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Federer besteht Härtetest

Roger Federer steht zum 14. Mal im Halbfinal des Turniers in Halle. Beim 7:6, 7:5 gegen den Australier Matthew Ebden wurde er jedoch bis ans Limit gefordert.
Jörg Allmeroth, Halle
Roger Federer könnte in Halle den 99. Titel seiner Karriere gewinnen. (Bild: Omid Davarian/Freshfocus (Halle, 22. Juni 2018))

Roger Federer könnte in Halle den 99. Titel seiner Karriere gewinnen. (Bild: Omid Davarian/Freshfocus (Halle, 22. Juni 2018))

Manchmal dauert das Nachspiel für Roger Federer in Halle länger als das eigentliche Spiel. Federer steht nicht nur ausführlich den Berichterstattern Rede und Antwort, er gibt nicht nur diverse Radio- und TV-Interviews – er kommt auch seinen Fans so nahe wie kaum anderswo im Wanderzirkus, schreibt vor dem Eingang zur Turnierdirektion unzählige Autogramme und stellt sich für Selfies in Pose. Das ganze Prozedere nimmt zuweilen mehr als eine Stunde in Anspruch, nicht selten in der langen Geschichte seiner Auftritte hier in Ostwestfalen hat er in vergleichbarer Zeit längst viele seiner Matches abgehakt und erledigt.

Doch auf dem Weg zum erträumten zehnten Titel bei den Gerry Weber Open, einem absoluten Novum in seiner Karriere, hat Federer immer mal wieder Schwerstarbeit zu leisten, auch am Viertelfinaltag im kühlen, aber sonnigen Halle war das nicht anders. «Ich musste hart kämpfen, noch einmal kräftig zulegen am Ende, um nicht ernsthaft in Schwierigkeiten zu kommen», sagte Federer nach seinem 7:6 (7:2), 7:5-Sieg gegen den 30-jährigen Australier Matthew Ebden (ATP 60), der ihn zum 14. Mal hintereinander in den Halbfinal des ATP-500er-Wettbewerbs katapultierte. Federer trifft nun auf den Amerikaner Denis Kudla, der im bisherigen Turnierverlauf mehr als überzeugt hatte und im Viertelfinale gegen den Japaner Sugita gewann. Es werde wahrscheinlich auch da «kein Stück leichter», so Federer, «Kudla ist in ausgezeichneter Verfassung im Moment».

Federer: «Ich muss höllisch aufpassen»

Federer hatte tags zuvor noch mehr geschwitzt, als er gegen den erratischen Franzosen Benoît Paire im Achtelfinal zwei Matchbälle vergab, zwei Matchbälle abwehren musste, ehe er im Tiebreak des dritten Satzes mit Müh und Not mit 9:7 gewann. «Es muss nicht immer alles im Märchen enden», sagte Federer, angesprochen auf das Wunschszenario, in Halle den 99. Titel seiner Ausnahmekarriere gewinnen zu können – und dann in Wimbledon die Sammlung auf 100 Siegerpokale zu erhöhen. «Das Turnier ist so gut besetzt, mit so ehrgeizigen, starken Gegnern, dass ich höllisch aufpassen muss. Das hat sich auch gegen Ebden gezeigt, der mich hier bis ans Limit gefordert hat», meinte Federer. Den Australier kannte er zwar noch nicht aus einem Duell auf dem Court, wohl aber aus Übungseinheiten am Rande des Hopman Cup im australischen Perth.

Federer machte alles ein bisschen besser als gegen Paire, er schlug besser auf, fand zügiger in seinen Rhythmus, präsentierte sich ganz allgemein konzentrierter und handlungsschneller. Gleichwohl hatte er sich im ersten Satz im Tiebreak durchzusetzen, dieser ewigen Glückslotterie, diesem Nervenkampf. Aber Federer behauptete sich auf der Zielgeraden klar mit 7:2. Ebden gab dennoch nicht nach, gleich zwei Mal ging er in Satz zwei mit Break in Führung, schlug bei 5:4 sogar zum Ausgleich auf. Wieder konterte Federer, machte von den letzten 20 gespielten Punkte 16 und holte sich mit dem furiosen Comeback vom 3:5 zum 7:5 dann auch den 19. Sieg auf Rasen in Serie. Die letzte Niederlage datiert aus dem Jahr 2017, als er in Stuttgart gegen seinen Freund und langjährigen Weggefährten Tommy Haas verlor. Seine Bilanz in Halle stellte er damit auf imponierende 62:6 Siege. Federer, ganz nebenbei, ist nicht nur Rekordchampion in der deutschen Provinz, sondern auch Rekordteilnehmer: 2018 ist er bereits zum 16. Mal am Start.

Halle/Westfalen. ATP-Turnier (1 983 595 Euro/Rasen). Viertelfinals: Federer (SUI/1) s. Ebden (AUS) 7:6 (7:2), 7:5. Kudla (USA/Q) s. Sugita (JPN) 6:2, 7:5. – Halbfinal: Federer – Kudla.

Queen’s/London. ATP-Turnier (1 983 595 Euro/Rasen). 2. Runde: Lopez (ESP) s. Raonic (CAN) w.o. – Viertelfinals: Cilic (CRO/1) s. Querrey (USA/5) 7:6 (7:3), 6:2.

Birmingham. WTA-Turnier (936 128 Dollar/Rasen). Viertelfinals: Rybarikova (SLK) s. Jakupovic (SLO) 6:2, 6:4.

Santa Ponça/Mallorca (ESP). WTA-Turnier (250 000 Dollar/Rasen). Einzel. Viertelfinals: Kenin (USA) s. Garcia (FRA/1) 6:3, 6:3. – Doppel. Halbfinals: Klepac/Martinez Sanchez (SLO/ESP/1) s. Knoll/Anna Smith (SUI/GBR) 6:4, 6:4.

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