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Einmal kommt Platz 4 heraus, einmal die Barrage: Wie ein Optimist und ein Pessimist die letzten fünf Spiele des FC St.Gallen tippen

Nur noch drei Punkte Vorsprung hat der FC St.Gallen auf Xamax, das derzeit den Barrageplatz belegt. In unserer Online-Redaktion gehen die Meinungen darüber auseinander, ob die Ostschweizer tatsächlich in die Relegation müssen – oder ob sie am Ende sogar europäisch spielen. Doch lesen Sie selbst, wie ein Optimist und ein Pessimist den restlichen Verlauf der Saison sehen.
Daniel Walt, Tim Naef

Runde 32

Optimist Tim Naef: Befreiungsschlag bei den Hoppers

Die Auswärtspartie gegen die Grasshoppers ist das wichtigste verbleibende Spiel für den FC St.Gallen. Gegen den designierten Absteiger aus Zürich ist ein Sieg Pflicht. Zwar geistert nach 31 Runden das Abstiegsgespenst nun auch in der Ostschweiz herum – nach dem Sieg über die Grasshoppers ist die Barrage aber nur noch am Rande ein Thema. In einer torarmen Runde machen die Espen einen Sprung in der Tabelle und haben bereits wieder Europa im Visier. Darüber wird im Kybunpark aber natürlich nicht gesprochen – noch nicht...

Pessimist Daniel Walt: Pleite beim Tabellenletzten

«Aufbauhilfe Ost»: Diesen zweifelhaften Namen trägt der FC St.Gallen seit Jahren in der Fanszene. Zu Recht, wie sich auch im Auswärtsspiel beim Tabellenletzten GC zeigt. Die Ostschweizer spielen zwar bemüht, unterliegen dem Team ihres Ex-Trainers Uli Forte aber trotzdem mit 1:2. Xamax erreicht in Thun bloss ein 1:1, rückt dem FCSG aber noch einmal um einen Punkt näher. Da waren es nur noch zwei...


Runde 33

Optimist Tim Naef: Traumfussball gegen Sion

Nach dem Sieg über die Grasshoppers ist den Espen die Erleichterung anzumerken. Mit schnörkellosem Angriffsfussball – wie zu Beginn der Hinrunde – zeigen die Espen endlich, was wirklich in der Mannschaft steckt. Sion hat keine Chance und wird mit 3:1 zurück ins Wallis geschickt. Anders sieht das in Zürich aus. GC kann den Abstieg nun auch theoretisch nicht mehr verhindern. Und auch beim Stadtrivalen brennt der Baum. Eine Niederlage des FC Zürich in Neuchâtel bringt Trainer Ludovic Magnin in arge Erklärungsnot. Es droht der Supergau in der so einst stolzen Fussballstadt.

Pessimist Daniel Walt: Knapper Sieg gegen Sion

Der vermeintliche Befreiungsschlag: Im Muttertags-Heimspiel gegen Sion kommt der FCSG nach vier sieglosen Partien wieder einmal zu drei Punkten. Der Lohn: Sprung auf Platz 6. Der Abstand zum Barrage-Platz bleibt aber weiterhin bedrohlich klein: Xamax gewinnt sein Heimspiel gegen den FCZ und hält den Anschluss an die Clubs auf den Plätzen 5 bis 8.


Runde 34

Optimist Tim Naef: Verpasste Chance in Lugano

St.Gallen wäre nicht St.Gallen, wenn nach zwei Siegen in Folge kein Dämpfer folgen würde. In Lugano ist für Peter Zeidlers Mannen nichts zu holen. Das ist umso tragischer, als dass ein Punkt im Tessin den Sprung auf Platz 4 bedeutet hätte. Während Thun seinen dritten Platz festigt, kämpfen noch drei Teams um den vierten Platz. Am Tabellenende steht GC als sicherer Absteiger fest. Und für die Barrage-Spiele gibt es nach 34 Runden noch drei ernsthafte Bewerber. Die schlechtesten Karten hat dabei der FC Zürich.

Pessimist Daniel Walt: Die obligate Pleite im Tessin

Das Tessin ist immer eine Reise wert – ausser für den FC St.Gallen. Die Espen verlieren auch ihr drittes Spiel im Cornaredo in Folge. Ein böser Rückschlag, der auch in der Tabelle nicht ohne Folgen bleibt: Das Team von Trainer Peter Zeidler rutscht wieder auf den achten Platz ab. Weil Sion daheim gegen Xamax verliert, liegen neu die Walliser auf dem Barrageplatz – zwei Punkte hinter dem FCSG.


