine Spieler gegen die Schotten, die im Hotel Säntispark logieren und aus ihrem Trainingslager in Österreich mit dem Flugzeug angereist sind, weiter entwickeln. Der 56-Jährige sagt, es sei etwas am Entstehen in seinem Team. «Dies muss im Prinzip schnell voranschreiten, ohne dass wir die Geduld verlieren.»

50 Prozent der Stammelf sind weg

Zeidler gibt eben auch zum wiederholten Mal zu bedenken, dass ihm die Hälfte der Stammelf der vergangenen Rückrunde abhandengekommen sei.

«Fünfsterne-Fussball können wir noch nicht bieten. Wenn wir den Vergleich zum Fünfsterne-Aufenthalt von vergangener Woche im Grand Resort ziehen wollen.»
Trainer Peter Zeidler träumt von einem Pokal mit dem FC St.Gallen. Zuerst kommt nun Celtic - quasi als Simulation für die Europa League. (Bild: Michel Canonica)

Trainer Peter Zeidler träumt von einem Pokal mit dem FC St.Gallen. Zuerst kommt nun Celtic - quasi als Simulation für die Europa League. (Bild: Michel Canonica)

Die bisherige Vorbereitung sieht der Deutsche positiv und noch am Anfang. Gegen Celtic, diesen ehrwürdigen Gegner, gehe es nun so richtig um Fussball, sagt Zeidler. «Das kann ein Vorgeschmack sein, falls wir es vielleicht einmal in die Europa League schaffen.» Der Einsatz von Nicolas Lüchinger gegen den 50-fachen Landesmeister ist wegen Waden- und Knieproblemen wohl nicht möglich, Milan Vilotic dürfte mindestens diese Woche weiter wegen einer Reizung am Fuss ausfallen.

20 Franken der Mindestpreis für das Spiel - das sorgt für Unmut

Auf Unverständnis stiess beim Anhang im Vorfeld des Spiels der Eintrittspreis, das Ticket kostet im Minimum 20 Franken. Die Clubführung hatte die Preispolitik indes verteidigt und in einem Rundschreiben folgendes Statement abgegeben: «Es ist unsere Pflicht, kostendeckend zu wirtschaften. Wir setzen die Eintrittspreise nicht so an, dass wir am Ende viel Geld mit den Spielen verdienen wollen, sondern wir versuchen, den goldenen Mittelweg zu gehen: attraktive Gegner zu moderaten Eintrittspreisen.»

Ein solcher attraktiver Widersacher wird Dortmund sein, das ebenfalls gegen St.Gallen in der Vorbereitung eine Testpartie absolvieren wird. Wie auf der Website der Borussia bereits vermerkt ist, findet die Partie am Dienstag, 30. Juli, um 19.30 Uhr im Kybunpark statt. Vom FC St.Gallen steht eine Bestätigung derweil noch aus.

Noch zwei Transfers. Mindestens.

Von der Transferfront der Ostschweizer gab es am Dienstagmittag Neuigkeiten. Die St.Galler vermeldeten den Verbleib von Axel Bakayoko – die Ostschweizer können den Offensivspieler, der Inter Mailand gehört, für eine weitere Saison ausleihen. Bakayoko kam in der vergangenen Saison in 31 Meisterschaftsspielen zum Einsatz. Dabei erzielte der auf diversen Positionen einsetzbare Spieler vier Tore und gab dreimal das entscheidende Zuspiel zu einem Treffer.

St.Gallen hatte zudem offenbar Interesse an Joaquim Adão, dem angolanischen Mittelfeldspieler des FC Sion. Finanziell war dies aber unrealistisch. Zeidler würde gerne noch zwei Spieler holen, die ablösefreien Verpflichtungen der Testspieler Fabiano und Yannis Letard scheinen näher zu rücken; bisher hat St.Gallen einzig für Musha Nuhu Geld ausgegeben, eigentlich müssten noch Mittel für Transfers da sein.