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Flavia Barmettlers Rückkehr mit positiven Eindrücken

Flavia Barmettler (Nummer 18) beim Frühstart des Verfolgungsrennens. (Bild: PD (Otepää/Estland, 4. März 2018))

Flavia Barmettler (Nummer 18) beim Frühstart des Verfolgungsrennens. (Bild: PD (Otepää/Estland, 4. März 2018))

Biathlon Das Reden fällt Flavia Barmettler am vergangenen Montagmittag kurz nach der Ankunft im Elternhaus in Alpnach sichtlich schwer. Die Obwaldner Biathletin ist von ihrer Rückreise aus Otepää, die am Sonntagabend um Mitternacht begonnen hat, sichtlich gekennzeichnet. Die 19-Jährige wartet sehnlichst auf einige Stunden Schlaf in den eigenen vier Wänden und im eigenen Bett.

Die sympathische C-Kader-Athletin von Swiss Ski hatte in den zehn Tagen zuvor an den Junioren-Weltmeisterschaften in Estland die Innerschweizer Farben hochgehalten. Wenn Flavia Barmettler von den tollen Rennen erzählt, blitzen das Lächeln in ihrem Gesicht und das Funkeln in ihren Augen augenblicklich wieder auf. Bevor die 19-Jährige in Estland ins Wettkampfgeschehen eingreifen konnte, musste sie sich aber gedulden. Aufgrund der bitterkalten Temperaturen im Bereich von minus 20 Grad Celsius wurde das Rennprogramm umgestellt. Nach fast einwöchigem Aufenthalt in Otepää konnte Flavia Barmettler am vorletzten Donnerstag erstmals die Startnummer im Einzelrennen anziehen. «Es war ein langes Warten. Ich konnte nicht einfach herumhängen. Deshalb habe ich mit den Trainern ein individuelles Trainingsprogramm zusammengestellt.»

Die Athletin des Skiclubs Schwendi-Langis war in dieser Phase als einzige Schweizer Junioren-Einzelkämpferin unterwegs. Ihre jüngeren Teamkolleginnen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits beim Staffelrennen der Jugend ins Wettkampfgeschehen eingegriffen. Flavia Barmettler überstand die lange Wartezeit bestens. Im Einzellauf über 12,5 Kilometer belegte sie im 72-köpfigen Teilnehmerfeld den 17. Schlussrang und fand sich dank 17 von 20 möglichen Treffern inmitten der weltbesten Juniorinnen wieder. «Im internationalen IBU-Junior-Cup hat es mir nie in die Top 30 gereicht. An der Junioren-WM bei einem Teilnehmerfeld, das gespickt ist mit Weltcup- und Olympia-Athletinnen, ein derart gutes Rennen abzuliefern, ist einfach grossartig», frohlockt die Alpnacherin. Die anspruchsvolle Strecke, bestehend aus einem grossen Aufstieg, einer langen Abfahrt und praktisch keinen flachen Teilstücken, seien ihr dabei bestimmt entgegengekommen.

Auch im Schiessstand mit starker Leistung

Am Samstag danach folgte für die ehemalige Sportmittelschülerin der nächste Streich. Im Sprint­rennen mit lediglich je einer Liegend- und Stehend-Schiesseinlage konnte Flavia Barmettler läuferisch wie auch im Schiessstand erneut überzeugen und sich den 18. Schlussrang sichern. Ihre Analyse: «Bis zur Junioren-WM bekundete ich mit dem Stehendschiessen grosse Mühe. Beim Sprintrennen habe ich endlich wieder in einem Rennen fünf Treffer erzielt.»

Die gute Ausgangslage für das sonntägliche Verfolgungsrennen war gelegt. Dort passierte der Obwaldnerin bereits beim Start ein Missgeschick. Sie lief eine Sekunde zu früh los und kassierte damit eine Strafe von 30 Sekunden. Dieser Zuschlag kostete sie drei Ränge. Die Swiss-Ski-Athletin belegte den 30. anstatt des 27. Schlussranges. «Am Sonntag musste ich mich zuerst an das hohe Tempo der besten Läuferinnen gewöhnen. Langsam machten sich auch die müden Beine bemerkbar», erklärt Barmettler.

In den nächsten Tagen ist bei der Obwaldnerin nun Erholung angesagt, bevor es Mitte März mit den letzten Alpencup-Rennen der Saison weitergeht. Am Osterwochenende steht noch der Kampf um die Schweizer-Meister-Titel auf dem Programm.

Roland Bösch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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