Runde 35

Optimist Tim Naef: Europa ist noch möglich

GC lässt sich gehen, der FCZ kommt nicht vom Fleck, und St.Gallen feiert einen Achtungserfolg: So könnte die 35. Runde der Super League zusammengefasst werden. Während beim Rekordmeister beim 0:5 gegen Sion alle Dämme brechen, wird man beim Stadtrivalen immer nervöser; der direkte Ligaerhalt ist nur noch mit Schützenhilfe zu erreichen. Für den FCSG geht es nach dem Punktegewinn gegen den satten Meister in der letzten Runde um Europa, Prestige und viel Geld.

Pessimist Daniel Walt: Hoarau schiesst Espen ab

Der alte und neue Meister YB kommt in den Kybunpark und erteilt dem Gastgeber eine Lektion in Sachen Effizienz. Die St.Galler gehen zwar früh in Führung, verpassen dann aber mehrere Chancen, das Skore auszubauen – und müssen noch vor der Pause den unverdienten Ausgleich hinnehmen. In der zweiten Hälfte drehen die Berner die Partie dank Guillaume Hoarau. Der FC St.Gallen fällt nun, eine Runde vor Saisonschluss, auf den Barrageplatz zurück.


Runde 36

Optimist Tim Naef: Der FCSG spielt europäisch!

Zwei Welten nebeneinander. Während die St.Galler nach dem Sieg über den FC Zürich von den Europa-League-Millionen träumen dürfen, wird der Gegner das Worst-Case-Szenario Abstieg nun in der Barrage verhindern müssen. Den St.Gallern dürfte das egal sein. Nach einer Saison voller Hochs und Tiefs wird FCSG-Präsident Matthias Hüppi am Ende Recht behalten: Die grünweisse Welle schwappt durch die Ostschweiz und wird in der kommenden Saison noch viel mehr möglich machen. Pikant: Den vierten Platz haben die Espen nur dank der Schützenhilfe von GC erreicht.

Pessimist Daniel Walt: Der nötige Sieg gelingt nicht

Im Letzigrund kommt es zum Showdown: Mit einem Sieg kann der neuntplatzierte FC St.Gallen den FC Zürich ins Barrage-Elend stossen. Handkehrum reicht den Zürchern ein Punkt, um sicher nicht hinter die Ostschweizer zurückzufallen. In der von Angst geprägten Partie gelingt dem FCZ kurz nach der Pause die Führung. Der FCSG kann zwar noch reagieren und ausgleichen – zu mehr reicht es dem Team von Peter Zeidler aber nicht mehr. Die Barrage ist Tatsache.

Das Fazit des Optimisten

Egal, ob meine Resultattipps genau so eintreffen oder nicht: Am Ende reicht es dem FC St.Gallen für Platz 4. Weshalb, fragen Sie? Nun, der FC St.Gallen hat den drittbesten Kader der Liga. Der Club hat immer wieder angedeutet, was eigentlich möglich wäre.

Tim Naef, Redaktor «Tagblatt Online»

Tim Naef, Redaktor «Tagblatt Online»

Im Gegensatz zur Hinrunde, wo defensiv noch vieles im Argen lag, hat sich der FCSG im Verlauf der Saison immer mehr stabilisiert. Mit Vilotic, Stergiou und Mosevic stehen Peter Zeidler drei verlässliche Innenverteidiger zur Verfügung. Damit kann er Hefti endlich wieder auf seiner angestammten Position als Aussenverteidiger spielen lassen. Und vorne? Spätestens wenn Vincent Sierro gegen GC seine Normalform wiederfindet, wird auch die Torproduktion der Espen wieder Hinrunden-Niveau erreichen.

Das Fazit des Pessimisten

Natürlich, Europa liegt für den FC St.Gallen jetzt, nach 31 Runden, nur leicht weiter entfernt als die Barrage. Wer die Ostschweizer allerdings in den letzten Spielen gesehen hat, kann nur zu einem Schluss kommen: Das Gerede von einer Qualifikation für die Europa League ist reine Träumerei.

Daniel Walt, stv. Leiter «Tagblatt Online»

Daniel Walt, stv. Leiter «Tagblatt Online»

Das Team von Trainer Peter Zeidler ist eine einzige Grossbaustelle: Die Abwehr wackelt bei jedem einigermassen durchdachten, schnell vorgetragenen Angriff des Gegners; dem Mittelfeld gelingt praktisch nichts Kreatives; und im Angriff fehlt jede Durchschlagskraft. Dazu kommen Verunsicherung, die Wirren um den Rücktritt von Tranquillo Barnetta – und der fast schon sprichwörtliche Hang der Ostschweizer, in entscheidenden Partien zu versagen. Das erste Mal wird das am kommenden Samstag im Letzigrund gegen GC passieren, das letzte Mal vier Runden später an selber Stätte gegen den FCZ. Die logische Konsequenz ist bitter, aber unumgänglich. Sie heisst Barrage.

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