FINANZEN: SCL-Fans spenden Geld für Aktienkauf

Der Aufruf des Fanclub SCL Tigers blieb nicht ungehört: Rund 50'000 Franken spendeten die Tiger-Fans. Mit dem Geld kauft der Fanclub Aktien der SCL Tigers und wünscht sich dafür einen Sitz im Verwaltungsrat.

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Fans der SCL Tigers. (Bild EQ)

Fans der SCL Tigers. (Bild EQ)

Das traditionelle Eishockey-Unternehmen aus Langnau braucht dringend Kapital, um die Spielberechtigung für die kommende Saison in der NLA zu erhalten.

Der Weckruf von VR-Präsident Hans Grunder rüttelte die Anhängerschaft der SCL Tigers gehörig durcheinander. 700'000 Franken sollten bis Ende Juni aufgebracht werden, sonst drohe der Gang in die erste Liga.

Während Hans Grunder an der Investorenfront weibelte, wurden auch die Fans aktiv. Unter der Führung des Fanclub SCL Tigers wurde ein Spendenkonto eingerichtet, eine Spenden-Hotline (0901 844 377) aufgeschaltet, sowie in rund 50 Geschäften Spenden-Kässeli aufgestellt.

Zudem wird am Samstag, den 27. Juni 2009 in der Kupferschmiede Langnau mit der «Summer Mood Party» ein Event organisiert, dessen Erlös zu 100 Prozent dem Aktienkauf zugute kommt, wie der «Fantiger», das Vereinsorgan des Fan Club SCL Tigers, in einer Medienmitteilung schreibt.

Aktionen noch nicht abgeschlossen
Am 29. Juni will Fanclub-Präsident Beat Zurbuchen mit dem eingegangenen Geld Aktien zeichnen. Die Verantwortlichen hoffen, bis zu diesem Zeitpunkt etwa 60'000 Franken gesammelt zu haben, was den Kauf von 240 Tigers-Aktien ermöglichen würde.

Damit sind die Aktionen der Fans jedoch noch nicht abgeschlossen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Fanclub möchte sich auch an den bereits geplanten AK-Erhöhungen der kommenden Jahre beteiligen können und hat deshalb weitere Aktivitäten in Planung.

Mitspracherecht gewünscht
Gesammelt wird unter dem Motto «Retten und mitreden». Wie dieses Mitreden aussehen könnte, ist unter der Internet-Adresse www.fantiger.ch zu erfahren

Die Fans wünschen sich einen Sitz im Verwaltungsrat der SCL Tigers, um damit näher bei den Entscheidungen zu sein. «Wir bilden uns nicht ein, künftig ein bestimmender Faktor zu sein», sagt Vorstandsmitglied Bruno Wüthrich. «Aber wer bei den Entscheidungen dabei ist, kann diese beeinflussen.»

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